SG Körperich sitzt dem FC Bitburg im Nacken
Donnerstag 26.09.19 20:21 Uhr|Autor: Josef Weirich1.066
Foto: Hans Krämer

SG Körperich sitzt dem FC Bitburg im Nacken

Bezirksliga: Die Vorschau auf den siebten Spieltag und Serie "Ganz nah dran" - Diesmal: Oswald Duhr (SV Nusbaum/SG Körperich)

SG Badem – TuS Mosella Schweich (Samstag, 17 Uhr, Rasenplatz Badem). Aufatmen in Badem: Durch die Reaktivierung einiger Routiniers hat man wieder in die Spur gefunden und mit den Siegen gegen Saartal und Bettingen den Fehlstart mit vier Niederlagen in Folge kompensiert. Trainer Roger Reiter, der nach wie vor den Umbau der Mannschaft vorantreiben will, gibt aber noch keine Entwarnung. Auch, wenn man mit der Schweicher Mosella ein Team aus dem Favoritenkreis erwartet, fordert Reiter eine Fortsetzung der kleinen Erfolgsserie, zumal man zu Hause antreten kann. Die Mosella erhielt zuletzt bei der Jagd auf die Spitze durch das Heimremis gegen Saartal einen kleinen Dämpfer, ist aber noch ungeschlagen. Beim letzten Ausflug ins Kylltal gab es ein Remis.

SG Saartal Schoden – FC Bitburg (Samstag, 17.30 Uhr, Rasenplatz Schoden). Auf und nieder hieß es zuletzt bei der SG Saartal: Den Auftaktniederlagen gegen Schillingen und Wittlich folgten die Kantersiege gegen Konz und Ralingen, danach setzte es beim 2:6 in Badem wieder eine deutliche Klatsche. Der couragierte Auftritt beim jüngsten Auswärtsspiel in Schweich wurde beim 2:2 mit einem Punkt belohnt. Mehr Ordnung und Beständigkeit fordert Trainer Heiko Niederweis daher im Heimspiel gegen den Tabellenführer. Die Bierstädter sind noch ungeschlagen, schossen bei ihren sechs Siegen 16 Treffer und kassierten deren nur drei. Trotz der gefürchteten Kontertaktik der Saartaler geht die Truppe von Trainer Fabian Ewertz an der Saar als leichter Favorit ins Rennen. Beim letzten Vergleich der beiden Teams gab es keine Tore.

SG Rascheid – SG Bettingen (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Geisfeld). Im unteren Abschnitt der Tabelle richtet man sich auf einen ungemütlichen Sonntag ein. Besonders die Gastgeber stehen nach nur einem Saisonsieg unter Erfolgsdruck. Der einzige Dreier wurde ausgerechnet gegen den starken Aufsteiger Rot-Weiss Wittlich eingefahren. In den letzten beiden Begegnungen kassierten die Hochwälder gegen Arzfeld und Ruwertal aber enttäuschende Niederlagen. Auch Aufsteiger Bettingen musste zuletzt reichlich Lehrgeld zahlen. Der Start war mit dem 2:1 gegen Wallenborn vielversprechend, doch danach holte die Elf von Coach Marco Wallesch nur noch zwei Remispunkte. Auch im Hochwald sind die Hoffnungen der Eifeler auf den zweiten Saisonsieg eher verhalten.

TuS Schillingen – SG Arzfeld (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Schillingen). Beim TuS Schillingen nagt offenbar im Sturm der Wurm. Nur fünf Treffer erzielten die Hochwälder in den bisherigen sechs Begegnungen, damit steht der TuS am Ende des Knipser-Rankings. Auch die Punktebilanz fällt mit nur drei Zählern aus dem Auftaktsieg gegen Saartal bescheiden aus. Volle Kraft voraus heißt es daher im Heimspiel gegen die Gäste aus Arzfeld, gegen die unbedingt der zweite Saisonsieg eingefahren werden soll. Die Eifeler dagegen  haben sich mit drei Saisonsiegen im vorderen Mittelfeld eingenistet, doch zuletzt beklagte die Elf von Trainer Andreas Theis eine kleine Erfolgsdelle. Beim letzten Treffen im Hochwald spielten beide Teams unentschieden.

SG Wittlich – SG Körperich (Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Wittlich). Daumen hoch hieß es zuletzt für die beiden Teams auf der Sonnenseite der Liga. Die Spielgemeinschaft bot im Wittlicher Stadtderby dem starken Aufsteiger Rot-Weiss erfolgreich Paroli, und Körperich setzte seinen Höhenflug an der Spitze der Liga mit Siegen gegen Leiwen und Schillingen fort. Mit nur zwei Punkten Rückstand sitzt Körperich dem Titelaspiranten aus Bitburg fest im Nacken und will in Wittlich einer weiteren Ligagröße das Fürchten lehren. Mit nur fünf Gegentreffern verfügt Körperich derzeit über die zweitbeste Abwehr der Liga. Beim letzten Gastspiel in Wittlich unterlag Körperich knapp mit 0:1, nahm dafür aber im Rückrunden-Heimspiel erfolgreich Revanche. 

SV Konz – SV Rot-Weiss Wittlich (Sonntag, 14.30 Uhr, Rasenplatz Konz). Heiß umkämpft dürften die Punkte im Konzer Saar-Mosel-Stadion werden, wo sich die beiden Aufsteiger mit unterschiedlichen Erwartungen treffen. Beim Trier-Saarburger A-Liga-Meister ist Trainer Thomas Berens mit einem teilweisen Neuaufbau des Teams gefordert, die Erfolge lassen aber noch auf sich warten. Nur zum Auftakt gelang ein vielversprechender 3:1-Heimsieg gegen Badem, danach setzte es nur noch Niederlagen. Immerhin zog sich das Berens-Team bei den knappen Niederlagen gegen die Liga-Prominenz aus Schweich, Bitburg und Wallenborn achtbar aus der Affäre. Attraktive Hingucker unter den Aufsteigern sind zweifelsohne die Rot-Weißen aus Wittlich, die auf Platz vier schon 13 Punkte sammelten und sich zuletzt im Stadtderby gegen die SG Wittlich mit einem Remis behaupteten. Auch in Konz werden der erfahrenen Gästetruppe durchaus Siegchancen eingeräumt.

SG Ralingen – SG Wallenborn (Sonntag, 14.45 Uhr, Kunstrasenplatz Godendorf). Nur zwei von sechs Startspielen konnte die SG Ralingen erfolgreich gestalten, aber die jüngsten Niederlagen gegen Saartal, Schweich und Bitburg versperrten den Sauertalern den Weg ins gepolsterte Mittelfeld. Auch beim Betrachten der Gästeliste aus der Eifel kann man am Sonntag an der Sauer nicht von einer Laufkundschaft sprechen. Wallenborn reist als Tabellenfünfter in Godendorf an und hat nur die Niederlage vom 1:2 in Bettingen im Gepäck. Verstecken brauchen sich die Gastgeber aber nicht. Die Elf von Coach Martial Servais hielt zuletzt die Partie beim Spitzenreiter in Bitburg (1:2) bis zum Schlusspfiff offen. Zudem schwelgt man im Sauertal wegen des 3:1-Heimsieges im Vorjahr noch in guten Erinnerungen.

SV Leiwen-Köwerich – SG Ruwertal (Sonntag, 16 Uhr, Rasenplatz Leiwen). Trotz des ersten Saisonsieges beim 4:2 in Daleiden kann man beim Schlusslicht in Leiwen noch nicht von einer Entwarnung sprechen, doch Trainer Rudi Thömmes sieht seine Elf auf einem guten Weg. „Die Jungs haben unbändigen Kampfgeist und totalen Siegeswillen gezeigt“, gilt es für den Coach im Heimspiel gegen Ruwertal nachzulegen.

Die ersten Siegzähler sollen die Thömmes-Elf auch in der Begegnung gegen die favorisierten Gäste moralisch aufrüsten, gegen die es in der letzten Runde noch eine 0:3-Heimklatsche gab. Aber auch im Ruwertal verspürt man nach dem Pannen-Start Aufwind. Nach dem Sieg gegen Badem und dem Remis in Bettingen wurde am Vorsonntag das Derby gegen Rascheid mit 2:1 gewonnen.


Bezirksliga-Serie: Ganz nah dran - heute: Oswald Duhr, SG Körperich 

Mit dieser neuen Serie möchte der TV seinen Lesern die Bezirksliga West und deren Umfeld vorstellen. Im Fokus stehen keine Spieler oder Trainer, sondern Männer und Frauen im Organisationsstab der Vereine und die Schiri-Assisten an der Linie. Heute stellen wir Oswald Duhr (67) vor, der seit knapp vier Jahrzenten in verschiedenen Funktionen beim SV Nusbaum aktiv ist.

Im Verein seit: 1981 

Der Start als Assistent: Neben meinen Tätigkeiten als Platzwart und sportlicher Koordinator bin ich seit zehn Jahren als Schiri-Assistent an der Seitenlinie aktiv. 

Wie ich dazu kam: Ich wollte immer nah am Spielgeschehen sein und mich nicht durch Gespräche oder andere Sachen ablenken lassen. 

Sonstige Funktionen in der SG Körperich: Früher war ich in Olmscheid aktiv, bin dann wegen meiner Frau nach Nusbaum gewechselt und war dort 22 Jahre lang Vorsitzender. Heute bin ich als sportlicher Koordinator unserer Spielgemeinschaft aus Körperich, Geichlingen-Koxhausen, Kruchten, Biesdorf, Wallendorf und  Nusbaum tätig. Meine Kernaufgabe ist aber Platzwart und die Pflege des Rasenplatzes in Nusbaum. Das ist für mich Hobby und Herausforderung. 

Darauf lege ich an der Außenline besonderen Wert: Ich bin froh, wenn Ruhe auf dem Platz herrscht. Natürlich müssen Mannschaften mit vollem Einsatz um den Sieg kämpfen, aber es muss fair zugehen. Ich laufe immer auf Höhe des letzten Abwehrspielers mit; wie ein richtiger Linienrichter, immer auf Ballhöhe. Allerdings zeige ich keine Abseitspositionen an. Es gibt oft hitzige Situationen, dann versuche ich besänftigend einzuwirken. 

Kuriose Aktion, die ich als Assistent erlebt habe: Das war im letzten Jahr gegen Ruwertal. Eine hitzige Partie. Ich musste mich von den Spielern immer anmachen lassen, weil ich auf Augenhöhe mitgelaufen bin. Schließlich habe ich darauf reagiert, bin einfach stehen geblieben und der Ruwertaler Spieler ist voll auf mich aufgelaufen. 

Darum bin ich selbst kein Schiedsrichter geworden: Ich habe immer aktiv Fußball gespielt; das hat mir mehr Spaß gemacht. es hat mich schon gereizt, Schiri zu werden, habe auch viele Jugend- und Freizeitmannschaften gepfiffen. 

Das erwarte ich in dieser Saison von unserer Mannschaft: In dieser Saison läuft es für uns schon unheimlich gut. Nach den ersten Spielen liegen wir nur knapp hinter Bitburg zurück, sind aber noch ungeschlagen. Dennoch sammeln wir die Punkte gegen den Abstieg. Ziel wäre ein gesicherter Mittelfeldplatz. Auf ein nerviges Saisonfinale wie im letzten Jahr kann ich verzichten.


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