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Dienstag 29.08.17 20:00 Uhr|Autor: SHZ / sun347
Das Aufgebot des SV Henstedt-Ulzburg für die 2. Frauen-Bundesliga 2017/18.

Gelingt dem SVHU das unmöglich Erscheinende?

2. Liga ab 2018 nur noch eingleisig / Segeberger Bundesligistinnen müssen um Platz 7 kämpfen

Zwei Jahre Bundesligafußball in Henstedt-Ulzburg, zwei Mal hat der SVHU den schwierigen Weg zum Klassenerhalt nicht immer mit Bravour, aber doch überzeugend geschafft. Dabei holte die Mannschaft von Tobias Homp, der das Zepter direkt nach dem Aufstieg übernahm, in der zweiten Saison noch einmal einen Punkt mehr. Zwei Jahre, die in jedem Fall große Anerkennung verdienen. Und doch, das bisher Geleistete wird aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um auch in der darauffolgenden Saison Schleswig-Holsteins einziger Zweitligavertreter zu sein. 



Mit den jeweils zuvor erreichten neunten Plätzen würde Henstedt-Ulzburg im Frühsommer 2018 zu den vielen Absteigern in die dritten Ligen gehören. Denn die Staffelreform im höherklassigen Frauenfußball wird in den kommenden Monaten durchgesetzt, aus zwei zweiten Ligen wird eine.

Trainer Homp, ohnehin nicht dafür bekannt, aufkommende Schwierigkeiten kleinzureden, sieht die Chancen auf das Erreichen des Relegationsplatzes sieben oder gar Rang sechs für die direkte Qualifikation so ein: „Ich bin Realist. Wenn ich behaupte, dass unser Ziel der siebente Tabellenplatz oder besser sein wird, ist das einfach utopisch. Nein, für uns kann es nur darum gehen, so lange wie möglich um Rang sieben mitzuspielen. Und dennoch werden wir natürlich versuchen, das eigentlich Unmögliche zu schaffen.“

Den Grund für seine defensive Erwartungshaltung liefert Homp sogleich mit: „Die Vereine, die sich unbedingt für die eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren wollen, rüsten entsprechend auf. Da können wir nicht mithalten, uns fehlen hier oben die Möglichkeiten. Unsere Neuzugänge haben nicht die Namen wie anderswo.“

Vielleicht freut sich Homp gerade deshalb so sehr darüber, dass sich zwei seiner „No Name“-Zugänge bereits in die Startelf gespielt haben. Da ist zunächst Linda Ottlinger (kam zusammen mit Freundin Judith Knieling aus Dresden). „Linda wird zusammen mit Maria Marrocu auf der Sechserposition eingesetzt“, so Homp. Auch die erst 16-jährige Tanja Staben hat es geschafft. Von der männlichen B-Jugend des TuS Nortorf in den Kreis Segeberg gewechselt, wartet auf Staben die anspruchsvolle Aufgabe einer Innenverteidigerin.

„Und ich freue mich sehr, dass ich mit Sabine Bohnsack eine sehr erfahrene Co-Trainerin an meine Seite bekomme. Auch die Erfahrung von Torwarttrainer Jürgen Schünemann hilft uns ungemein.“ Ganz gleich, wie schwer die kommende Saison auch werden mag, die Vorfreude daran lassen sich Homp und der SVHU nicht nehmen: „Gleich zum Anfang gegen Erstligaabsteiger Borussia Mönchengladbach, das hat schon was.“

Anpfiff zum ersten Heimspiel am Schäferkampsweg ist am 3. September um 11 Uhr. Auch an die Zukunft denkt Homp, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2018 läuft, schon jetzt: „In der Winterpause müssen die Weichen für das darauffolgende Jahr gestellt werden. Ob ich dann weitermache, ist ganz abhängig davon, ob die einzelnen Spielerinnen und nicht weniger das Umfeld den Weg mitgehen. Ob nun in der dritten Liga oder, wenn wir es tatsächlich schaffen sollten, weiterhin in Liga zwei, ist dabei völlig nebensächlich. Das aber würde einen erheblichen Mehraufwand mit sich bringen, gerade im Hinblick auf die Reisestrapazen.“


Zugänge: Co-Trainerin Sabine Bohnsack. Alicia Bautz (eigene Zweite), Dilara Koc (DuWo 08 Hamburg), Tanja Staben (TuS Nortorf männliche B-Junioren), Linda Ottlinger, Judith Knieling (beide 1. FFC Fortuna Dresden), Michelle Klingemann (Harburger TB).
Abgänge: Co-Trainer Tjark Thode, Sarah-Vanessa Stöckmann (VfL Jesteburg), Tomke Zeeh (Studienaufenthalt in den USA), Michelle Hille (SC Concordia Hamburg), Lea Tiedtke (TSG Ahlten), Mayline Danner (VSV Hedendorf-Neukloster), Julia Prosch (beruflich bedingt), Melena Lux (bereits im Winter eigene Zweite), Pia Schneuing (eigene Zweite).


Tor: Bianca Weech (32), Alicia Bautz (21).
Abwehr: Malin Hegeler (22), Chiara Pawelec (17), Dilara Koc (20), Michelle Einfeldt (23), Jennifer Michel (21), Tanja Staben (16), Catherine Knobloch (31), Anika Michel (21), Alena Pohlmann (17).
Mittelfeld: Linda Ottlinger (25), Maria Marrocu (28), Busem Seker (19), Laura Vetter (21), Tomke Dziesiaty (17), Michelle Klingemann (17), Christin Meyer (16).
Angriff: Alina Witt (21), Vera Homp (26), Judith Knieling (21).
Trainer: Tobias Homp.Co-Trainerin: Sabine Bohnsack.
 
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