
Für 500.000 Euro wechselte Sinan Kurt Anfang 2016 zu Hertha BSC. Auch in Berlin wurde er sportlich nicht glücklich und fasste 2019 den Entschluss, einige Schritte zurück zu machen. In der Zweiten Liga in Österreich lief er fünf Monate für WSG Wattens auf. Seit Sommer 2019 ist Sinan Kurt vereinslos. Er hielt sich zuletzt schon beim SV Straelen fit, für den er jetzt in der vierthöchsten Klasse auflaufen wird.
Sinan Kurt bestätigte am Montagabend zwar, einen Vertrag beim SV Straelen unterschrieben zu haben. Über die Vertragsdauer oder eine mögliche Ausstiegsklausel wollte er allerdings keine Auskünfte geben. Es reiche, dass er unterschrieben habe, sagte Kurt nur.
Trotz vieler Enttäuschungen und Rückschläge ist das Kapitel Fußball-Profi für den 29-fachen Jugend-Nationalspieler noch nicht abgeschlossen. „Es ist richtig, dass ich seit fast einem Jahr nicht mehr gespielt habe“, sagte Sinan Kurt am Montag. „Doch ich werde weiter an meine Karriere als Profi arbeiten. Natürlich fehlt mir im Moment die Spielpraxis. Aber ich bin körperlich fit und fühle mich bereit für die Regionalliga.“
Ob Sinan Kurt schon am Samstag, 14 Uhr, im Heimspiel des Aufsteigers gegen den SV Rödinghausen sein erstes Pflichtspiel für den SV Straelen bestreiten wird, muss jetzt geklärt werden. „Ob ich da schon eingesetzt werden kann, liegt nun am Verein, der sich rechtzeitig um meine Spielberechtigung kümmern muss“, sagte Kurt. Eine Wunschposition habe er nicht. Er würde da spielen, wo der Trainer ihn aufstelle. Eine Partie hat er für seinen neuen Klub ja bereits bestritten. Beim 1:0-Erfolg im Test bei VVV Venlo war Sinan Kurt als Gastspieler dabei – und erzielte den Siegtreffer.