Holtmann: Jetzt wird es ekelig
Sonntag 17.03.13 16:20 Uhr|Autor: Thomas Rinke 687
Tobias Cramer und der VfL Halle 96 müssen sich für den Erfolg langsam wieder strecken. Foto: Rinke

Holtmann: Jetzt wird es ekelig

Der VfL Halle trennt sich am Sonntag torlos von Wacker Gotha +++ Die Euphorie ist verflogen
Es wird gemeckert und gezetert auf dem Platz des VfL Halle 96. Der eine Mitspieler zeigt angeblich nicht den richtigen Laufweg an, der andere gehe nicht zum Kopfballduell und ein Dritter bleibe zu lange am Ball. Das Gesamtbild der 96er ist derzeit auf dem Platz geprägt von Frust und Unzufriedenheit - das 0:0 gegen den abstiegsbedrohten FSV Wacker Gotha zeigte das erneut. Und es macht deutlich: Auf der guten Hinrunde darf sich beim VfL spätestens jetzt keiner mehr ausruhen. "Die Rückrunde wird noch einmal ekelig", sagt Trainer Lars Holtmann.


Am Sonntagnachmittag machte sich wieder die dünn besetzte Bank der Hallenser bemerkbar. Robin Huth wird nach seiner Bänderverletzung schmerzlich auf links vermisst. Und auch Ricky Wittke und Steve Braun fielen für das Duell gegen Gotha aus. Einen Wechsel gab es während der gesamten 90 Minuten nicht. Bei den Gästen aus Thüringen war mit Ricky Ziegler ein gebürtiger Köthener im Kader, der in seiner Jugend für Blau-Weiß Quellendorf und Eintracht Köthen gespielt hatte - und am Sonntag mit der Nummer 23 für Schwung auf der rechten Gothaer Seite sorgte. 

Es war ein Spiel, dass von beiden Mannschaften offen geführt wurde. Keiner der beiden Teams mauerte, es ging munter hin und her. Für den VfL hatte Tobias Cramer im ersten Durchgang die besten beiden Chancen. Ein Freistoß von ihm rauschte knapp am Pfosten vorbei (3.). Und bei einem Distanzschuss war Schlussmann Marek Hrdina mit den Fingerspitzen zur Stelle (17.). Die Gäste wirkten nicht wie ein Absteiger, sondern suchten selbst den Weg nach vorne. Doch die Schüsse landeten in den Armen von Chris Bienko oder im Ballfangnetz.

Der zweite Durchgang begann mit einer Doppelchance für die Gäste. Erst parierte Bienko hervorragend bei einem Kopfball aus kürzester Entfernung. Bei der anschließenden Ecke wirkte der Schlussmann weniger sicher, wurde aber von Martin Wehlert unterstützt, der auf der Linie klären konnte.

Am und im Gothaer Strafraum fiel den 96ern wenig ein, so dass ein Gewaltschuss von Georg Ströhl, der über das Tor strich, die größte Chance der Hallenser war. Schiedsrichter Daniel Kresin pfiff dann überraschend pünktlich ab und beendete dieses Spiel ohne Tore. Gotha bejubelte den Punktgewinn, Halles Spieler schlichen enttäuscht vom Platz. "Das Selbstvertrauen der Hinrunde ist weg", so Trainer Holtmann. Es fehle das Erfolgserlebnis.

Das kann sich die Mannschaft im Stadtderby holen. Am Donnerstagabend (28. März) stehen sich beide Teams wie schon im Hinspiel im Stadion am Zoo gegenüber. Die U23 des HFC verzichtete aus Sicherheitsgründen auf ihr Heimrecht.



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