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Dienstag 03.10.17 17:11 Uhr|Autor: Ludwig Krammer - tz836
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Kein einfacher Arbeitstag für Daniel Bierofka: Seine Löwen quälen sich über lange Zeit gegen den VfB Eichstätt. (Foto: MIS)

Zittersieg: Löwen lassen Biero lange leiden

Ziereis und Karger drehen Rückstand in Eichstätt
Durchatmen, Sechzig! Nach dem 3:1 im Spitzenspiel gegen Schweinfurt mussten die Löwen beim Aufsteiger VfB Eichstätt lange Zeit leiden, ehe doch noch die Wende zum Sieg gelang.

Markus Ziereis und Nico Karger drehten den 0:1-Halbzeitrückstand in ein am Ende nicht unverdientes 2:1. Vor dem Heimspiel am Freitag gegen Pipinsried liegen die Blauen elf Punkte (und ein Spiel) vor Verfolger Schweinfurt an der Tabellenspitze der Regionalliga Bayern.

Wiesn-Kehraus in München – und auch in Eichstätt, 110 Kilometer nördlich der Theresienwiese, herrschte Volksfeststimmung an diesem 28. Tag der Deutschen Einheit. So groß war der Andrang vor dem kleinen Liqui-Moly-Stadion, dass der Anpiff um eine Viertelstunde nach hinten verlegt werden musste.

An mahnenden Worten fehlte es nicht bei 1860. „Das wird genauso schwer wie in Buchbach“, hatte Trainer Daniel Bierofka im Vorfeld der Partie an die bis dato einzige Saisonniederlage erinnert. Allerdings: So ganz schien die Botschaft nicht angekommen zu sein bei seinen Schützlingen. 

Schmidramsl schockt Löwen

Vom Start weg war der Aufsteiger aus dem Altmühltal gedankenschneller und konsequenter in seinen Aktionen, die gegenüber dem Schweinfurt-Spiel auf zwei Positionen veränderten Löwen (Kindsvater für Helmbrecht und Köppel für Hursan) wirkten überrascht. Und mit der ersten gefährlichen Aktion gingen die Eichstätter auch schon in Führung. Kapitän Benjamin Schmidramsl schaltete nach einer eher schwach getretenen Ecke von Jonas Fries am schnellsten, lenkte die Kugel aus zentraler Position ins linke Eck (4.). Ein Schock, von dem sich die Löwen nur langsam erholten. 

Scintu lässt Sechzig am Leben

Der agile Linksaußen Yomi Scintu hätte bis zur 25. Minute schon auf 2:0 und 3:0 erhöhen können, bei Sechzig sprang bis auf eine Chance durch Ziereis, der nach Pass von Köppel am langen Pfosten vorbeizielte, nichts Nennenswertes heraus. Es fehlte an Tempo und Präzision. Die Eichstätter eroberten die Mehrzahl der zweiten Bälle und verstanden es, den Tabellenführer mit guter Organisation und geschickter Zweikampfführung vom eigenen Sechzehner fernzuhalten.

Kein Wunder, dass Bierofka bis zum Halbzeitpfiff weitgehend im Kopfschüttel-Modus duch seine Coachingzone tigerte. Diese Vorstellung konnte seinen Ansprüchen nicht genügen, zumal auch die Platzverhältnisse nicht so schlecht waren wie befürchtet.

Auch nach dem Wechsel änderte sich zunächst nicht viel am Gesamtbild. Die Sechziger fanden keinen Weg durch die Abwehrreihen der Eichstätter. Benjamin Kindsvater scheiterte mit einem Fernschuss an Keeper Jonas Herter und der Latte (54.). Der Ausgleich entsprang einem Durcheinander im Strafraum, das Markus Ziereis per Abstauber auflöste (62.). Beflügelt von diesem 1:1 erhöhten die Löwen die Schlagzahl. Nico Karger scheiterte mit einem direkten Freistoß an Keeper Herter, in der 70. Minute war die Partie schließlich gedreht. 

Klassischer Arbeitssieg

Dieses Mal profitierte Karger von einem Torwartfehler, netzte trocken zum 2:1 ein. Bei den Gastgebern machte sich nun der Kräfteverschleiß bemerkbar, trotzdem lag der Ausgleich bis zum Abpfiff im Bereich des Möglichen. Ein klassischer Arbeitssieg für den Favoriten. Den zahlreichen mitgereisten Löwenfans war’s egal. Sie feierten ihre Helden mit lautstarken Chören. Dass der einsetzende Regen die leeren Bierbecher füllte, war die letzte Zugabe.

Die Pressekonferenz mit Daniel Bierofka:

 
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