
Am Samstag um 14 Uhr empfängt der Oberligist und Regionalliga-Aufstiegsfavorit Nummer eins Tennis Borussia Berlin im Mommsenstadion den Brandenburger SC Süd 05 zum ersten Heimspiel im neuen Jahr. Für den Tabellendritten aus Charlottenburg wird es ab sofort in jedem Spiel um alles oder nichts gehen...
Die Lila-Weißen dürfen sich gegen den Tabellenvierten aus Brandenburg keinen Patzer erlauben. Fast zeitgleich (13 Uhr) spielt Tabellenführer Optik Rathenow im Stadion Vogelsang gegen Tabellenschlusslicht GW Brieselang. Sechs Punkte sind aufzuholen, fiktiv sogar neun, falls das Team von Ingo Kahlisch ihr Nachholspiel gegen Seelow gewinnen sollte. Und nur die größten Optimisten glauben an einen Ausrutscher der Optiker am Samstag gegen die Brieselanger. Das erhöht aktuell den Druck auf den Charlottenburger Traditionsverein umso mehr. Die hatten mit großem finanziellen und personellen Aufwand die Mission Aufstieg in die Regionalliga zur neuen Saison betrieben. Doch schon die ersten Spiele zeigten, dass Geld keine Tore schießen kann. Zwei von drei Spielen gingen verloren, und die Verantwortlichen trennten sich von Trainer Cemal (Teddy) Yildiz. Ex Profi und Champions-Lauge Finalist Thomas Brdaric wurde dann als Laptop-Trainer (Tebe Vorstandsvorsitzender Jens Redlich) auf einer eigens anberaumden Pressekonferenz verkündet, und die Kurve zeigte langsam wieder nach oben. Mit fliegenden Video-Drohnen wurde seitdem das Training ananlysiert, und auch neue Spieler (Fischer und Edwini Bonsu) verpflichtet. Die Ergebnisse stimmten wieder, und es keimten zarte Aufstiegshoffnungen auf. Als einziger Spielverderber stellte sich aber Optik Rathenow heraus. Ingo Kahlisch zog mit seinen Jungs von Sieg zu Sieg und stand immer noch, trotz einem Spiel weniger, zum Jahresende mit sechs Punkten Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Mit diesem Wissen legten die Veilchen noch einmal personell nach. Vier hoffnungsvolle Spieler für die Rückrunde wurden verpflichtet: Torjäger Karim Benyamina und Abwehrspieler Thomas Franke kamen vom Regionalligisten FC Viktoria, Mittelfeldspieler Dominik Rilov von NK Drnje Zagreb und Abwehrspieler Sefa Kahraman vom Berliner AK 07. On top wurden dann Mitte Januar die Grundlagen für die Rückrunde in einem zehntägigen Trainingslager, unter höchst professionellen Bedingungen, im türkischen Side gelegt. Der Mission Aufstieg in die Regionalliga kann also nicht mehr im Wege stehen.