Spaß ist zurück, Spannung soll auf Knopfdruck folgen
Sonntag 19.07.20 22:30 Uhr|Autor: Martin Imruck1.524
Ein lockerer Aufgalopp war es für die Fußballer der TSG Pfeddersheim. Trainer Daniel Wilde freut sich über die Neuzugänge Vincent Haber, Ali Bülbül, Patrick Ruby, David Boateng und Oliver Eckel (von links nach rechts). Es fehlt Rückkehrer Waaris Bhatti. Foto: BilderKartell/Christine Dirigo

Spaß ist zurück, Spannung soll auf Knopfdruck folgen

Pfeddersheimer Trainer Daniel Wilde ist von der guten Stimmung zum Trainingsauftakt des Oberligisten begeistert +++ „Hat sich sehr, sehr gut angefühlt“

Pfeddersheim. In einem Abschlusstraining wäre Daniel Wilde, Trainer der Oberligafußballer der TSG Pfeddersheim, sicher schnell dazwischen gegrätscht. Aber vergangenen Freitagabend ließ der 32-Jährige „seine Jungs“ einfach mal machen. „Das ist natürlich eine Frage der Situation“, betont Wilde. Zum Trainingsauftakt jedenfalls standen andere Dinge im Fokus: sich gegenseitig ein bisschen zu beschnuppern und endlich wieder kicken. Da kann es Daniel Wilde auch verkraften, dass schon beim Warmlaufen mal der ein oder andere dumme Spruch über die Köpfe der in vier Gruppen organisierten Trainingsteams ausgetauscht wird. „Die Stimmung war wirklich sehr, sehr positiv und schon wieder sehr vertraut. Die Jungs haben sich teilweise lange nicht gesehen, da muss der ein oder andere auch mal den Mund aufmachen. Aber das war alles im Rahmen“, sagt Wilde und gibt zu: „Irgendwie hat man das Geschwafel ja auch vermisst.“ Da passte es auch irgendwo ganz gut ins Bild, dass der ehemalige sportliche Leiter Dennis Dell mit einem Kaltgetränk in der Hand plötzlich auf einem benachbarten Hügel auftauchte und ein lautes „Celtic“ (Anm. d. Red.: Dells neuer Klub ist Celtic Worms) über die Sportanlage am Schießhaus brüllte.




„Es hat sich sehr, sehr gut angefühlt“, bestätigt denn auch Wilde die Eindrücke des neutralen Beobachters. Zudem dem TSG-Chefcoach dieses Szenario auch deutlich lieber war, als ein ruhiger und zaghafter Auftakt. „Das hätte auch ganz anders aussehen können.“ Den Spaß haben die Pfeddersheimer also ohne Schwierigkeiten wieder auf den Platz bekommen. Und wie sieht es in Sachen Spannung aus? „Das ist am Ende des Tages natürlich meine Aufgabe, aber da machen ich mir überhaupt keine Sorgen“, sagt Wilde und erklärt, was er an der Mannschaft, deren Kern in die dritte gemeinsame Saison geht, so schätzt: „Die Jungs wissen, wir als TSG Pfeddersheim können nur erfolgreich sein, wenn wir ambitioniert, gut und intensiv trainieren.“ Will bedeuten, und das mache das Arbeitsklima bei der TSG aus, die Spieler sind dafür sensibilisiert, wann Späße und Sprüche angebracht sind und wann letztendlich geliefert werden muss. „Dass die Mannschaft ein solches Gespür dafür hat, wann sie den Schalter umlegen muss, macht es mir als Trainer sehr einfach“, schwärmt der 32-Jährige.

Wenig bis gar keine Vorerfahrung hat man dagegen, was die Oberligasaison angeht. „Ich bin davon überzeugt, dass die Tabelle am Anfang der Runde richtig durcheinandergewirbelt wird. Es wird dauern, bis alle Mannschaften ihren Rhythmus und ihre Abläufe gefunden haben. Daher wird es sicher wild werden“, mutmaßt Wilde. Auch bei der Trainingssteuerung gelte es besonders genau hinzuschauen, schließlich wolle man niemanden überlasten. Die unterschiedliche Herangehensweise zeigt sich bereits bei der Ansetzung der Testspiele. Mit fünf Duellen fällt dies bei der TSG noch relativ moderat aus, andere haben fast doppelt so viele. Ob es der Konkurrenz helfen wird, früher in den Wettkampfmodus zu kommen, oder bei so vielen Partien nicht doch ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht, wird sich zeigen. Wenn es um Punkte geht, hätten es seine Jungs noch immer geschafft, den Schalter umzulegen, so Wilde. Wettkampfmodus auf Knopfdruck sozusagen, doch zunächst wird weiter fleißig trainiert.

Testspiele: SV Rodenbach (1. August, A); TuS Hohenecken (8. August, H); FSV Frankfurt (16. August, H, 14 Uhr); SV Morlautern (22. August, A); FC Basara Mainz (29. August, A).





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