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Montag 17.07.17 08:03 Uhr|Autor: Tobias Huber - Münchner Merkur403
Kein Respekt vor dem arrivierten Landesligisten: Aufsteiger TSV Neuried (hier Kevin Negret, Mitte) spielte durchaus mutig nach vorne und befand sich auf Augenhöhe mit dem letztjährigen Tabellensiebten, TSV Kastl. Zu einem Punktgewinn reichte es am Ende dennoch nicht. Foto: Dagmar Rutt

Neuried: Landesliga-Premiere ohne Happy End

Gühl hängt die Schuhe an den Nagel
Viel hat nicht gefehlt. Doch noch müssen die Fußballer des TSV Neuried auf ihren ersten Punkt und ihr erstes Tor in der Landesliga warten. Am Samstag verlor der Aufsteiger seine Premiere unglücklich mit 0:2 zu Hause gegen den TSV Kastl.

Nichts wie raus aus den Fußballschuhen. Noch minutenlang lagen die Treter von Marco Gühl nach dem Abpfiff am Samstag mitten auf dem Rasen des Stadions des TSV Neuried. „Das war mein letztes Spiel, meine Knie machen das einfach nicht mehr mit. Jetzt habe ich von der C-Klasse bis zur Landesliga in jeder Liga gespielt“, sagte der 26-Jährige nach der 0:2-Niederlage gegen den TSV Kastl. Eigentlich wollte Gühl nach dem Aufstieg mit der zweiten Mannschaft des TSV Neuried vor einigen Wochen nur noch als Trainer der Reserve fungieren. „Doch dann haben sie mich gebeten, in der Ersten auszuhelfen. Und ich habe mir gedacht: Warum nicht?“, so Gühl.

Tatsächlich schaffte er es, die personellen Probleme des TSV Neuried im Mittelfeld etwas aufzufangen. „Bis auf einen Fehlpass in der ersten Halbzeit habe ich nur Gutes von ihm gesehen“, lobte Neurieds neuer Co-Trainer Robert Frank, der die Mannschaft am Samstag anstelle des urlaubenden Davide Taurino betreut hatte. Mit Maximilian Demmer und Valentin de la Motte musste der Debütant ausgerechnet bei seiner Landesliga-Premiere zu Hause gegen den TSV Kastl aus Verletzungsgründen auf seine komplette Schaltzentrale im Mittelfeld verzichten. „Das muss man erst mal kompensieren“, sagte Arndt Colberg, der sportliche Leiter des TSV.

Über weite Strecken gelang dies Gühl und seinen Mitstreitern gut, am Ende hieß es dennoch 0:2 aus Neurieder Sicht. „Wir haben etwas nervös begonnen, aber danach habe ich keinen Unterschied mehr zwischen beiden Teams gesehen. Die Chancenauswertung hat das Spiel entschieden“, resümierte Jonas Einloft, der einer der auffälligsten Neurieder gewesen war. Bis auf ein paar Schlampigkeiten im Passspiel, die von den Gästen aber nicht ausgenutzt wurden, präsentierte sich Neuried am Samstag auf Augenhöhe mit dem letztjährigen Tabellensiebten aus der Nähe von Burghausen. „Das macht Mut für die nächsten Aufgaben“, sagte Colberg.

Dass es am Ende nicht wenigstens einen Punkt gab, lag auch an Schiedsrichter Maximilian Riedel, der das Handspiel eines Kastler Akteurs im Strafraum als unabsichtlich wertete. „Für unsere Spieler sah es so aus, als wäre er aktiv zum Ball gegangen“, meinte Frank. Wenige Minuten später wurde es noch bitterer für die Hausherren, als sie eine Ecke nur unzureichend klärten. Der Ball kam wieder in den Strafraum und landete vor den Füßen von Alois Straßer, der abzog. Nicolas Höhne fälschte das Spielgerät für seinen wie schon in der Relegation stark haltenden Keeper Valentin Grabmaier unhaltbar zum 0:1 ab (69.).

Der Neuling antwortete mit wütenden Gegenangriffen, doch der Ball wollte an diesem Nachmittag einfach nicht ins Netz. Kastl-Torwart Anton Schreiner parierte den Versuch von Florian Kröss, auch Nicolas Höhne konnte den kurz nach der Pause eingewechselten Torhüter mit einem Freistoß nicht bezwingen. Als Sebastian Hessenberger dann auch noch vor dem besser postierten Maximilian Reid freistehend über das Tor köpfte, war die erste Niederlage nicht mehr zu verhindern. In der Nachspielzeit schlossen die Gäste einen Konter zum 0:2 ab. „Wir waren ganz nah dran, mindestens einen Punkt zu holen“, sagte Gühl bedauernd. Den Spaß ließ sich der Landesliga-Neuling aber trotz Niederlage nicht nehmen. So sah man etwa Gühl nach dem Match reichlich mit seinen Freunden und Kollegen scherzen.

TSV Neuried – TSV Kastl 0:2 (0:0)

TSV Neuried: Grabmaier; Kiefl (85. Colberg), Sirovec, Reid, S. Hessenberger, Gühl, Kaltenecker (54. Link), Höhne, Negret (77. Krüger), Kröss, Einloft
Tore: 0:1 Straßer (69.), 0:2 Grothe (90.+3)

 
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