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Relegation

Donau/Iller: So lief die Relegation am Wochenende

Relegation 2019: SV Ljiljan Ulm schießt TSV Einsingen ab - TSV Erbach muss runter

von SWP / Von Detlef Groninger · 17.06.2019, 09:25 Uhr · 0 Leser
Tajib Adzemovic inmitten der Torjubel-Traube: Das 3:0 für den SV Ljiljan Ulm war die Vorentscheidung zum 6:0-Husarenstreich gegen den überforderten TSV Einsingen.
Tajib Adzemovic inmitten der Torjubel-Traube: Das 3:0 für den SV Ljiljan Ulm war die Vorentscheidung zum 6:0-Husarenstreich gegen den überforderten TSV Einsingen. – Foto: Lars Schwerdtfeger
Der größte Erfolg der noch jungen Vereinsgeschichte gelang dem Fußball-Kreisliga B/Donau-Vizemeister SV Ljiljan Ulm in der Relegation mit dem 6:0 (3:0)-Erfolg gegen den A/Donau-15. TSV Einsingen. Erstmals spielt der Klub, der nach der Wappenblume eines bosnischen Königs benannt ist, in der neuen Saison in der Kreisliga A. Vor 900 Zuschauern in Offenhausen geriet der Erfolg der Ulmer nie in Gefahr.

Frühzeitig stellte die Mannschaft des scheidenden Trainers „Nedo“ Kaltak die Weichen auf Sieg. Die Führung durch Muhamed Tahunic (8.) war der Dosenöffner. „Wir waren spielerisch klar überlegen. Unser Torwart war fast arbeitslos“, sagte Ljiljan-Abteilungsleiter Erdin Asani. Mirhad Mehanovic (30., 55., 60.), Tajib Adzemovic (33.) und Fahrudin Dzehverovic (49.) konnten die Überlegenheit in Tore ummünzen. Mit Torwart Adel Dedic (bisher fünfte Liga Schweden) steht der zweite Neuzugang fest.

Beim TSV Einsingen wurde nach der Schlappe nicht lange um den heißen Brei geredet. „Wir hatten über die 90 Minuten keine Chance“, bekannte TSV-Abteilungsleiter Steffen Seiz. „Der Gegner war gnadenlos überlegen.“ Das neue Trainerduo mit Joachim Köpf und seinem Assistenten Carsten Amann soll den Neuaufbau bewerkstelligen, wobei keine Reserve mehr gemeldet wird. Seiz: „Wir konzentrieren uns auf eine Mannschaft.“

Der TSV Erbach muss nach vier Spielzeiten in der Bezirksliga wieder eine Etage tiefer. Im zweiten Relegations-Halbfinale unterlag der Liga-13. vor 1400 Zuschauern in Seißen dem Kreisliga A/Alb-Zweiten SV Westerheim mit 1:2 (1:0). Knackpunkt der spannenden Partie war die Ampelkarte für Erbachs Mannschaftskapitän Marc Baumeister (59.) nach einem Allerweltsfoul an Joshua Maahs mit anschließendem Strafstoß für den SVW. „Gelb-Rot für das Foul war völlig überzogen“, bestätigte selbst Westerheims Abteilungsleiter Jochen Doll. „Das war die spielentscheidende Szene.“

Mit dem Ausgleich durch Stephan Sonnentag (59., Foulelfmeter) bekam der Alb-Klub das Geschehen noch besser in den Griff. „Westerheim hatte dann für 15 Minuten Oberwasser und traf auch zum 2:1“, gestand sein Erbacher Amtskollege Dominik Essl, der nach einem Abwehrschnitzer des Gegners zunächst das Führungstor durch Christoph Barth (22.) bejubeln konnte.

In der Westerheimer Drangphase erzielte dann Thomas Schulz (73.) nach dem schönsten Spielzug der Partie und der Vorarbeit von Maahs das Siegtor. Die Latte des SVW-Gehäuses verhinderte bei einem Distanzschuss von Erbachs Barth (90.+5) den Ausgleich. Westerheim trifft nun im Endspiel um den Bezirksliga-Aufstieg am Freitag (18 Uhr) in Bermaringen auf den A/Donau-Vize FC Srbija Ulm.

Trotz der Niederlage gingen die Feierlichkeiten der Erbacher im Klubheim noch bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages. Neben dem neuen Trainer Michael Cieslak (vom SV Balzheim, A/Iller) kann mit Stürmer Silvan Reichle (kehrt vom Studium in Innsbruck zurück) der erste Neuzugang vermeldet werden.