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„Sportlich kann man mir nichts vorwerfen“

Mit 17 Punkten beendete der Neuling von der SG Gera-Westvororte/JFC Gera die Hinrunde der Thüringenliga auf einem Nichtabstiegsplatz.

von André Hofmann · 09.12.2019, 20:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Beate Pauli

Sportlich zwar im Soll, trennte sich der Verein dennoch von Trainer Mike Baumann. Wir haben mit dem 46-Jährigen über den Abschied aus Gera-Scheubengrobsdorf gesprochen.

„Für mich kam die Trennung auch überraschend. Der Präsident hat mich angerufen und die Entscheidung mitgeteilt. Es war eine mehrheitliche Entscheidung des Vorstandes“, so Mike Baumann, der erst im Sommer die schwere Aufgabe beim Neuling übernommen hatte. Damals hatte Aufstiegstrainer Marcus Dörfer recht plötzlich der SG den Rücken gekehrt. „Ich habe im Sommer meine Zusage als Freundschaftsgefallen für den Präsidenten Dr. Michael Pannach gegeben.“, erinnert sich Mike Baumann.

>> zum FuPa-Profil von Mike Baumann

Schon einmal war Baumann in der Saison 2014/15 Trainer bei Westvororte – damals allerdings in der Kreisoberliga. Nun stellte er sich der Mammutaufgabe Thüringenliga mit dem kleinen Verein vom Rande Geras. Und nach holprigem Start mit vier Niederlagen in Serie konnte er sportlich den Kurs Klassenerhalt mit fünf Siegen und zwei Remis einschlagen. Doch nun darf er die Aufgabe nicht zu Ende führen.
„Ich denke sportlich kann man mir keinen Vorwurf machen. Wir haben aus den Voraussetzungen sehr viel in der Hinrunde rausgeholt. Ich hatte einen kleinen, sehr jungen Kader zur Verfügung. Wenn man bedenkt, dass ich nur aus einem Pool von 15 oder 16 Spieler zurückgreifen konnte, war es eine gute Hinrunde. Ich hätte gerne über die komplette Saison gezeigt, dass man mit so einem Kader in der Liga bestehen kann. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich sehr ambitioniert bin. Ich möchte immer den größtmöglichen Erfolg.“, blickt Mike Baumann auf die erste Thüringenliga-Halbserie der Vereinsgeschichte der SG Gera-Westvororte/JFC Gera.

Trotz der überraschenden Trennung sieht er aber keinen Grund nachzutreten: „Ich habe von einigen Spielern gute Reaktionen erhalten. Ich wünsche der Mannschaft alles Gute für den Rest der Saison und werde natürlich die Entwicklung nun mit etwas Abstand weiterverfolgen.“