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Dienstag 23.05.17 17:07 Uhr|Autor: Augsburger Allgemeine / dz, dw, wz984
So hätten die Brüder Marco und Gerd Gundacker vom FC Pfaffenhofen-Untere Zusam auch gerne gejubelt, doch stattdessen verloren sie beim FC Mertingen mit 0:1 und steigen in die Kreisklasse ab. F.: Karl Aumiller

Frust und Freude wegen eines einzigen Tores

Während der FC PUZ absteigt, feiert der FC Mertingen den Klassenerhalt +++ Neuaufbau in Dillingen +++ Abschiedsstimmung in Unterthürheim
Richtig geknickt war am Tag danch noch der Spielertrainer des FC Pfaffenhofen-Untere Zusam, Alexander Steichele. Ein Punkt in Mertingen oder jede andere Niederlage mit einem Tor Unterschied hätten gereicht, um die Klasse zu halten, doch der Fusionsverein verlor mit 0:1, steigt damit aus der Kreisliga Nord ab. Zwar punktgleich mit Mertingen, der direkte Vergleich auch identisch, doch Mertingen hat das bessere Torverhältnis.

„Schwer zu verdauen“, gibt Steichele zu Protokoll. In Mertingen gelang seiner Truppe wenig, sie hat ängstlich agiert. Insgesamt zieht sich vor allem das Verletzungspech durch die ganze Saison, nie hatte das Trainerduo Steichele/Röller alle Spieler zur Verfügung. „Besonders bitter ist es für mich, dass ich nicht mehr mithelfen konnte“, so Steichele, der am Innenband verletzt ist und deswegen schon die letzten Spiele verpasst hatte.

„Es war ein ungemein großer Jubel“, erzählt derweil Mertingens Fußball-Abteilungsleiter Manfred Seitz. Mit letztem Einsatz habe sich der FCM auf dieses entscheidende Spiel vorbereitet. Moritz Wagner (Nachwuchstrainer beim FC Augsburg) wurde nach seiner hartnäckigen Verletzung wie ein Profi behandelt. Sein Oberschenkel wurde täglich therapiert. Wagner konnte letztlich spielen und sei eine wichtige Stütze gewesen. Alles, aber wirklich alles habe man in Bewegung gesetzt. Seitz gelang es sogar Sebastian Schroll zu aktivieren, der im Moment ein Auslandsstudium in Mailand absolviert. Er überredete Schroll zu diesem wichtigsten Spiel der Saison anzureisen. So bestieg Schroll am Samstagvormittag ein Flugzeug nach München, um von dort direkt zum Sportplatz in Mertingen gebracht zu werden. Und weil der Fußball Geschichten schreibt, die man nicht für möglich hält, war es dann ausgerechnet Sebastian Schroll, dem der Siegtreffer gelang. Die Feier soll feuchtfröhlich gewesen sein …

„Heilfroh, dass diese Farce von einer Saison nun endlich vorbei ist“, war Vorsitzender Christoph Nowak von der SSV Dillingen nach dem abschließenden 0:9-Heimdebakel im Derby gegen die SSV Höchstädt. Einige offenbar recht kurzfristige und dubiose Absagen von potenziellen Stammkräften sorgten dafür, dass die Kreisstädter zwar ein Team, das sein Bestes gab, aber einfach nicht konkurrenzfähig war, auf den Platz schicken mussten. Mit Torhüter Markus Padberg vom BC Schretzheim, Bastian Griechbaum (SV Genderkingen) sowie Rückkehrer Alexander Kinder (vom Meister SV Donaumünster-Erlingshofen) stehen bereits drei Zugänge für den Neuaufbau in der Kreisklasse fest, weitere sollen in den nächsten Tagen und Wochen folgen.

Gefeiert wurde derweil in Unterthürheim. Erstens natürlich der Klassenerhalt, der schon seit zwei Spieltagen fix war. Zweitens das deutliche 6:0 gegen die SG Alerheim. Da kam der Saisonabschluss am Abend gerade recht, um auch die scheidenden Spieler zu verabschieden. Und die konnten sich noch beide in die Torschützenliste eintragen. Fabian Knötzinger, der Trainer beim TSV Wertingen II wird, besorgte sogar einen Hattrick. Und er zeigte seine unnachahmliche Technik, traf per Fallrückzieher. „Wie schon am Donnerstag im Training“, verrät Abteilungsleiter Stefan Mayershofer. Und auch Spielertrainer Moritz Hempel, der wieder als Spieler nach Wertingen zurückkehrt, traf noch einmal. Ihm war der letzte Treffer der Saison vorbehalten, er trat zum Elfmeter an. Für ihn waren die zwei Jahre in Unterthürheim wirklich „super“, er werde dem Verein auch weiterhin „die Daumen drücken“. Abteilungsleiter Mayershofer war natürlich auch zufrieden mit der Saison. „Uns hat man gesagt, wir würden gleich wieder absteigen. Jetzt gehen wir wieder in unsere dritte Kreisliga-Saison“, freut er sich.

 
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