Löhnes Mannschaft ist im besten Fußballalter
Donnerstag 20.10.16 12:04 Uhr|Autor: Wolfgang Döbber528
Packender Zweikampf: Niko Rethemeier vom SVLO (links) grätscht Oguz Güler (Türksport Bünde) den Ball weg. Foto: Büschenfeld

Löhnes Mannschaft ist im besten Fußballalter

Aufsteiger SVLO I mischt oben mit. Extra Lob für "Bubi". SVLO II im "Keller"
Einer oben, einer unten. Tabellenmitte: Nein Danke! Beim SV Löhne-Obernbeck steht die 1. Mannschaft in der Herforder Fußball-Kreisliga A nach sieben Siegen und drei klaren Niederlagen auf einem beachtlichen 3. Platz - und das als Aufsteiger. Chapeau! Daheim gewann die Drawert-Elf bisher alle fünf Partien und entwickelt sich weiter zur Heimmacht im Werretalstadion.


Das jüngste 1:0 gegen Türksport Bünde war ein rassiges Match zweier Teams auf Augenhöhe. Da die Mannschaft im Aufstiegsjahr 2015/16 in der B-Liga Herford daheim auch ungeschlagen blieb (14 Siege, ein Remis), datiert die letzte Heimniederlage des SVLO aus der A-Liga-Saison 2014/15, die das Team am 11. Juni 2015 mit einem 4:5 gegen den SC Enger im Werretalstadion abschloss. Macht also ein Jahr und vier Monate und über eine Woche ohne Heimniederlage. "Die Mannschaft hat durch Philipp Starke an Sicherheit gewonnen", lobte Trainer Markus Drawert den 32-jährigen Tormann, der gegen die technisch versierten Spieler vom SV Türksport Bünde einige klasse Paraden zeigte und auch für das Motto des SVLO steht: Aus Erfahrung gut. Es stehen mit Marcel Ayub (33 Jahre), Nikolas Neddermann (wird im kommenden Jahr 30), Torjäger Danny Hillmer und Henrik Wegener (beide Jahrgang 1988) und Christian Richter (Jahrgang 1989) zahlreiche Säulen im Team, die so leicht nichts aus der Ruhe bringen kann. Einige haben auch Bezirksliga-Erfahrung wie zum Beispiel Wegener zu Peter Rottmanns Trainer-Zeiten.


Diese Ruhe war auch der Partie anzusehen, die von den Obernbeckern geduldig gedreht wurde - und natürlich auch mit dem jugendlichen Elan des 23-jährigen Kapitäns des SVLO, Sebastian Richter. Der "Capitano" des SVLO war in der Stammformation des SVLO nach Chris-Philip Job (ebenso Jahrgang 1993) der zweitjüngste Spieler in der Drawert-Elf. Alter schützt vor Erfolgen nicht. Die SVLO-Kerle im besten Fußballalter genießen die Rückkehr zum permanenten Erfolgs der Obernbecker. Ein extra Lob am Sonntag verdiente sich Betreuer Wolf-Dieter "Bubi" Schütze für verbale Schlichtungsmaßnahmen mit dem Bünder Fan-Anhang: Note 1, "Bubi"!


Im krassen Gegensatz zu den Erfolgen des SVLO I steht der SV Löhne-Obernbeck II in der B-Liga nach einem Sieg und neun Niederlagen mit drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. "Wackelt" da der Trainer? "Nicht doch", entgegnet der in sich ruhende Trainer Oliver Sturhan auf die (im Spaß) gestellte Reporter-Frage. "Ich denke nicht an Rücktritt", sagte Sturhan und lächelte. Im Ernst: Die "Zweite" des SVLO hat mit viel Verletzungspech zu kämpfen und wird sicher besser in die Spur finden, wenn viele Leistungsträger wie zum Beispiel Nowicki und Temur wieder fit sind. Beim 1:3 gegen die top verstärkte Elf des VfL Herford verkaufte sich der SVLO II jedenfalls über eine Stunde mehr als ordentlich und hatte in der ersten Halbzeit durch Cedric Rutenkröger sogar zweimal die Führung auf dem Fuß.


"Erst nach dem 0:1 in der 66. Minute sind wir eingebrochen und haben schnell die weiteren Tore zwischen der 67. und 73. Minute zum 0:3 kassiert", sagt Oliver Sturhan. Er lobte Torwart Danny Leickel, der drei 1:1-Duelle gegen Herforder Akteure für sich entschied und befand: "Wir haben 60 Minuten richtig gut dagegen gehalten, die Jungs tun mir leid. Wir kommen da unten wieder raus." Nicht vergessen wollte Sturhan folgendes: "Wir haben in jedem Spiel mindestens ein Tor geschossen." Jetzt müssen sie nur noch hinten dicht machen.


GALERIE SV Löhne-Obernbeck - SV Türksport Bünde



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