
Für den TSV Höchst steht am Sonntag (5.) in der Gruppenliga Darmstadt um 14.30 Uhr das Spitzenspiel gegen Tabellenführer SG Unter-Abtsteinach auf dem Plan. Der VfL Michelstadt reist zum SV Nauheim, die SG Sandbach gastiert um 15 Uhr beim SV Unter-Flockenbach.
TSV Höchst - SG Unter-Abtsteinach (Sonntag, 14.30 Uhr)
Wenn am Sonntag der TSV Höchst als Tabellenzweiter den Spitzenreiter SG Unter-Abtsteinach erwartet, kommt es in der Gruppenliga zum absoluten Spitzenspiel. Warmgeschossen haben sich beide Teams schon mal: die SG mit einem 3:0 gegen Konkurrent Unter-Flockenbach, der TSV mit einem 5:2 gegen Büttelborn. Ein Ergebnis, das müheloser klingt, als es letztlich war. „Wir haben nicht gut begonnen, waren nicht präzise und schläfrig“, erinnert sich Trainer Volker Sedlacek. „Aber wir haben wieder zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“ Das kommende Duell gegen den Spitzenreiter sieht der Trainer aber eher als Duell „David gegen Goliath“ und sein Team als klaren Außenseiter. „Wir sind dankbar, dass wir ein Teil dieses Spitzenspiels sein dürfen, aber die Möglichkeiten, auch die finanzieller Natur, sind natürlich bei Unter-Abtsteinach ganz andere. Jeder Trainer, mit dem ich gesprochen habe, bezeichnet sie als bärenstarke Mannschaft, die schon jetzt eine Klasse höher spielen könnte.“
Auch als „Außenseiter“ hat Sedlacek natürlich einen Plan. „Ich hoffe, dass ein paar Zuschauer da sein werden, denn wir werden 100 Prozent reinlegen und spielerisch sicher eine gute Partie von Beiden sehen“, sagt der Trainer. Personell gibt es derzeit noch ein paar Fragezeichen bei den Höchstern: Daniel Manschitz (muskuläre Probleme) wurde in Büttelborn geschont, Benjamin Kredel spielte krankheitsbedingt nicht von Anfang an, und Christoph Eisenhauer quälte sich 75 Minuten mit Fußproblemen durch die Partie.
SV 07 Nauheim - VfL Michelstadt (Sonntag, 14.30 Uhr)
Nach der 0:5-Derbypleite gegen Höchst hat sich der VfL Michelstadt einmal kurz geschüttelt und in der nächsten Begegnung mit einer guten Leistung Biebesheim mit 3:1 besiegt. Mit dem SV Nauheim wartet am Sonntag nun in der hinteren Tabellenregion erneut ein direkter Konkurrent, der in der Tabelle nur zwei Punkte besser platziert ist. Was die Michelstädter in dieser Saison allerdings nicht können, sind Auswärtsspiele: Erst ein Sieg aus sechs Partien steht dort zu Buche.
SV Unter-Flockenbach - SG Sandbach (Sonntag, 15 Uhr)
So wirklich zugetraut hatten der SG Sandbach einen Punktgewinn gegen Rot-Weiß Walldorf wohl nur die wenigsten. Am Ende hielt der Tabellenzwölfte aber die Null, spielte munter mit und sicherte sich einen verdienten Punkt. Das bestätigt auch Trainer Thomas Hallstein: „Das war eine gute Vorstellung, eine geschlossene Mannschaftsleistung. Einer hat für den anderen gekämpft.“ Dass man nach vielen enttäuschenden Wochen nun aus zwei Spielen vier Punkte geholt und einem der Meisterschaftsfavoriten ein Bein gestellt hat, sieht Hallstein auch als eine Art Lohn für die harte Arbeit. „Wir haben den Schwung aus dem Dieburg-Spiel mitgenommen. In den letzten Wochen hatten wir viele enge Spiele, die anders hätten ausgehen können. Aber wir wussten, dass es auch wieder besser läuft, wenn der Knoten erst einmal geplatzt ist“, erklärt Hallstein.
Mit dem SV Unter-Flockenbach erwartet der Trainer nun „die nächste Spitzenmannschaft“, die für Hallstein ganz klar zu den Aufstiegsfavoriten gehört: „Unter-Flockenbach ist kein typischer Aufsteiger. Sie haben jahrelang Gruppenliga gespielt, da war der Abstieg 2016 nur ein Betriebsunfall, der direkt wieder korrigiert wurde. Sie stehen absolut zu Recht da oben.“