90+1 und 90+3! - SV Kinsau holt 0:2 in der Nachspielzeit auf
Montag 21.10.19 11:05 Uhr|Autor: Weilheimer Tagblatt / Stefan Schnürer130
Alle Tore fielen in der Anfangsviertelstunde zwischen dem SV Hohenfurch (hier Michael Fichtl, re.) und dem TSV Peiting II um Korbinian Kechele, der das zweite Peitinger Tor vorbereitete.   <em>Fuhrmann</em>

90+1 und 90+3! - SV Kinsau holt 0:2 in der Nachspielzeit auf

Kreisklasse 4: kompakt
Eine torreiche Anfangsphase in Hohenfurch, ein fulminanter Schluss in Kinsau. In der Fußball-Kreisklasse war am Wochenende einiges geboten.


SpVgg Schwabbruck - TSV Hohenpeißenberg 0:2

Hohenpeißenbergs Trainer Alex Sanktjohanser war rundherum zufrieden: „Die Mannschaft hat alles, was wir besprochen haben, auch umgesetzt. Und von der kämpferischen Einstellung war das super.“ Und überhaupt sei das eine der besten Leistungen gewesen, seit er Trainer in Hohenpeißenberg ist, so Sanktjohanser weiter. „Ernüchterung“ machte sich hingegen bei den Gastgebern breit. „Wir hatten uns so viel vorgenommen“, sagte Hubert Strobel, Trainer der Spielvereinigung.

In einer Partie, die laut dem TSV-Trainer „hart, aber stets fair“ war, bestimmten zwei kompakte Abwehrreihen das Geschehen. Da waren Chancen hüben wie drüben auch nicht gerade in rauen Mengen zu bestaunen. Pech hatte Hohenpeißenbergs überragender Markus Radlmaier, der nur die Latte traf. Kurz vor der Pause wurde es nach einem Foulspiel der Hausherren kurzzeitig hitzig. Mit einem Treffer aus dem Gewühl heraus brachte Michael Stoßberger kurz nach der Pause sein Team in Führung. Stoßberger war es auch, der mit einem Freistoß für das 2:0 sorgte. Mehr als zwei gefährliche Standards brachten die Gastgebern anschließend nicht mehr zustande.   

SV Hohenfurch - TSV Peiting II 1:2

Eine torreiche Anfangsphase lieferten sich der SV Hohenfurch und der TSV Peiting II. Es war gerade mal eine Minute gespielt, als die Gastgeber bereits hinten lagen. Andreas Heger wollte da den Ball zum eigenen Torwart zurückspielen, traf ihn aber nicht richtig. Daniel Slowiok reagierte schnell, schnappte sich die Kugel und versenkte sie zum 1:0 für Peiting. Doch der TSV reagierte postwendend. Peter Schröfele brachte einen Freistoß von der Mittellinie vors Tor, Gregor Wendland köpfte ihn über die Linie. Ausgleich. Doch auch der Gleichstand hatte nur kurz Bestand. Denn Peitings Korbinian Kechele tankte sich nach vorn und bediente Christoph Eberle, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 2:1. Da waren gerade einmal zwölf Minuten gespielt. Peiting hatte danach einige Chancen, den Vorsprung auszubauen. „Aber unser Abschluss war zu schlecht“, sagt TSV-Trainer Thomas Fischer. Damit blieb es spannend. „Denn nach der Pause ist Hohenfurch besser ins Spiel gekommen.“

Die größte Chance hatten die Gastgeber in der 75. Minute. Florian Radler trat zum Elfmeter an – aber Peitings Torwart Andreas Böhm parierte ihn. „Danach haben wir es noch probiert und gedrückt“, sagt SV-Trainer Michael Kees. Das ermöglichte Peiting mehrere Konterchancen – aber Hohenfurchs Torwart Alexander Grimm war zur Stelle. „Er hat uns am Leben gehalten“, sagt Kees. Gebracht hat’s aber nichts mehr – ein weiterer Treffer blieb Hohenfurch verwehrt.   

SV Kinsau - TSV Utting 2:2 

Was für eine Schlussphase. Mit einem 0:2-Rückstand ist der SV Kinsau in die Nachspielzeit gegen Utting gegangen. Und hat am Ende einen Punkt ergattert.

Danach sah es anfangs nicht aus. Utting war klar spielbestimmend. „Wir haben uns aufs Verteidigen konzentriert“, sagt SV-Trainer Christopher Resch. Das funktionierte ganz gut, die Gäste kamen nur zu wenigen Chancen. Das 1:0 für Utting war dann „etwas unglücklich“, sagt Resch. Niklas Wischnewski spitzelte den Ball über die Linie.

Nach der Pause setzte Kinsau weiter auf eine stabile Abwehr. „Utting hat bis zum Sechzehner gut gespielt“, sagt Resch. Viel näher kamen die Gäste dem Tor selten. Doch dann trudelte ein abgefälschter Ball wieder ins Netz – 2:0 für Utting. Kinsau setzte nun auf lange Bälle. In der Nachspielzeit war vor dem SV-Kasten Chaos im Strafraum. Maximilian Meissner haut ihn zum 1:2 in die Maschen. Kurze Zeit später wird Robin Sowboda im Strafraum gefoult. Michael Kirchbichler behält die Nerven und verwandelt den Elfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich.   



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