Türkgücü: Kothny rudert zurück - Kivran-Posse weiterhin rätselhaft
Mittwoch 13.01.21 13:53 Uhr|Autor: Fussball Vorort FuPa Oberbayern 8.818
Alexander Schmidt und Geschäftsführer Kothny beziehen Stellung. Foto: imago images/Passion2Press

Türkgücü: Kothny rudert zurück - Kivran-Posse weiterhin rätselhaft

"Finanzielle Last auf mehrere Schultern verteilen"
Neben Alexander Schmidt war auch Geschäftsführer Max Kothny bei der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Viktoria Köln anwesend. Was hat es mit dem Hin und Her um Präsident Kivran auf sich?



Am Ende einer viel erwarteten Pressekonferenz blieb die Frage aller Fragen offen. Was hatte es mit dem Hin und Her um Präsident Hasan Kivran auf sich? Von Max Kothny, der sich am Mittwochnachmittag den Fragen der Reporter stellte, hätte sich der eine oder andere mehr Erkenntnisse erhofft. 



Das alles dominierende Thema war selbstverständlich der Streit um ein mögliches Gelände für ein Nachwuchsleistungszentrum. Hasan Kivran formulierte zuletzt sehr offensiv, dass die Stadt Türkgücü ein solches in Aussicht gestellt habe. Auch damit erklärte er sein Rückzug vom Rückzug. Max Kothny widersprach jedoch der Darstellung und tat seinen Unmut gegenüber der Berichterstattung kund. "Ich weiß nicht, wo ihr das immer herhabt! Wir haben nie gesagt, dass wir morgen in ein NLZ umziehen", verteidigte sich der Türkgücü-Geschäftsführer.

Max Kothny: "Mehr weiß ich auch nicht"


Er blieb aber bei der Erklärung, dass allen voran Fortschritte in den Gesprächen mit der Stadt in Bezug auf ein künftiges Gelände für Kivrans Rückkehr ausschlaggebend waren. "Ein eigenes Zuhause ist das, was uns fehlt." Doch nicht einmal ein potenzielles Areal sei ihm bekannt: "Mehr als Südosten der Stadt weiß ich auch nicht." Es ist also fraglich, ob zaghafte Absichtserklärungen der Stadt wirklich der alleinige Grund des Sinneswandels waren.
Zugleich gab er selbstkritisch zu, dass der Verein die "finanzielle Last auf mehreren Schultern verteilen" müsse. "Falls Hasan Kivran Anteile verkaufen möchte, wäre das gar kein Nachteil."
Der Redeanteil von Coach Alexander Schmidt blieb erwartungsgemäß gering. Er gab einen kurzen Ausblick auf das kommenden Spiel und betonte die Qualität von Gegner Viktoria Köln. Auch wenn er sich mit der Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden zeigte, schloss er weitere Transfers nicht aus: "Wir sind wach, wir beobachten den Markt."


Der PK-Ticker zum Nachlesen:

15:24 Uhr:
Das war's auch schon wieder: Kothny versuchte heute in erster Linie Druck vom Kessel zu nehmen. Er dementiert Forderungen nach einem NLZ und beschreibt die Zusammenarbeit mit der Stadt als kooperativ. Doch die Frage aller Fragen wird nicht wirklich beantwortet: Warum der Rückzug von Kivran und dann die plötzliche Kehrtwende? Als Grund gibt Kothny Fortschritte in den Gesprächen mit der Stadt an - aber keinen echten Durchbruch. Ob allein das Kivran überzeugt haben kann? Ganz schlau wird man aus den Aussagen nicht. 
15:22 Uhr:
Die Frage nach dem NLZ und einem Gelände überlässt er den "Strategen". "Von den Jungs gibt's kein Meckern. Wir sind einfach noch nicht Bayern München."
15:20 Uhr:
Schmidt sieht Türkgücü nicht als Aufstiegskandidaten. "Wir sammeln in erster Linie Punkte gegen den Abstieg. Es stehen sehr gute Mannschaften hinter uns. Aber nach oben sind wir natürlich offen."

Alexander Schmidt offen für Winter-Transfers

15:19 Uhr: Winter-Transfers? "Wir sind wach, wir beobachten den Markt. Wichtig ist mir, dass der Spieler eine absolute Verstärkung wäre und unter den ersten Elf stehen würde." Eine Position mit Nachholbedarf nennt er nicht.
15:16 Uhr:
Die Kivran-Posse habe die Mannschaft laut Schmidt nicht maßgeblich beeinflusst. "Natürlich musste ich die Spieler wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Aber die Jungs sind weiter fokussiert. Das haben sie am Montag gezeigt."
15:15 Uhr:
"Viktoria Köln hat viele Hochkaräter. Wir wollen wieder gut gegen den Ball arbeiten."
15:13 Uhr:
Nun spricht Alexander Schmidt.
15:11 Uhr:
"Falls Hasan Kivran Anteile verkaufen möchte, wäre das gar kein Nachteil. So können wir die finanzielle Last auf mehrere Schultern verteilen."
15:09 Uhr:
Ob es weitere Transfers geben wird, lässt Kothny offen. "In den nächsten zwei, drei Tagen wird dazu nichts kommen. Aber wir wissen, dass es in den verbleibenden Spielen auch auf die Breite ankommen wird."

Max Kothny: Türkgücü-NLZ mittelfristig notwendig

15:05 Uhr: Das NLZ ist eine der Voraussetzungen für die 2. Bundesliga. "Einen Plan braucht man schon. Man muss ein schon mal ein Gelände angeben, wo man das plant."
15:02 Uhr:
Kothny unterstreicht, man habe niemals die Heinrich-Wieland-Straße für sich beansprucht. "Wir haben natürlich mal nachgefragt, wie die Planung mit der Anlage ist, aber wir wissen natürlich, dass wir die anderen nicht einfach vor die Tür setzen können."



15:01 Uhr:
"Wir wissen, dass es kein Wünsch-dir-was ist. In Sachen Stadion sind wir im guten Austausch mit der Stadt."
14:59 Uhr: "
Ein eigenes Zuhause ist das, was uns fehlt. Die Zukunft liegt sicher nicht in irgendeiner Bezirkssportanlage."
14:58 Uhr:
Ist der Verbleib von Hasan Kivran an Bedingungen geknüpft? "Grundsätzlich einfach der maximale Erfolg und die Aussicht auf Erfolg."
14:57 Uhr:
"Wenn wir konstruktiv mit der Stadt zusammenarbeiten, wird es in den nächsten Jahren eine Lösung geben."
14:55 Uhr:
Welches Areal käme in Frage? "Mehr als Südosten der Stadt weiß ich auch nicht." Die Heinrich-Wieland-Straße kommt laut Kothny nicht in Frage: "Ich weiß nicht, wo ihr solche Sachen her habt. Wer die Räumlichkeiten hier kennt, weiß, dass es keine Option ist."

Türkgücü: Fortschritte mit der Stadt Grund für Sinneswandel von Hasan Kivran

14:53 Uhr: "Zurzeit wird viel hinzugedichtet. Wir haben nie gesagt, dass wir morgen in ein NLZ umziehen werden. Ich bin im wöchentlichen Austausch mit der Stadt. Wenn ein Areal frei wird, wird jetzt auch sehr stark geprüft, ob es für uns in Frage kommt." Die Fortschritte in den Gesprächen seien also der Hauptgrund für Kivrans Sinneswandel gewesen.
14:52 Uhr:
War der Rückzug von Hasan Kivran ein Bluff? "Dann hätte ich jetzt wohl nicht solche Augenringe."
14:50 Uhr: Max Kothny ist sichtlich erleichtert. "Es hat uns nochmal das Bewusstsein geschärft, wie sehr wir von einem Geldgeber abhängig sind. Wir müssen in Zukunft schauen, wie wir andere Sponsoren noch mehr integrieren."
14:48 Uhr:
Los geht's. Erst spricht Max Kothny, dann Coach Alexander Schmidt.
14.29 Uhr:
Kothny wird sich voraussichtlich auch zu den Turbulenzen der letzten Wochen äußern. Präsident Hasan Kivran kündigte kurz vor Weihnachten seinen Rückzug an, der das Projekt Türkgücü wohl beendet hätte. Dann aber doch die Rolle rückwärts. Angeblich hätte ihn die Aussicht auf ein eigenes Sportgelände vom Verbleib überzeugt. Die Stadt dementiert allerdings eine solche Zusage.

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14.20 Uhr:
 Türkgücü hat heute ab 14:45 Uhr zur PK geladen. Neben Trainer Alex Schmidt, der auf die Partie am Freitagabend bei Viktoria Köln vorausschaut, wird auch Geschäftsführer Max Kothny dabei sein.

FOTOS FC Viktoria Köln - Türkgücü München

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