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Montag 11.09.17 08:15 Uhr|Autor: Dirk Meier 5.969
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Simon Meindl (li.) ist beim SV Neukirchen beim Heiligen Blut in Ungnade gefallen F: Meier

Neukirchen: Simon Meindl muss gehen

»Das wäre Verrat an unserer Mannschaft gewesen« - Landesligist trennt sich von seinem ehemaligen Spielercoach, der als Co-Trainer beim Ligakonkurrenten Bogen angeheuert hat
Der Mitte-Landesligist SV Neukirchen beim Heiligen Blut hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Offensivspieler Simon Meindl getrennt. Der in Bad Kötzting lebende Polizist, der seit Monaten mit einer schweren Knieverletzung zu kämpfen hat und daher erst zu einem Kurzeinsatz in dieser Saison gekommen ist, war vergangenen Freitagabend mit dem Wunsch an die Verantwortlichen herangetreten beim Liga-Konkurrenten TSV Bogen den Posten des Co-Trainers übernehmen zu dürfen. Das hatte die Vereinsführung aber nicht toleriert und dem 25-Jährigen deutlich erklärt, dass der Verein damit nicht einverstanden ist.

Am Samstag nun beim Heimspiel des TSV Bogen gegen den SV Raigering saß Meindl schon auf der Bank der Rautenstädter, ohne das Wissen des Sportlichen Leiters Hans Sturm und des Trainers Franz Koller vom SV Neukirchen beim Heiligen Blut. “Sportlich ist der Weggang von Simon Meindl zwar ein Verlust, denn wir haben große Stücke auf ihn gehalten. Allerdings ist er seit Wochen nicht fit und hat in den letzten beiden Jahren nur selten gespielt", so Neukirchens Trainer Franz Koller. Meindl, der 2015 einen Kreuzbandriss erlitten hatte und der wohl nochmals am lädierten Knie operiert werden muss, hatte es in der Vorsaison auf 25 Spiele mit acht Treffern und sieben Vorlagen gebracht und bildete vor der Winterpause sogar mit Thomas Iglhaut das Spielertrainerduo der "Rosenkranzler. Auf eigenen Wunsch stellte der aus der SpVgg Willmering-Waffenbrunn hervorgegangene Kicker seinen Posten dann aber nach wenigen Monaten wieder zur Verfügung.

Gierstl: »Simon hat immer wieder neue Forderungen gestellt.«

”Es ist leider so, dass wir uns von Simon Meindl aus den verschiedensten Gründen trennen mussten”, lässt Neukirchens Abteilungsleiter Christopher Gierstl wissen. Die Trennung unterstützen die Vorstandschaft, das Trainerteam, die sportliche Leitung und die Mannschaft. Gierstl führt mehrere Gründe an, die in Neukirchen für große Enttäuschung gesorgt haben:“Simon hat immer wieder neue Forderungen gestellt. Er hat uns beispielsweise unter Druck gesetzt, dass wir uns von dem einen oder anderen Spieler trennen sollen. Wir haben uns da aber nichts einreden lassen.” Vor allem konnten die Verantwortlichen den Wunsch in Neukirchen Spieler zu bleiben und quasi nebenbei Co-Trainer bei einem Ligakonkurrenten zu werden, nicht akzeptieren. “Wir spielen in Kürze gegen Bogen. Das war also von unserer Seite nicht tragbar und daher haben wir uns mit sofortiger Wirkung von ihm getrennt”, führt Gierstl aus.


In den ersten beiden Jahren, Meindl kam 2013 vom ASV Cham nach Neukirchen, lief alles optimal und der dynamische Offensivspieler erzielte Tore am Fließband. “Da waren wir mit Simon sehr zufrieden. Dafür sind wir ihm dankbar.” Ihm nun aber zu gestatten, beim Ligakonkurrenten in Bogen als Co-Trainer tätig zu werden, ging nicht. “Das wäre Verrat an unserer Mannschaft gewesen”, stellt Gierstl fest. Der möchte jetzt nur eines: “Ich hoffe, dass nach dem Weggang von Simon Meindl bei uns endlich Ruhe einkehrt.” Meindl hatte sich schon seit einigen Wochen mit Abwanderungsgedanken getragen. Nun ist der Stürmer weg und hat mit dem TSV Bogen einen neunen Verein gefunden. Als Spieler kann Meindl aber frühestens nach der Winterpause für die Rautenstädter auflaufen, denn die Wechselfrist als Vertragsamateur endete bereits am 31. August. Da Meindl einmal für die “Rosenkranzler” in dieser Saison gespielt hat, ist er frühestens ab der nächsten Wechselperiode im Winter für Bogen spielberechtigt.

 
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