Ex-Bundesliga-Trainer Santelli startet in Hohenlinden durch
Donnerstag 20.07.17 10:20 Uhr|Autor: Julian Betzl - Ebersberger Zeitung1.269
Neuer Taktgeber: Ralf Santelli (r.) dirigiert nun den Kreisligisten SV Hohenlinden. Foto: Rossmann

Ex-Bundesliga-Trainer Santelli startet in Hohenlinden durch

Ralf Santelli hat neue Herausforderung
Hohenlinden – Wenn Ralf Santelli den Blick durch seinen grünen Garten in Götting und in die Ferne in Richtung Wendelstein schweifen lässt, wird ihm warm ums Herz.


„In 18 Jahren bin ich zwölf Mal umgezogen. Jetzt bin ich zum ersten Mal seit vier Jahren an einem Ort und kann da leben, wo andere Urlaub machen.“ 

Der 49-jährige Trainer des SV Hohenlinden fühlt sich in seiner neuen bayerischen Heimat längst heimisch und will sich nun auch beim Kreisligisten richtig einrichten.

Obwohl sein Wechsel auf die Herliner Trainerbank, neben seinem Engagement als U15-Trainer beim SV Bruckmühl, erst zum Beginn der neuen Spielzeit angedacht war, musste Santelli vor einigen Wochen spontan Feuerwehrmann spielen und mit zwei Siegen aus drei Spielen im Ligaendspurt den Klassenerhalt klar machen.

Mit Drucksituationen kennt sich der Fußballlehrer aus. Ulm, Hanover, Burghausen, Stuttgart, Bielefeld, Jena, Regensburg – Ralf Santelli ist im deutschen Profifußball tatsächlich viel rumgekommen. „Auf Dauer ist das aber auch eine Belastung für die Familie. Daher gefällt mir hier auch das Gesamtpaket mit Wohnort und dem SV Hohenlinden so gut.“

Santelli: "Habe die Jungs in einer Stresssituation im Abstieg kennen gelernt"

Beim SVH soll der Fahrensmann nicht nur einen Kreisligisten etablieren, sondern auch die internen Strukturen Richtung Nachwuchsbereich verbessern (wir berichteten). „Da müssen die Beteiligten noch viel mehr einbezogen werden“, endet die Feedback-Philosophie für den 49-Jährigen aber spätestens auf dem Trainingsplatz. „Da gebe ich schon die klare Richtung vor. Hinterher bin ich aber ein durchaus kooperativer Trainer."

Einer, der momentan in Experimentier-Laune ist. „Ich habe die Jungs ja in einer Stresssituation im Abstieg kennen gelernt“, erklärt Santelli. „Mein Grundgedanke ist allerdings, relativ entspannt Fußball zu spielen. Mit einer gewissen Dominanz wollen wir zeigen, dass wir wissen, was wir tun. Das ist jedoch ein Prozess, der bis Weihnachten dauern wird.“

Text: Julian Betzl



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