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Freitag 04.08.17 12:00 Uhr|Autor: Von Udo Weller201
Im letzten Duell beim TSV Buchbach nahmen die Klosterer um Julian Schäf (re.) immerhin einen Zähler mit. Foto: Weller

SVS erwartet schweren Gang in Buchbach

Die Analyse der gegen Burghausen verschuldeten Fehler soll die Klosterer auswärts auf den Erfolgsweg führen.

Im Gastspiel beim TSV Buchbach an diesem Freitagabend (19 Uhr) bekommt es der SV Seligenporten mit dem wohl bemerkenswertesten Verein der Regionalliga Bayern zu tun. Das Team aus der gut 3000 Einwohner zählenden Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf/Inn gehört seit Gründung der Eliteklasse des Freistaats 2012 der Liga ununterbrochen an.



Hauptgrund hierfür ist sicherlich, dass sich die Verantwortlichen exzellent darauf verstehen, aus ihren doch recht begrenzten finanziellen Mitteln das Allerbeste herauszuholen. So belegten die Buchbacher in fast jeder Abschlusstabelle einen einstelligen Tabellenplatz. Dass man beim TSV auch in Krisensituationen den Überblick behält, bewies die vergangene Saison, in der man lange Zeit ein karges Dasein zwischen den Relegations- und Abstiegsplätzen fristete, um schließlich mit Rang 14 doch noch die Klasse zu sichern. In der aktuellen Spielzeit sieht es bislang ganz danach aus, als könnte die Mannschaft um Regionalliga-Rekordtrainer Anton Bobbenstetter (180 Spiele) an alte Zeiten anknüpfen. So belegen die Oberbayern in der allerdings recht schiefen Tabelle mit sieben Zählern aus vier Spielen einen respektablen fünften Platz.

Heimspiele sind Festspiele

Warum sich die Buchbacher den Titel „Mia san Kult“ völlig zu Recht auf die Fahnen geschrieben haben, wird vor allem bei den Heimspielen deutlich, welche stets wie ein Fest zelebriert werden. Zu welchen Leistungsexplosionen dies bei den Akteuren in der Arena zuweilen führen kann, bekam vor neun Tagen Topaufstiegsfavorit TSV 1860 München bei seiner 0:1-Niederlage bitter zu spüren. „Wir werden uns sicherlich auf ein kampfbetontes Spiel einstellen müssen“, erwartet Seligenportens Trainer Roger Prinzen denn auch einen schweren Gang. Um diesen erfolgreich zu bewältigen, bedarf es allerdings im Vergleich zur jüngsten 0:2-Niederlage gegen Burghausen einer beträchtlichen Leistungssteigerung.

„Wir haben“, so der Coach, „das Spiel in der Videoanalyse noch mal auseinandergenommen und unsere Fehler analysiert“. Und weil sich dabei als größtes Manko herauskristallisierte, dass das Team trotz eines klaren Übergewichtes an Ballbesitz viel zu wenige Chancen erarbeitete, will Prinzen seine Strategie dementsprechend anpassen: „Meine Spielidee ist es ja, hoch anzugreifen und früh zu pressen. Vielleicht aber sind wir dafür noch nicht weit genug. Deshalb werden wir uns in Buchbach darauf verlegen, den Gegner kommen zu lassen.“


SVS will seine Chance suchen

Rigoroses einigeln liegt ihm, dem Verfechter des Offensivfußballs, freilich nicht: „Wir werden auch selbst aktiv sein und unsere Chancen nach vorne suchen.“ Überhaupt ist es vonnöten, wesentlich körperbetonter zu spielen und energischer den Zweikampf zu suchen, könnten doch die dadurch erzwungenen Freistöße dem Erfolg dienlich sein – ein gegen Burghausen komplett vernachlässigtes Stilmittel. Immerhin aber scheint die Mannschaft gewillt, die Dinge künftig besser zu machen „Die Jungs waren einsichtig und es hat richtig Freude gemacht, zu sehen wie im Training Gas gegeben wurde“, baut der Coach darauf, dass die Lehren aus den zuletzt gemachten Fehlern nun den Weg zu einem Erfolg in Buchbach bereiten.

Einen Rückschlag musste Prinzen allerdings in personeller Hinsicht einstecken. So hat sich der als potenzieller Neuzugang gehandelte, zuletzt dem Regionalligisten Germania Halberstadt angehörige Tommy Müller nun dem Bayernligisten Bayern Hof angeschlossen. Recht weit gediehen sind inzwischen die Verhandlungen mit Mario Götzendörfer. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler würde aus seinen 52-Partien mit dem FC Ingolstadt II die im Kloster so dringend benötigte Erfahrung mitbringen. Weiterhin steht mit Dennis Abrosimov (U19 Borussia Mönchengladbach) ein Linksverteidiger im Fokus des SVS. Jedoch genießt der 19-Jährige den Luxus, unter mehreren Angeboten wählen zu dürfen.

 
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