
Mit dem FVM-Ehrenamtspreis für Frauen wurde Renate Regh vom SV Schwarz-Weiß Stotzheim ausgezeichnet. Sie ist, von einer Pause Anfang der 2000er-Jahre abgesehen, seit 1971 für den Verein tätig und übernahm – auch ohne ein offizielles Amt innezuhaben – immer wieder wertvolle Aufgaben wie die Unterstützung ihres Mannes, der Geschäftsführer war.
Ihr eigentlicher Wirkungsbereich ist allerdings das Vereinsheim. Sie kümmert sich neben der Vermietung auch darum, dass alles sauber und an seinem vorgesehenen Platz bleibt. Seit 2016 hat sie als Beisitzerin auch einen ganz offiziellen Posten, doch dies ist nach so langer Zeit eigentlich nebensächlich, weil sie von den anderen Mitgliedern als „Institution“ längst anerkannt ist.
Bei den Männern ging der FVM-Ehrenamtspreis an Günther Gnath, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag gefeiert hat und seinem TuS Chlodwig Zülpich seit 1986 die Treue hält. Zunächst war der von seinen Vereinskameraden als „Sparfuchs“ titulierte Gnath als Geschäftsführer tätig – erst in der Taekwondo-, wenig später in der Fußballabteilung der Römerstädter.
In seine Amtszeit fiel eine der schwierigsten Phasen der Klubhistorie, als die erste Seniorenmannschaft bis in die Kreisliga C abrutschte und auch die Jugend schlechte Karten besaß. „Damals stand die ganze Abteilung mit 14 Teams kurz vor der Auflösung. Es war meine wichtigste Aufgabe und mein größter Wunsch, den Jugendlichen weiterhin das Fußballspielen zu ermöglichen“, erzählte Gnath, dem es mit seinen Vorstandskollegen nicht nur gelang, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, sondern auch noch, den Schuldenberg abzubauen. „Heute steht der TuS wieder gut da. Sie haben offenbar alles richtig gemacht“, lobte Doris Mager den früheren Amateurboxer, der großes Stehvermögen bewiesen hatte.
Die Auszeichnung mit dem DFB-Ehrenamtspreis nahm Bernhard Krudwig (SV SW Stotzheim) entgegen, der in seinem Verein eine neue Jugendabteilung auf die Beine gestellt und in den zurückliegenden drei Jahren ausgebaut hat. Mittlerweile sind alle Jahrgänge von den Bambini bis zu den B-Junioren besetzt.
„DFB-Fußballheld“ darf sich nun Timo Caspers nennen, ohne den beim FC Dollendorf/Ripsdorf kaum etwas läuft.
Bereits mit 22 Jahren machte er sich als Jugendleiter verdient. Heute organisiert der bei den FC-Senioren aktive und auch als Kassierer verantwortliche Fußballer kurz vor Weihnachten ein großes Hallenturnier mit etwa 50 Mannschaften sowie im Sommer alle zwei Jahre ein beliebtes Trainingscamp.
Caspers kümmert sich zudem um die Pflege der Sportanlage, und das so gewissenhaft, dass der Platz zu seinem „zweiten Wohnzimmer“ geworden ist, wie Doris Mager es formulierte.