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Mittwoch 26.07.17 10:00 Uhr|Autor: Udo Weller und Thorsten Drenkard454
Der SV Seligenporten (grau-grün) zeigte in Memmingen eine leidenschaftlich Leistung, verlor aber dennoch. Foto: Weller

Keine Punkte für couragierte Klosterer

Seligenporten zeigte beim FC Memmingen über weite Strecken eine ansprechende Leistung, verlor am Ende aber mit 2:4 (2:3).

Trotz eines mutigen Auftritts beim FC Memmingen mussten die Regionalliga-Kicker des SV Seligenporten am Dienstagabend ohne Punkte den Rückweg ins heimische Kloster antreten. Im ersten Spiel der Saison für den SVS stimmte zwar der Einsatz, nach 90 intensiven Spielminuten aber nicht der Ertrag, denn die Oberpfälzer unterlagen 2:4 (2:3).



Mit drei Neuzugängen in der Startelf begann Seligenportens Coach Roger Prinzen die Mission Klassenerhalt. Beim Anpfiff von Schiedsrichter Julian Kreye (SSV Warmensteinach) hatten Sebastian Kolbe (Tor), Tim Olschewski (Innenverteidigung) und Raffael Kobrowski (Angriff) ihre Positionen eingenommen und es war der vom TV 1848 Erlangen ins Kloster gewechselte SVS-Stürmer, der bereits nach acht Spielminuten das erste dicke Ausrufezeichen der Saison für sein Team setzte. Stanislaus Herzel hatte sich gekonnt auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchgetankt und den Ball scharf in den Fünfmeterraum gepasst, wo Kobrowski den Fuß hinhielt und seine Farben in Führung brachte – ein optimaler Start in die noch blutjunge Spielzeit für die Gäste.

Schwungvoll ging es weiter, beide Teams pressten früh und suchten stets den Weg in die Offensive. Nachdem die Heimelf durch einen Kopfball Furkan Kirciceks erstmals gefährlich vor dem SVS-Kasten aufgetaucht war (12.), hatte abermals Kobrowski die große Chance, für den SVS nachzulegen. Diesmal kam der Angreifer allerdings nach einer erneuten Herzel-Flanke gegen den reaktionsschnellen FCM-Keeper Martin Gruber (18.) einen Schritt zu spät.


Die Rache folgte auf dem Fuß

Das sollte sich eine Zeigerumdrehung später rächen: Nach einem langen Pass von Daniel Zweckbronner entwischte Muriz Salemovic der SVS-Abwehr und spitzelte den Ball am herausgeeilten Torwart Kolbe vorbei ins Tor – 1:1 (19.). Es entwickelte sich in der Folge ein unterhaltsamer Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Zwei Minuten nach dem Ausgleich prüfte Weber per Weitschuss Torwart Gruber, der erst im Nachfassen den Ball sicherte, dann wurde ein Volleyschuss von Memmingens Fabian Krogler gerade noch zur Ecke abgelenkt (22.). Sieben Minuten später machte es der FCM-Offensivmann aus Sicht der Gastgeber aber besser: Nach einem vermeintlich ungefährlichen Freistoß aus 25 Metern, der quer durch den SVS-Strafraum an Freund und Feind vorbei flog, stand der Angreifer am langen Eck frei und schob den Ball zur Führung der Hausherren ein.

Der nächste Nackenschlag für die Klosterer sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach einem weiten Seitenwechsel Daniel Zweckbronners setzte der kurz zuvor eingewechselte Marco Schad per Kopf seinen Teamkollegen Kiricek in Szene, der aus fünf Metern auf 3:1 erhöhte (34.). Die Prinzen-Elf brach in der Folge aber nicht auseinander, sondern antwortete prompt. Weil Memmingens David Anzenhofer einen weiten Ball unterlief, hatte Fotios Katidis plötzlich freie Bahn und jagte das Spielgerät mit einem strammen Schuss aus 14 Metern neben den Pfosten in die Maschen – 2:3 (36.). Nach 45 temporeichen und unterhaltsamen Spielminuten bei leichtem Nieselregen und herbstlichen Temperaturen beendete der Unparteiische schließlich die erste Hälfte. Unter dem verdienten Beifall der 665 Zuschauer gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

Auch im zweiten Abschnitt sorgten die Mannschaften dafür, dass den Besuchern des Spiels nicht kalt werden sollte. Vor allem die Kloster-Kicker machten zu Beginn gehörig Dampf und setzten die Gastgeber unter Druck, ohne dabei aber große Torgefahr zu entwickeln.

Ein sehenswertes Dribbling

Anders Memmingen: Zunächst köpfte Stefan Heger den Ball an den Pfosten, anschließend schoss Kircicek den Abpraller in Kolbes Arme (60.) – Glück für den SVS, der allerdings vier Minuten später das sehenswerte 2:4 durch Salemovics zweiten Treffer des Abends hinnehmen musste. Nach einem Dribbling über das halbe Spielfeld, an dem ihn kein Klosterer zu hindern vermochte, schob der Edeltechniker seinen eigenen Nachschuss ein. Der SVS setzte in der Folge verstärkt auf Offensive, doch das laufintensive Spiel hatte Kraft gekostet. So vermochten es die Gäste nur noch durch Katidis dem Anschlusstor nahe zu kommen, als dessen Kopfball von der Linie geschlagen wurde (89.). Derweil ließen die Hausherren ihre vereinzelten Kontergelegenheiten ungenutzt. So endete die kurzweilige Partie aus Sicht der wackeren Klosterer schließlich enttäuschend. Mit leeren Händen ging es für die Mannschaft zu später Stunde wieder zurück in die Heimat.

 
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