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Sonntag 05.11.17 21:49 Uhr|Autor: S. Hecken
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TSV Turnerbund erhält Fair-Play Auszeichnung

„Getunnelt“ zu werden, ist im Fußball eigentlich keine Situation, über die man gerne spricht, auch das in der Kreisklasse schon einmal vorkommen kann. Als die 1. Herrenmannschaft des TSV Turnerbund München ihr Gastspiel beim FC Schwabing hatte, kam es allerdings zu einem „kollektiven Tunnel“, der nun vom DFB honoriert wurde.

In der 34. Minute blieb ein Akteur von Schwabing in der gegnerischen Hälfte, offenbar verletzt liegen. Der Turnerbund war im Ballbesitz und spielte weiter, bis man realisierte, dass ein Gegenspieler behandelt werden sollte. Von beiden Teams kamen nun die üblichen Rufe "Ball ins Aus". Jedoch hat der TBM-Akteur Finn Friedrich, wohl aus Frust über die gute Kontergelegenheit, etwas mit dem „Ball ins Aus“ übertrieben, denn er „nagelte“ von der Außenlinie aus ca. 35 Meter Torentfernung den Ball über den Schwabinger Keeper ins hintere Kreuzeck.  Wären Videokameras in der Nähe gewesen, wäre er ein heißer Kandidat für den „Bayerntreffer des Monats“ geworden. So kam es allerdings, zu verständlich, wütenden Protesten der Schwabinger, da die Abwehrspieler bereits davon ausgingen, dass der Ball ins Seitenaus geschoben wurde, um den verletzten Spieler behandeln zu können. Erschwerend kam hinzu, dass dieser Treffer den 1:1 Ausgleich bedeutete.

 Der Turnerbund München löste das Problem auf seine eigene Art und zeigte den Schwabingern was ein „Giesinger Tunnel“ ist.  Vom Anstoß weg, deuteten alle Spieler dem Schwabinger Patrick Müller-Hauke an, dass er ohne Verteidigungsarbeit passieren kann, auf das TBM-Tor zulaufen soll und wieder die Führung erzielen. Was dieser auch tat und das Spiel wurde dann, mit der 2-1 Führung, für Schwabing "normal" fortgesetzt.

 Vor dem Heimspiel gegen den FC Bosna i. Hercegowina wurden die Spieler des TSV Turnerbund München nun in ihrer Giesinger Heimat in der Agilolfinger Straße im Rahmen der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ ausgezeichnet. Münchens Kreisvorsitzender Bernhard Slawinski war noch immer von dieser Aktion fasziniert und gratulierte jedem einzelnen Spieler für diese beispielhafte Aktion. „Ich bin absolut begeistert, wie sich der „Fairplay-Gedanke“ im Münchner Amateurfußball festsetzt. Wir sollten uns nicht von unrühmlichen Aktionen davon ablenken lassen, dass sich speziell im Münchner Amateurfußball in den letzten Jahren sehr viel Positives getan hat. Das lässt sich auch an den vielen Fairplay-Auszeichnungen erkennen, die regelmäßig für Spieler, Betreuer und Mannschaften im Kreis München vergeben werden. Die Aktion des TSV Turnerbund ist ein weiteres Beispiel dafür, welche beispielhaften Werte durch unseren Sport vermittelt werden!“ 

 
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