FuPa-Medizincheck: Die Osteochondrosis dissecans (OD)
Donnerstag 27.06.19 13:45 Uhr|Autor: Dr. Simeon Geronikolakis6.288
Der FuPa-Medizincheck mit Dr. Simeon Geronikolakis. Foto: FuPa Stuttgart

FuPa-Medizincheck: Die Osteochondrosis dissecans (OD)

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport
Im FuPa-Medizincheck erklärt Dr. Simeon Geronikolakis dieses Mal wie eine Osteochondrosis dissecans (OD) am Sprunggelenk entsteht und diagnostiziert werden kann. Übrigens: Wer eine Frage an ihn hat, kann jene ganz einfach via E-Mail stellen.


Was ist die Osteochondrosis dissecans?
Bei der Osteochondrosis dissecans, kurz OD genannt, handelt es sich um eine Gelenkerkrankung, bei der es im Verlauf zu einem Absterben (Knochennekrose) oder zumindest zu einer Knochenstrukturstörung eines umschriebenen Knochenareals unterhalb des Knorpels kommt und später in der Abstoßung eines Knorpelstückchens (Gelenkmaus) enden kann. Die Erkrankung kommt oft im Kniegelenk und im oberen Sprunggelenk vor, aber auch weitere Gelenke, wie zum Beispiel das Ellenbogengelenk, können betroffen sein. Die Patienten sind meistens Jugendliche oder im jungen Erwachsenenalter und sportlich aktiv.

Welche Symptome treten bei einer OD auf?

Eine charakteristische Symptomatik der Osteochondrosis dissecans gibt es nicht, oft ist sie im Frühstadium asymptomatisch. Später kommt es zu belastungsabhängigen, diffusen, nicht genau lokalisierbaren Schmerzen im Sprunggelenk, die nicht selten als Folge einer Verletzung fehlinterpretiert werden können. Mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung können dann weitere Symptome, wie zum Beispiel eine Schwellneigung oder Blockaden auftreten.

Wie wird eine OD diagnostiziert?
Die Osteochondrosis dissecans kann bereits durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt werden, Frühstadien sind aber oft erst mittels einer Kernspintomographie (MRT) nachweisbar. Auf den Röntgen- und MRT-Bildern kann dann eine Stadieneinteilung vorgenommen werden, die für die weitere Therapie von Bedeutung ist. Der innere (mediale) Bereich des Sprungbeins (Talus) ist dabei etwas häufiger betroffen.

Wie sieht die Therapie einer OD aus?
Die Therapie ist abhängig des individuellen Befundes, des Stadiums der Erkrankung, der Lokalisation des Defektes, des Patientenalters und noch weiterer Faktoren wie zum Beispiel der Stellung der Gelenkachsen oder der sportlichen Ansprüche. Sowohl in der konservativen als auch der operativen Therapie gibt es verschiedene Möglichkeiten, so dass es nach vorheriger gründlicher Untersuchung sowie richtiger Interpretation der erhobenen Befunde einer genauen Abwägung der Risiken und Erfolgsaussichten bedarf um die optimale Therapie zu wählen.

Wie ist die Prognose?
Abhängig des Befundes und der gewählten Therapie sind die Prognosen unterschiedlich. Generell zählt die Osteochondrosis dissecans zu den Präarthrosen, die Wahrscheinlichkeit einer früher als üblich einsetzenden Arthrose ist also erhöht. Wird die Erkrankung aber frühzeitig erkannt und adäquat therapiert, ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit einer guten Prognose und einer kompletten Ausheilung zu rechnen.


Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in Ludwigsburg praktizierende Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist insbesondere in Fußballerkreisen sehr bekannt. Als Sportarzt kümmert er sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten, vor allem von mehreren Fußballmannschaften sowie einzelnen Amateur- und Profifußballern. Im Rahmen seiner Tätigkeit als DFB-Arzt betreut er seit Anfang 2013 zusätzlich die Junioren-Fußball-Nationalmannschaften und ist Teamarzt der deutschen U20-Nationalmannschaft.

In den letzten Jahren wirkte Dr. Geronikolakis unter anderem auch als Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart, betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Team-Arzt der deutschen Fußball-Amateur-Nationalmannschaft (mit dreimaliger EM-Quali- und zweimaliger EM-Endrunden-Teilnahme), Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er auch schon die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Handball-WM 2007, Turn-WM 2007, Turn-Weltcups jährlich 2007-2014, Turn-Bundesliga 2008, Turn-Deutschland-Cup 2008, 6-Tage-Rennen 2008, Judo-WM 2009, Wasserball-Junioren-EM 2010, Bahnrad-WM 2011, U19-Damen-Fußball-EM-Eliterunde 2013, Weltcup der rhythmischen Sportgymnastik 2014, Weltmeisterschaft der rhythmischen Sportgymnastik 2015, UEFA Regions' Cups 2010-2015).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de Eine Terminvereinbarung ist für unsere FuPa-Leser unter mail@dr-geronikolakis.de möglich. Leser können ihre Fragen via medizincheck-stuttgart@fupa.net an ihn richten.




Tabelle
1. Calcio L-E II 2695 65
2. Mühlhausen II 2682 65
3. Weilimdorf 2663 57
4. Zazenhausen II 2629 53
5. TV89 Z`hause II 2636 52
6. TB Utürkheim II 26-9 38
7. TSV Birkach 269 35
8. TSV Steinenb 26-1 32
9. ASV Botnang II 26-27 28
10. TSV Uhlbach II 26-29 27
11. PSV Stgt II 26-36 27
12. TSV Münster II 26-49 20
13. SSV Z`hausen II 26-89 13
14. Spfr. Stgt II 26-74 8
15. SG UTrkheim II zg. 00 0
SG Weilimdorf in der Relegation, da der TSV Mühlhausen II verzichtet.
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