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Montag 11.09.17 08:34 Uhr|Autor: Michael Grözinger - Münchner Merkur531
Pech im Abschluss: Nicolas Höhne (r.) traf kurz vor Schluss aus 16 Metern nur den Pfosten. A-Foto: Dagmar Rutt

Sechs Elfer gegen Taurino-Elf: Neuried fehlt die Cleverness

"In meinem zweiten Jahr war das auch so"
Mit einem Punkt ist der TSV Neuried vom Gastspiel beim SB DJK Rosenheim zurückgekehrt. Wieder ließ die TSV-Defensive beim 1:1 recht wenig zu – und wieder kassierte sie einen Elfmeter.

Davide Taurino wusste nicht so recht, wie er das Gegentor in Rosenheim beurteilen sollte. Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison war es durch einen Elfmeter gefallen. Einerseits war der Trainer des TSV Neuried nach dem 1:1 beim SB DJK Rosenheim stolz, dass seine Elf erneut keinen Treffer aus dem Spiel heraus hatte hinnehmen müssen. „In zehn Partien haben wir nur neun Gegentore aus dem Spiel heraus kassiert. Das ist mehr als überragend“, sagte Taurino. Andererseits sah er es auch als Kritikpunkt: Sechs Strafstöße in zehn Spielen seien zu viele, wenngleich er den einen oder anderen als ungerechtfertigt ansah. „Es erinnert mich an mein zweites Jahr in Neuried, da haben wir auch so viele kassiert“, so Taurino, der fehlende Cleverness monierte.

Über den von Maximilian Reid ungestüm verursachten Foulelfmeter (61.) hinaus ließ die Neurieder Defensive gegen Rosenheim wenig zu. Im ersten Durchgang wurde es für Torwart Filip Sukan nur einmal nach einem Eckstoß gefährlich. Kurz nach der Pause musste der Schlussmann dann zweimal eingreifen – und reagierte jeweils glänzend. Doch auch der TSV kam vor der Pause noch nicht so richtig auf Touren. „Wir haben den Ball sehr gut in den eigenen Reihen gehalten, ohne Torchancen zu kreieren“, sagte Taurino. Einmal klappte es dann doch: Kapitän Nicolas Höhne spielte auf rechts einen Doppelpass mit Clemens Link und legte den Ball quer durch den Fünfmeterraum. Maximilian Krüger musste ihn nur noch über die Linie drücken (31.).

Nachdem der TSV die Rosenheimer Anfangsoffensive der zweiten Halbzeit überstanden hatte, eröffneten sich ihm auch selbst weitere Gelegenheiten. Höhne wurde ein Tor wegen Abseits aberkannt, Krügers Schuss lenkte SB-Torwart Nico Merz an den Außenpfosten, Josip Kusan, Kevin Negret und Link scheiterten aus der Distanz. Die beste Chance hatte fünf Minuten vor dem Ende erneut Höhne, der nach Vorlage Krügers aus 16 Metern den Pfosten traf. „Den haben wir alle schon drin gesehen“, meinte Taurino nach Abpfiff. Der Trainer ärgerte sich zumindest ein wenig, dass gegen den Tabellennachbarn lediglich ein Punkt heraussprang. „In einem qualitativ schwachen Spiel haben wir 70 Prozent der Zeit das Spiel gemacht“, befand der Übungsleiter. Den Gastgebern bescheinigte er dennoch eine gute Defensivleistung.

Dass die Neurieder auch gegen Rosenheim wieder viel Druck ausübten (Taurino: „Das versuchen wir natürlich in jedem Spiel“), zeigte eine Szene symptomatisch: SB-Coach Klaus Seidel wies seine Mannschaft lautstark an, defensiv tiefer zu stehen. Die schlichte Antwort, die aus der Rosenheimer Abwehrreihe zurückschallte, lautete: „Noch tiefer geht nicht.“

 
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