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Freitag 28.07.17 12:58 Uhr|Autor: MOZ.de / Stefan Zwahr 2.495
Die TuS-Zugänge - Paul Döbbelin, Florian Schulte, Florian Wendorff, Kevin Höpfner, Leon Weigt und Nico José - kamen gegen Velten zum Einsatz. © MZV

Erklärungen für das 14:1 zwischen Sachsenhausen und Velten

In einem kurzfristig vereinbarten Testspiel setzte sich Brandenburgligist vom TuS 1896 am Donnerstagabend gegen den klassentieferen Landesligisten vom SC Oberhavel Velten durch.

Von Trainer Oliver Richter gab es danach viele lobende Worte - für den hoffnungslos unterlegenen Gegner. "Wir sind sehr dankbar, dass sich Velten so kurzfristig zu diesem Spiel bereit erklärte." Ursprünglich wollten die Sachsenhausener zwei Tage zuvor beim SV Zehdenick antreten, Velten am Mittwoch gegen Staaken. Da beide Spiele ausfielen, kam es zum direkten Duell.



In diesem fehlten beim SCO einige Stammkräfte. "Dass wir in der Testphase derartige Personalsorgen haben, ist eigentlich das Bedenklichste", bemerkte Velten-Coach Bastian Peschel. Dieser musste neben vier Spielern aus der zweiten Mannschaft (diese kamen im Verlaufe des Spiels) auch auf Michel Stranz zurückgreifen, der seit einem Jahr nicht mehr gespielt habe.

In der zwölften Minute gelang den Ofenstädtern durch Steven Henry Wolff der Ausgleich zum 1:1, danach brachen aber alle Dämme. Sachsenhausen war in allen Belangen das bessere Team und hätte das Ergebnis sogar noch klarer gestalten können.

Dennoch machte Richter dem Gegner ein Kompliment: "Dass sie jederzeit fair und mit Anstand dagegengehalten haben, nötigt mir Respekt ab. Davor muss man den Hut ziehen. Andere Mannschaften hätten das Spiel in der Form sicher nicht beendet."

Seine eigene Mannschaft habe sich für die Arbeit im Training belohnt. "Wenn man es detaillierter betrachtet, ist gerade der Spielaufbau noch ausbaufähig. Auch der Gegentreffer fiel zu einfach."

Auch Peschel sprach von zu einfachen Fehlern. "Gegen diese schnellen Leute sind die offenbarten Schwächen im Spielaufbau eine Katastrophe. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, weil wir nicht in der Lage sind, tief zu stehen." Hinzu komme, dass der Unterschied zwischen beiden Teams auf dem Papier eine Spielklasse betragen würde, "in der Realität ist es aber mehr".

Die Sachenhausener Torschützen waren Andor Müller (4), Paul Döbbelin (3), Benjamin Brandt (3), Florian Schulte (2), Martin Pilz und Christopher Groll. "Nicht überbewerten", warnt Richter. Das Ergebnis lasse keinerlei Rückschlüsse zu. Auch andere Brandenburgligisten hätten starke Testspielergebnisse in der Bilanz. "Wir können die geilste Vorbereitung spielen. Das interessiert aber niemanden und ist nicht viel wert, wenn wir am ersten Spieltag gegen Werder verlieren."

 
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