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Montag 11.09.17 18:43 Uhr|Autor: Niclas Meier
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Zittern bis zum Ende – Späte Punkteteilung gegen Mu/Ku

Immenbeck sichert sich ein hart erkämpftes Remis gegen Mulsum/Kutenholz - Ein Bericht von Immenbecks Niclas Meier
IMMENBECK. Sonnig und trocken präsentierte die Brune Naht sich am vergangenen Spieltag ihren Besuchern. Bereits vor dem Anpfiff in der Bezirksliga gelang der 2. Herren des TSV ein Husarenritt und die Spitzenreiter von Mu/Ku II wurden mit 5:1 (3:0) besiegt. Um 15:00 kreuzten dann die 1. Mannschaften der Eintracht und des FC Mulsum/Kutenholz die Schienbeine.

In der Vergangenheit gab es oft Duelle auf Augenhöhe, wenngleich die Bilanz zuletzt für die Gäste spricht. Sowohl in der Aufstiegssaion, als auch vergangene Rückrunde konnte die Mannschaft von Robert Kneller als Sieger vom Feld gehen. Für Immenbeck steht nun nach dem ersten Saisonsieg in Apensen ein Heimsieg auf dem Speiseplan. Entsprechend offensiv hat Coach Wiede seine Truppe eingestellt und die zeigt in den ersten Minuten attraktive Ansätze. Den ersten sauberen Spielzug veredelt Immenbecks Spielmacher Raschke gekonnt per Kopf. Nach pfannenfertiger Vorlage von Rechtsverteidiger Schöngraf stößt Raschke zu und es schlägt neben dem machtlosen Witt im Kasten ein (12.).

Die nächsten Minuten gehören ebenfalls der Eintracht, wenngleich die Gäste das Spielgerät öfter und länger in den eigenen Reihen halten. Zunächst scheitert Ahmad nach Zuckerpass aus der eigenen Hälfte per Kopf am heranfliegenden Witt (17.). Das soll es mit den Attraktionen von Immenbecker Seite erstmal gewesen sein, denn fortan übernehmen die in schwarz gekleideten Kutenholzer das Zepter. Funkturm Martens macht vorne die Bälle so fest, wie die Bierbäuche unserer Edelfans auf der Stehtribüne. In Minute 22 kann er nur unfair getrennt werden. Den fälligen Freistoß schiebt Strippenzieher Gerkens ins Torwarteck. Bente taucht ab und klärt zur Seite, wo Routinier Schult aber bereits lungert. Unbedrängt trifft Mu/Kus gefährlichster Akteur der laufenden Saison nur den Außenpfosten (22.).

Im direkten Gegenzug schaltet Abwehrchef Schmidt sich offensiv mit ein und fehlt plötzlich im Deckungszentrum. Martens startet in die Gasse und umkurvt Bente. Der flach rollende Ball hebt schon die Ärmchen zum Jubel, doch Schulz rauscht heran und klärt in höchster Not zur Ecke. Über weite Strecken der ersten Hälfte lässt der FC den Ball sicher laufen, beißt sich aber an der mit vier nominellen Innenverteidigern bestückten Abwehrreihe die Zähne aus. Zumeist werden Flankenbälle aus dem Halbfeld ohne genaue Destination serviert. Für einen Hauch von Entlastung sorgt wenig später Kock, der sich bereits früh eine berechtige gelbe Karte einfängt. Er entwischt den ansonsten gut stehenden Steffens und Richter im Abwehrzentrum und schließt etwas überhastet mit einer Sprungkick-Hebefigur-Kombi ab, die Witt am Fünfer in seine imaginäre Mütze winkt (35.). Die erste Hälfte gleicht großteils einem älteren Brotlaib, wartet aber vereinzelt mit schmackhaften Leckerbissen auf. Unterm Strich ist die Immenbecker Führung etwas glücklich.

 

Philipp Raschke (links) brachte die Eintracht per Kopfball früh in Führung. Foto: N. Meier

Halbzeit zwei beginnt ähnlich trocken. Mu/Ku ist feldüberlegen, aber ohne wirkliches Mittel in der Offensive. Schult wirbelt schneller als Günter Altmanns Grillzange, aber auch nach drei umkurvten Gegnern fehlt der entscheidende Pass. Die Eintracht baut offensiv insgesamt ab, bleibt aber durch gute Kontersituationen gefährlich. Es sieht lange nach einem schmutzigen Sieg aus. Für Mu/Ku verzeichnet der junge Adriano Meyer mit einem zu unplatzierten Abschluss bis dahin die beste Gelegenheit (50.). Für Immenbeck kann der heute offensiver eingestellte Müsing den Ball aus halbrechter Position nicht mehr auf den Kasten bringen (54.)

Die Gäste tauschen offensiv und bringen den jungen Niklas Gerken für Abwehrmann Schliecker. Die Eintracht ersetzt den gelb-rot gefährdeten Kock durch Ray Böttcher. In Spielminute 80 muss die Eintracht den Siegtreffer nach schöner Aktion machen, aber Witt ist erst gegen Marbes zur Stelle und springt dann waghalsig in Poppes Dampfhammer, der weit aus dem Strafraum springt. Plötzlich geht es blitzschnell und Schult wird über rechts freigespielt. Nach flinkem Schlenker setzt er den Ball platziert ins linke Toreck (81.). Der FC ist wahrlich nie abzuschreiben, was aber auch zu keinem Zeitpunkt zur Debatte stand. Gefühlt war die Eintracht von der Qualität der Chancen zum Ende hin dem Erfolg näher, aber es kommt doch anders. Immenbeck ist der Punch nach dem Ausgleich anzumerken, aber dennoch gelingt dem FC, der hier eine starke und energische Schlussphase bietet, keine Großchance mehr.

Eine flache Hereingabe vom aufgerückten Richter will Marvin Schmidt klären, wischt den Ball aber unglücklich ins lange Eck des eigenen Tores. Böser Tiefschlag zum Ende (90.). Es herrscht kurze Perplexität auf den Rängen und dem Feld: hat die Eintracht sich das hier wirklich noch selbst verbaut? Am Ende fliegen die Bälle nur noch hoch in den Strafraum der Gäste. Kevin Schulz geht als Leithammel ins Zentrum. Ein letzter Service von Schmidt aus der eigenen Hälfte. Schulz geht hoch, kommt aber nicht an den Ball. Hinter ihm prallen Keeper Witt und Abwehrmann Steffens zusammen und die Murmel aalt sich durch. Am Fünfer nimmt Böttcher den freien Ball auf und behält vor dem verwaisten Tor die Nerven – 2:2 (93.). Hinterher wird nur noch für die Galerie angepfiffen, dann ist Feierabend auf der Brune Naht.

Fazit: Man kann sicherlich wie in so vielen Spielen hin- und herargumentieren. Am Ende hilft der eine Punkt beiden Mannschaften nicht wirklich, aber er ist wahrlich auch kein Drama. Unter Rückbetrachtung der Verhältnisse auf dem Platz über 90 Minuten ist er vor allem eins: gerecht. Die Eintracht steht mit nun fünf Punkten auf dem 11. Platz. Mulsum/Kutenholz mit acht Zählern auf selbigem Platz. Unrühmlicher Spitzenreiter ist die Eintracht in Sachen Karten: Nach fünf gespielten Partien wurde gegen den TSV bereits 14 gelbe Pappkärtchen gezückt und zwei Platzverweise ausgesprochen. Die Mannschaft muss aufpassen, dass man sich bei allem Einsatz nicht irgendwann selbst schwächt. Kommende Woche geht es für das Immenbecker Team auswärts gegen den TV Langen (15:00 Uhr). Wer im Bus mitfahren will, ist zur Abfahrt um 12:00 Uhr in Immenbeck herzlich willkommen. Der FC Mulsum/Kutenholz bekommt es zuhause mit dem Spitzenreiter vom ASC Cranz-Estebrügge zu tun. Heißen muss das aber nichts, denn im Pokal behielt Rot-Schwarz-Rot die Oberhand. Erfreuliche News gibt es zum Abschluss noch aus unserer U23. Das junge Team ist mittlerweile in der 2. Kreisklasse angekommen und ließ der 3. Garde der SV A/O beim 5:1 keine Chance – sauber! Ein herzliches Dankeschön auch an unseren syrischen Wirbelwind Nijerwan Ahmad, der das Team nach Abpfiff mit kulinarischen Köstlichkeiten aus seiner Heimat verwöhnt sowie natürlich an alle Zuschauer. Für die Eintracht!



GALERIE TSV Eintracht Immenbeck - FC Mulsum/Kutenholz

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, M. Marbes, K. Schulz, M. Schmidt, K. Schöngraf, M. Poppe, N. Ahmad, J. Schmidt, E. Müsing (ab der 86. Minute T. Leffler), P. Raschke, J. Kock (ab der 76. Minute R. Böttcher)

Torschützen (Vorlage): 1:0 P. Raschke (12., Schöngraf), 1:1 D. Schult (81., Martens), 1:2 ET M. Schmidt (91., Richter), 2:2 R. Böttcher (93., Schmidt)

 
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