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Sonntag 16.04.17 15:54 Uhr|Autor: Uli Mentrup217
Der Einsatz stimmte. Dennoch verlor der SV Meppen mit Denise Franjkovic mit 1:3 gegen Turbine Potsdam II. Foto: Doris Leißing

1:3 – ein Spiel passend zum Wetter

SV Meppen verliert in Gersten gegen Turbine Potsdam II
Es war ein Spiel passend zum unbeständigen Wetter am Ostersonntag: Bei Sonnenschein mit wenigen Wolken zu Beginn gingen die Zweitliga-Frauen des SV Meppen früh in Führung. Am Ende kassierten sie im Regen die Treffer zum 1:2 und 1:3 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II.

„Wir hatten uns viel vorgenommen“, erklärte Meppens Trainer Roger Müller nach dem Schlusspfiff, doch die Mannschaft konnte nicht alles umsetzen. Wohl auch, weil einige Fußballerinnen verletzt fehlten, und andere noch nicht wieder topfit sind. Gegen eine spielstarke Mannschaft wie die junge Potsdamer Talentschmiede machte sich das bemerkbar.

Die beste Phase der Gastgeberinnen sah Müller in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit. Da kombinierten die Emsländerinnen gut, sorgten mit schnellen Aktionen für Gefahr vor dem Potsdamer Tor. Vildan Kardesler, die erstmals nach auskurierter Verletzung wieder in der Startformation stand, und  Maike Berentzen hatten auf den Außenbahnen gute Szenen. Mannschaftskapitänin Sarah Schulte  verschaffte sich mit Vorstößen Respekt. Der Ball rollte in den Reihen der Emsländerinnen, die Gäste aus der Brandenburger Landeshauptstadt reagierten zunächst überwiegend.

Die frühe Meppener Führung resultierte aus einer Einzelleistung: Katharina Prinz hob den Ball aus 20 Metern über die weit vor dem Tor postierte Keeperin  Vanessa Fischer (5.).  Der SVM , der seit 2011 nur einziges Heimspiel gegen Potsdams Reserve gewann, sich aber in der Hinrunde bei Turbine 3:0 durchsetzte,  jubelte erleichtert. „Danach hätten wir das 2:0 erzielen müssen“, dachte Müller an die zweite Chance von Prinz nur fünf Minuten später. Doch da wehrte Torhüterin Fischer ab.

In der offenen Partie mit ordentlichem spielerischen Niveau vor dem  Seitenwechsel setzte die Mannschaft von Gästetrainer Thomas Kandler auf schnelle Gegenstöße. Melissa Kössler tauchte nach weitem Abschlag urplötzlich vor dem Meppener Tor auf, konnte aber Keeperin Jessica Bos nicht überwinden. Mit den Gegenstößen hatten die Emsländerinnen einige Mühe, doch Potsdam schloss überhastet ab. Sobald das Team in Tornähe auftauchte, suchte es den Abschluss. Bis zum Seitenwechsel verfügte der Gast über vier Möglichkeiten, bei der letzten stocherte SVM-Innenverteidigerin Sarah Meiners  Melissa Kössler den Ball gerade noch vom Fuß.

Meppen agierte nicht mehr so energisch, verwaltete das Ergebnis, hatte Probleme mit Fehlpässen im Aufbauspiel. Da fehlte auch Nele Schomaker die letzte Konsequenz. Das Pressing klappte nicht mehr so gut wie zu Beginn, weil sich nicht genug Spielerinnen entschlossen beteiligten.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel kassierte der SVM nach einer Ecke den unglücklichen Ausgleich. Bei mehr Wind und einsetzendem Regen verflachte die Partie. Aber der SVM verfügte über Chancen. Pia Liening-Ewert verfehlte das Tor per Distanzschuss, nach einer Hereingabe von der linken Seite war niemand zu Stelle, Denise Franjkovic schoss am Tor vorbei, Amelie Kröger bekam den Ball im Fünf-Meter-Raum nicht unter Kontrolle. Ein Treffer von Finja Sasse wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.

Meppen geriet nach einem guten Spielzug der Gäste zehn Minuten vor dem Abpfiff in Rückstand. Der SVM wehrte sich, wollte den Ausgleich, aber die klare Linie fehlte. „Vielleicht wollten sie es zu gut machen“, meinte Müller. Mit der letzten Aktion des Spiels gelang Potsdam noch das 3:1.

 
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