Der FC Bayern der A-Klasse
Mittwoch 11.11.15 22:53 Uhr|Autor: Lutz Schinköth1.383
F: Krämer

Der FC Bayern der A-Klasse

TuS Ahbach bereits Herbstmeister - dramatischer Abstiegskampf bahnt sich an

Der Spielkreis Eifel absolviert seinen letzten Hinrunden-Spieltag. Grund genug, ein kleines Fazit in den A- und B-Ligen zu ziehen und die Chancen auf den Gewinn der Herbstmeisterschaft abzuklopfen. In der A-Klasse hat der TuS Ahbach nun schon elf Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz – eine derartige Dominanz gab es in den vergangenen Jahren nicht. In den B-Klassen geht es derweil sehr viel enger zu.

 




Bitburg. Die A-Klasse kennt bereits nach zwölf Spieltagen den designierten Meister. Elf Punkte sind es auf die Konkurrenz, gefühlte Ewigkeiten sind es dem Vernehmen nach. Der TuS Ahbach gilt als der FC Bayern der A-Klasse, ist weiterhin ungeschlagen. Der Klub kann sich quasi nur noch selber schlagen. „Wir haben ein gewisses Polster legen können, was uns sehr freut. Doch die Saison ist noch lange nicht zu Ende“, will Ahbachs Spielertrainer Christian Sicken nichts von voreiligen Gratulationen wissen. Dahinter entbrennt ein gnadenloser Positionskampf auf den bedeutungslosen Vizemeistertitel. Ein Blick auf die Plätze neun bis 14 verrät einen dramatischen Abstiegskampf. Der wird die Betreffenden bis zum Saisonende in Spannung versetzen. Die SG Kylltal, Geichlingen, Pronsfeld, Lambertsberg, Hillesheim und Badem II sind seit Wochen in eine sportliche Schieflage geraten, die sie bis zur Winterpause allerdings noch begradigen können. Lambertsberg befindet sich nach dem neuerlichen 1:3 gegen Weinsheim im freien Fall. Hillesheim ist nach dem Zwischenhoch ebenfalls weiter akut abstiegsgefährdet. „Wir werden kämpfen und mit den zurückkommenden Spielern noch bis zur Winterpause ein paar wichtige Punkte einfahren“, kündigte Hillesheims Trainer Ludwig Clausen schon vor Wochen einen rigorosen Endspurt an. Derweil sinken die Chancen der Bademer Rheinlandligareserve, weil auch deren Erste in der Verbandsliga ums sportliche Überleben kämpft. Doch auch Neunkirchen und Weinsheim sind noch nicht gänzlich raus aus dem Abstiegskampf. Die treffen nun am Samstag im direkten Duell aufeinander, könnten bei einem Dreier ein Polster nach unten legen. Turbulent könnte es derweil bei den Partien zwischen den direkten Konkurrenten Geichlingen gegen Lambertsberg und Gerolstein gegen Pronsfeld zugehen. Diese Sechs-Punkte-Spiele werden zeigen, wer sich wohin bewegt.

Die B-Klasse Staffel I dürfte an Dramatik nochmals zulegen. Der Dreikampf zwischen dem Überraschungs-Tabellenführer SV Roth-Kalenborn, der SG Gönnersdorf und dem eigentlichen Titelaspiranten SG Prümer Land könnte sich zuspitzen, weil das Führungsduo zwei knifflige Auswärtsaufgaben zu bewältigen hat und Prüm zuhause gegen Ellscheid sich sicherlich nicht in die Karten schauen dürfte – auch wenn das magere 1:1 in Dreis-Brück sicher zu wenig war. Am Tabellenende ist Hillesheims Reserve sicherlich schon abgeschlagen, auch die SG Brück-Dreis ist trotz des Achtungserfolges gegen Prüm zweiter Abstiegsanwärter. Doch das Trainertandem Dietmar von Landenberg und Kurt Römer ist im Abstiegskampf erfahren und kann den Bock mit einer Siegesserie noch umstoßen. In Mehren aber dürften die Trauben hoch hängen. Ein dickes Kompliment geht an die SG Üdersdorf, die mit dem vierten Sieg in Folge die Abstiegsränge endgültig verlassen hat. „Wir laufen den unnötig verschenkten Punkten vom Oktober nach. Hätten wir da eine bessere Einstellung gezeigt, wären wir sicherlich in anderen Tabellenregionen unterwegs. Die Mannschaft hat zuletzt bewiesen, dass sie es kann“, bilanzierte Coach Harry Dahlem eine zuletzt gute Serie.

Die Kreisliga B II ist nach dem Minimalistensieg des SV Schleid gegen Primus Preist/Orenhofen wieder offen. Wer wird aber jetzt Herbstmeister? Der neue Tabellenführer SG Prüm-Enz hat mit dem 3:1-Sieg in Mettendorf die Liga gerockt, erwartet aber mit Herforst eine spielstarke Mannschaft, die sich selbst noch nicht abgeschrieben hat. Oder wird es trotz der zweiten Saisonniederlage die SG Preist, die Herbstmeister wird? Gegen Mettendorf hat die Marbach-Elf sicherlich die leichtere Aufgabe vor der Brust. Und Schleid? Die gastieren beim Vorletzten Ringhuscheid. Doch Coach Roger Reiter warnt seine Mannschaft vor eventueller Selbstüberschätzung. „Mir fallen mit Arthur Hartwick, Giulian Hennig und jetzt auch Eugen Hartwick drei wichtige Spieler aus. Dann fährst du siegessicher zum Vorletzten und verlierst das Ding, weil die mit Leidenschaft und Kampbereitschaft spielen. Wir müssen hochkonzentriert und diszipliniert sein, sonst war der Sieg gegen Preist nichts wert.“ Im Verfolgerduell empfängt Ferschweiler, das in Messerich etwas überraschend mit 0:4 verlor, den Tabellennachbarn aus Speicher. Wer gewinnt, bleibt oben auf Schlagdistanz. Am Tabellenende sind Gilzem-Eisenach und Ringhuscheid noch längst nicht abzuschreiben. (L.S.).  



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