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Sonntag 13.08.17 20:00 Uhr|Autor: Carsten Schröder356
TSG-Coach Hess bilanzierte nach dem Spiel: „Wir waren zu weit weg von den Gegenspielern.“ F: Dinger

Hess baut um

TSG Pfeddersheim in Diefflen vor der Pause von der Rolle +++ Unnötiger Elfmeter in Schlussminute kostet mögliches Remis

DILLINGEN. Irgendwie hält sich der Spaßfaktor bei Norbert Hess stets in Grenzen, wenn er mit seiner TSG Pfeddersheim in der Fußball-Oberliga ins Saarland aufbricht. Nicht anders war’s am Samstag im Spiel beim FV Diefflen. Die TSGler verschliefen die erste Hälfte, glichen zwar aus, schenkten einen Punkt aber trotz eigener Überzahl noch her 2:3 (0:2).



Die Sache startete schon wenig verheißungsvoll. Entsprechend seiner Ankündigung hatte Hess die eigene Elf umgebaut, mit Steffen Litzel, Lucas Oppermann, Sebastian Schulz und Florian Lutz kamen gleich vier Neue. Ihren Platz räumen mussten Marcel Edel, Sebastian Kaster und Bartosz Rzeszut sowie Tobias Klotz, der grippedingt ausfiel. „Ich hatte das Gefühl, dass ich dem einen oder anderen eine Chance geben müsste“, gab Hess einen Einblick in seine Überlegungen. Die Kopfballstärke der Platzelf spielte da mit, die hohe Qualität des FV im Angriff. „Ich wollte deshalb auch ein bisschen mehr Erfahrung bringen“, so Hess weiter. Nun, „so wie das Spiel dann gelaufen ist, muss ich wohl sagen, dass das nicht funktioniert hat“, räumte der Coach später ein. Bei Litzel und Oppermann hätten wohl noch ein paar Prozent gefehlt. Auch Sebastian Schulz wusste sich nicht in den Vordergrund zu spielen. Und Lutz hatte einen völlig rabenschwarzen Tag.

Dieser begann schon in Minute sieben, als der TSG-Verteidiger seinen Gegenspieler im Strafraum nicht einfach nur in Richtung Eckfahne begleitete; er senste ihn um. Dankbar zeigte sich Fabian Poß, der per Elfmeter das 1:0 besorgte (7.).

Der schnelle Rückstand war letztlich genau das, was Hess unbedingt hatte vermeiden wollen. „Wenn Diefflen eine Schwäche hat, dann in der Defensive“, weiß er. Da sollte seine Elf immer wieder Druck machen, schnell umschalten. Doch das Gegenteil war der Fall: „Wir waren zu weit weg von den Gegenspielern.“ Dies etwa nach 27 Minuten, als wieder Poß im Mittelfeld zu viel Freiraum genoss, abzog und traf 2:0. „Aus zwanzig Metern flach ins Eck“, schilderte Hess.

Immerhin gab‘s nach dem Wechsel doch eine Phase, während der der TSG-Trainer sogar noch mal zufrieden sein durfte: „Wenn es etwas Positives gab, dann war es, dass wir nach der Pause zurückgekommen sind.“ Plötzlich war mehr Zug drin, mit Fabio Schmidt und Sebastian Kaster wetzte Hess auch die Scharte seiner missratenen Rotation wieder ein wenig aus. Und erst gelang Enis Aztekin mit einem schönen Schlenzer das Anschlusstor (65.), später erzwang Tillschneider mit einem Kopfball in den Torraum den Ausgleich durch ein Eigentor von Michael Müller (77.).

Einen Schönheitsfleck hatte aber auch diese Phase bereits, waren die TSGler doch unmittelbar nach dem Anschlusstreffer in einen Konter gelaufen, der in einen zweiten Elfer gemündet war, weil der aus dem Tor eilende Bakary Sanyang einen Tick zu spät kam. Immerhin hielt der TSG-Keeper diesen zweiten Strafstoß von Poß.

Beim dritten (!) sollte dies in der Schlussminute indes nicht mehr gelingen. Trotz Überzahl nach Gelb-Roter Karte für Müller (87.) hatten sich die TSGler noch mal unsortiert gezeigt, Hess: „Vielleicht, weil Tillschneider verletzt raus musste.“ Der Zupfer von Lutz am Gegenspieler war aber unnötig. Das 3:2 durch Christian Eggert auch. Und die Niederlage.

TSG Pfeddersheim: Sanyang – Lutz, Tillschneider (85. Edel), Litzel, Ludwig – Bräuner, Krist – Aztekin, Oppermann (60. Schmidt), Schulz (60 . Kaster) – Buch.



 
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