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Freitag 23.06.17 10:00 Uhr|Autor: SHZ / um504
Mit Fingerspitzengefühl drehte Friedrichsbergs Trainer Erik von Lanken im Herbst an defensiven Stellschrauben und beflügelte mit der dadurch eingeimpften Stabilität nebenbei auch den Torhunger seines Teams. Foto: Sieg*

Kaum zu toppende Saison des TSV Friedrichsberg

Auf heimischen Platz ungeschlagen

Die Saison 2016/17 war für den TSV Friedrichsberg in vielerlei Hinsicht eine Spielzeit der Superlative und endete für die „Blauen“ mit der verdienten Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Schleswig-Holstein. Trainer Erik von Lanken und seine Mannen lagen am Ende mit 84 Punkten und 119:30 Toren vier Zähler vor dem eigentlichen Topfavoriten Husumer SV. 



In der gesamten Spielzeit gab es mit dem 1:3 beim Stadtrivalen Schleswig 06 und einem 0:5 bei der Husumer SV nur zwei Niederlagen und diese passierten beide in der Hinrunde. Auf der eigenen Sportanlage „Am Öhr“ ließ der TSV keinen Gästesieg zu. Lediglich der TSV Nord Harrislee (2:2), Schleswig 06 (2:2) und die Husumer SV (0:0) kamen hier zu einer Punkteteilung.

Obwohl der TSV-Coach nach dem 0:5 am 15. Oktober in Husum beteuerte, der Sieg des Gegners sei zwar verdient, aber doch um einige Treffer zu hoch ausgefallen, wurmten ihn die fünf Gegentore: „Wir beschlossen, dass wir künftig hinten kompakter stehen müssen, um solche deutlichen Niederlagen zu vermeiden.“

Das klappte auch sehr gut und hatte einen Nebeneffekt, der eigentlich in dieser Form nicht unbedingt geplant war: Der TSV blieb drei Mal ohne Gegentreffer und wurde durch die Resultate gegen Langenhorn-Enge (7:0), beim FC Wiesharde (6:0) und dann daheim gar mit einem 9:0 gegen den TV Grundhof nebenbei zu einer „Torfabrik“. Mit diesen Kantersiegen erarbeiteten sich die „Blauen“ quasi einen Zusatzpunkt durch die Treffer-Differenz, die am Ende ein Plus von 28 gegenüber Vizemeister Husum betrug.

Fast die Hälfte aller Friedrichsberger Tore ging auf das Konto von Tim Schubert (29) und Cedric Nielsen (27). Die hohe Trefferquote von Tim Schubert verblüffte selbst Team-Manager Sven Scherner: „Normalerweise trifft Tim in der gesamten Saison zwölf bis fünfzehn Mal und tritt eher als Vorbereiter in Erscheinung. Nun hat er wohl selbst auch seine Vollstrecker-Qualität entdeckt.“

Erstmals übernahm der TSV nach dem vierten Spieltag die Tabellenführung. Dieses Glücksgefühl hielt jedoch nur eine Woche lang an. Am 16. Spieltag war man dann wieder ganz oben und bis zum Schluss wurde die Spitzenposition nicht mehr abgegeben.

Auf die Frage, wann man erstmals ernsthaft an den Titelgewinn geglaubt hat, meinte Erik von Lanken: „Wir wussten ja, was wir können und haben im internen Kreis schon darüber gesprochen, dass wir möglicherweise sogar den ganz großen Wurf schaffen können. Davon ist aber kein Wort nach außen gedrungen. Unser Fokus lag immer auf dem nächsten Spiel. So haben uns auch die beiden Niederlagen bei 06 und in Husum nicht aus dem Konzept gebracht. Um Meister zu werden, benötigt man auch eine Portion Glück. Vielleicht haben uns die anderen Spitzenteams zunächst nicht richtig ernst genommen und gedacht, irgendwann haben die Friedrichsberger eine Durststrecke und fallen zurück. Die trat nicht ein und unser Glück war es dann, dass die Husumer SV beide Partien gegen die SG Geest 05 verlor und wir so den Vorsprung gegenüber unserem Konkurrenten ausbauen konnten.“


Seine Kaltschnäuzigkeit war ein großer Faktor für die Meisterschaft: Der Friedrichsberger Tim Schubert (links) traf ganze 29 Mal zwischen die gegnerischen Pfosten. Sieg*

Auch bei Schleswig 06 waren es die nicht eingeplanten Niederlagen gegen die sogenannten leichteren Gegner, die den Stadtrivalen in der Endphase aus dem Meisterschafts-Rennen warfen. In dieser Hinsicht zeigte sich der TSV sehr konstant und ließ nur selten etwas liegen. Daher fiel es letztendlich auch nicht ins Gewicht, dass man gegen die Teams aus dem Spitzen-Quartett nur sechs von möglichen 18 Punkten holte. „Natürlich hätten wir auch wenigstens ein Derby gegen 06 oder das Topspiel daheim gegen Husum gewonnen. Doch auf solchen Highlights lag nicht auf Hauptaugenmerk. Wir wollten konstant bleiben und haben das bis zum letzten Spieltag praktiziert“, nennt Erik von Lanken einen Hauptgaranten für das Erfolgsrezept seiner Mannschaft.

Bevor in etwa zwei Wochen die Vorbereitung auf die neue Aufgabe in der Oberliga Schleswig-Holstein beginnt, geht es für Mannschaft und Trainer-Stab noch für ein paar Tage nach Mallorca. Der Coach gibt die Zielrichtung für das nächste halbe Jahr vor: „Auf ,Malle’ geht natürlich noch einmal richtig die Post ab. Das haben wir uns alle auch wirklich verdient. Doch dann ist bis Weihnachten Alkohol-Verbot und es gibt nur noch Buttermilch. Wir werden alles dafür tun, damit die Oberliga nicht nur ein einjähriges Abenteuer wird . In der letzten Saison hat Frisia Risum-Lindholm bewiesen, dass das durchaus möglich ist.“
 
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