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Sonntag 16.07.17 17:30 Uhr|Autor: csv723
Die Vorstellung seiner Elf nach der Pause hat Neukirchens neuem Trainer Franz Koller ganz und gar nicht gefallen. Foto: Tschannerl

Auftakt der Rosenkränzler ging daneben

0:4 – der SV Neukirchen wurde vom SV Hutthurm düpiert. Heimelf überrascht mit zwei tschechischen Neuzugängen in der Startelf.

Fehlstart für den SV Neukirchen b. Hl. Blut – nach einer guten Vorbereitung gingen die Rosenkränzler mit breiter Brust in das Heimspiel gegen den SV Hutthurm. In der ersten Hälfte bot das Team um Keeper Michael Riederer noch ein passables Spiel. Im zweiten Durchgang war es nach dem 0:1 völlig von der Rolle und lieferte eine desolate Leistung ab, die mit einer saftigen 0:4 (0:0)-Niederlage bestraft wurde.



Vor dem Spiel gab es zwei Überraschungen. Die tschechischen Neuzugänge Martin Krames und Miroslav Vrhel standen in der Anfangself. „Wir wollten die Transfers im Vorfeld nicht an die große Glocke hängen, da wir nicht wussten, wann die beiden Spieler frei werden. Zwei Tage vor dem Spiel erhielten wir erst die Genehmigungen“, sagte Neukirchens Abteilungsleiter Christopher Gierstl. Die Hausherren dominierten die Anfangsphase und drängten Hutthurm zurück. Jiri Smetana spielte den neuen Stürmer Vrhel frei, der aus aussichtsreicher Position knapp vorbeizielte. In der 12. Minute hatte Neukirchen Pech – Neuzugang Krames traf nach einer Freistoßflanke von Adam Vokac nur an den Pfosten. Zwar war Neukirchen das bessere Team, im Abschluss fehlte jedoch die Konsequenz. Kurz vor der Pause köpfte Manuel Kesten nach einer Ecke von Resch um Haaresbreite über den Kasten von Riederer. Sieben Minuten nach Wiederbeginn die vorentscheidende Aktion – Michael Bachl ließ sich am Fünfmeterraum von Benjamin Neunteufel den Ball abluchsen. Der Torjäger scheiterte zwar am gut reagierenden Riederer, doch Kesten versenkte den Abpraller zum 0:1. Die Rosenkränzler waren geschockt. Nach einem Fehlpass im Aufbau brachte Franz-Xaver Weinzierl Kesten an der Strafraumkante zu Fall.

Das Vergehen war wohl knapp vor der Linie, dennoch entschied der Schiri auf Strafstoß, den Patrick Slodarz zum 0:2 (54.) verwandelte. Der SV Hutthurm hatte keine Mühe, das Spiel über die Runden zu bringen, die meist planlos nach vorne geschlagenen Bälle der Rosenkränzler stellten die Defensive der Niederbayern vor keine Probleme. Youngster Andreas Obermeier sorgte nach einer Flanke von Slodarz mit dem 0:3 (76.) für die Entscheidung. Im Gegenzug vergab Vrhel per Kopf eine Hundertprozentige zum Anschlusstreffer. Den Schlusspunkt setzte der starke Slodarz Sekunden vor dem Abpfiff – 0:4.

„Neukirchen war in der ersten Halbzeit spielbestimmend und hätte aus zwei guten Torchancen Kapital schlagen müssen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel und konnten zwei kapitale Fehler zum 2:0 nutzen. Der Sieg in der Höhe war verdient“, fasste Hutthurms Trainer Dominik Schwarz zusammen.

Neukirchens neuer Coach Franz Koller sagte: „Wir waren in der ersten Halbzeit tonangebend und hätten mit 1:0 oder 2:0 in die Pause gehen müssen. Die Chancen waren so klar, da muss man führen, wenn man in der Liga bleiben will. Die beiden individuellen Fehler vor den ersten beiden Gegentoren waren für uns der Genickbruch. Solche Fehler darf man sich nicht leisten. Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden, mit der zweiten überhaupt nicht.“

 
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