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Montag 13.11.17 15:00 Uhr|Autor: Werner Leemreize625
Chancenlos am Boden: Der Hohenlimburger Kai Forin musste in dieser Szene dem Hünsborner Marius Uebach die bequemere Position überlassen. Daniel Jung (links) schaut zu. Foto: leem

Große Emotionen der anspruchsvollen Kundschaft

Hünsborner Auftritte werden vom Publikum gewürdigt - Blecker: "Wäre schön, wenn wir auf den ersten drei, vier Plätzen überwintern könnten"
Die Treppe vor dem Clubhaus ist vergleichbar mit der Nordkurve in Schalke. Sie gilt als Indikator für Stimmungen und Entwicklungen. Nun ist dieser Aufgang nicht in Gelsenkirchen zu lokalisieren, sondern in Hünsborn, aber die Qualität der unterschiedlichsten Resonanzen ist identisch. 

So darf der prasselnde Applaus, den die rot-weißen Fußballer am Löffelberg nach dem 2:1 (1:1)-Sieg über den SV Hohenlimburg in vollen Zügen genießen durften, als ein dickes Dankeschön für einen mitreißenden Auftritt gewertet werden. In der Weber-Haus-Arena kommen derartige Emotionen eher selten vor, denn die RWH-Sympathisanten, die auf der Treppe ihren Stammplatz besitzen, zählen zu der anspruchsvollen Kundschaft. Die Belobigungen haben also eine nachhaltige Bedeutung.

,,Der Funke scheint übergesprungen zu sein. Es macht Spaß, der Mannschaft zuzuschauen“, sagt Marius Schneider, der Sportliche Leiter. Doch welche Ereignisse haben letztendlich für den Überschwang auf der Treppen-Tribüne gesorgt?

Es kommen zwei Antworten in Frage.

Erstens: Gegen eine bärenstarke Elf aus Hohenlimburg bissen sich die Hünsborner bis zum verdienten Sieg durch und erzielten zwei herrliche Treffer, die alleine das Eintrittsgeld wert waren.

Zweitens: Die magische Zehn. Seit nunmehr zehn Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen, besiegte zuletzt den TuS Erndtebrück 2 mit 5:1-Toren und den FC Lennestadt mit 4:1. Zwei Ausrufezeichen! Das Torverhältnis der letzten drei Begegnungen: 11:3.

,,Im Moment haben wir eine super Verteidigung“, erklärte Spielführer Henrik Blecker nach dem letzten Erfolg. ,,Die ganze Mannschaft im Verbund arbeitet defensiv sehr gut“, bemerkte Marius Schneider. So konnte am Sonntag jeder der 136 Zuschauer beobachten, wie Stürmer und Torschütze Marius Uebach mehrmals in der eigenen Abwehr aushalf und zweimal den Ball von der eigenen Torauslinie kratzte und nach vorne beförderte.

Die Stabilität in den hinteren Reihen kommt nicht von ungefähr. Sie ist von Spiel zu Spiel gewachsen und basiert auf dem Umstand, dass die Mannschaft zum fünften Mal in Folge mit denselben Spielern antreten konnte. ,,Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, weiß Schneider: ,,Im Moment gibt es wenig Gründe, in der Defensive etwas zu ändern.“

Wären da nicht einige Gesetzmäßigkeiten, die immer mehr Trainer der Branche pflegen. Dazu zählt, dass Akteure in der Woche mindestens zweimal trainieren müssen, um sonntags spielen zu dürfen. ,,Ich habe gegen meine Prinzipien verstoßen“, gab der Hünsborner Coach Andreas Waffenschmidt im Gespräch mit FuPa Südwestfalen zu.

Hintergrund: Jan-Peter Stein und Christian Salzmann hatten an nur einer Übungseinheit teilgenommen und waren trotzdem für die erste Elf nominiert worden. ,,Das war eine Ausnahme“, beteuerte der Trainer.

Das Resultat gibt ihm jedoch recht. RW Hünsborn hat sich mittlerweile leise auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben und den FC Lennestadt als Landesliga-Aushängeschild des Kreises Olpe abgelöst. Das ist die beste Saisonplatzierung.

Was ist noch möglich? ,,Darüber mache ich mir keine Gedanken. Das lohnt sich nicht“, sagt Waffenschmidt und fügt an: ,,So lange es läuft, ist es wichtig, dass wir in der Trainingswoche so weiterarbeiten.“ Konkreter äußerte sich Henrik Blecker. Der Kapitän: ,,Es wäre schön, wenn wir auf den ersten drei, vier Plätzen überwintern könnten.“

 
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