
Nach nur gutem einem Monat ist das Projekt vorbei: Der TuS Bersenbrück trennt sich von Cheftrainer Björn Joppe. Das gab der Verein am Dienstagabend bekannt. Co-Trainer Hughes Mbossa wird zunächst die Verantwortung übernehmen.
„Aufgrund der sportlichen Entwicklung beim TuS Bersenbrück hat sich der Verein nach der jüngsten Niederlage beim Tabellenletzten Celle einvernehmlich von seinem Cheftrainer Björn Joppe getrennt, um die sportliche Talfahrt zu stoppen. Vielleicht war sein Platzverweis am vergangenen Sonntag nach einer gelbroten Karte in Celle schon ein richtungsweisender Fingerzeig für die weitere Zusammenarbeit“ , heißt es auf der Homepage des TuS Bersenbrück.
Interimsmäßig wird zunächst Co-Trainer Mbossa das Training übernehmen, es sei aber durchaus möglich, dass bereits beim Heimspiel am Sonntag gegen den Heeslinger SC ein neuer Trainer auf der Bank sitzt. Grund für das schnelle Aus scheint wohl auch ein schlechtes Verhältnis zur Mannschaft zu sein, wie aus den weiteren Ausführungen der Mitteilung zu lesen ist: „Mit seiner Äußerung beim Amtsantritt „bis zur Winterpause verlieren wir kein Spiel“ ging der Schuss im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los. Nur das Qualifikationsspiel zum Krombacher Niedersachsenpokal wurde unter seiner Leitung in Lohne mit 1:0 gewonnen. Bei den Punktspielen hingegen gab es nur noch ein 1:1 Unentschieden in Uphusen und die restlichen Spiele wurden dagegen verloren, sodass man zurzeit auf dem vorletzten Platz in der Tabelle rangiert. Auch seine Äußerungen, er wolle den großen Kader in der Winterpause ausdünnen, kam bei den Spielern und Verantwortlichen nicht gut an und trug nicht gerade zur Harmonie bei.“
Joppe hatte das Amt im September übernommen. Der TuS musste da gerade den plötzlichen Tod von Co-Trainer Emil Jula verkraften, Chefcoach Farhat Dahech fällt aus gesundheitlichen Gründen zudem auf unbestimmte Zeit. Nun folgte die schnelle Trennung von Joppe. Auch abseits der Corona-Krise ist es für den TuS bisher ein Jahr zum Vergessen.
