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Freitag 21.04.17 18:22 Uhr|Autor: Mirko Blahak
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F: Krämer

Über Nöttingen nach Nürnberg?

Während sich Eintracht Trier im Abstiegskampf beim Tabellenschlusslicht an den letzten Strohhalm klammert, werden manche SVE-Spieler von anderen Clubs gejagt. Unter anderem im Fokus: Vincent Boesen. - fupa-LIVETICKER

Moselstadion, vor gut einer Woche: Kaum war Vincent Boesen in der 75. Minute eingewechselt worden, verzeichnete er auch schon die erste Großchance von Eintracht Trier im Spiel gegen Watzenborn-Steinberg.

Die sportlich miese Situation des Regionalligisten, dazu die Spekulationen wegen der finanziellen Lage des Vereins – der 18-jährige Angreifer macht sich darüber keinen Kopf. Er zehrt von der Moral, die er als Kapitän der höchstwahrscheinlich um den Bundesliga-Aufstieg spielenden A-Jugend-Mannschaft des SVE verkörpert. „Vielleicht habe ich ein bisschen mehr Selbstvertrauen als andere Spieler im Kader“, sagt Boesen, der auch in der Partie beim Tabellenletzten FC Nöttingen am heutigen Samstag (14 Uhr, Panoramastadion) zum Tross des Trierer Regionalliga-Teams gehört.

Bei Ex-Trainer Oscar Corrochano war er in der ersten Mannschaft kaum zum Zug gekommen, das könnte sich in den weiteren Partien unter Interimscoach Rudi Thömmes ändern. „Er tritt unbekümmert auf. Er war nach seiner Einwechslung beim 1:0-Sieg gegen Watzenborn direkt da“, lobt Thömmes.

Boesen trumpft auf – das weckt Begehrlichkeiten. Nach TV-Informationen buhlt unter anderem das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg um das Angreifer-Talent. Boesen will auf Sicht Fußball-Profi werden, andererseits hat er bei Eintracht Trier nach eigener Auskunft einen bis 2019 laufenden Vertrag. Eine vertrackte Situation?

Erstmal zählt das Hier und Jetzt. „Nach dem Erfolg gegen Watzenborn können wir mit einem besseren Gefühl in Nöttingen antreten“, sagt Boesen, der am Sonntag auch wieder für die SVE-A-Jugend im Spiel beim SV Gonsenheim auf Torejagd gehen soll.

„Die Mannschaft hat in dieser Woche sehr engagiert trainiert“, sagt Thömmes, der gleichzeitig Realist bleibt: „Beim 1:0-Sieg gegen Watzenborn hatten wir auch Glück. Man hat bei vielen Spielern die Nervosität gespürt. Hinten haben wir Luftlöcher geschlagen und vorne einige Ballverluste gehabt.“
In Nöttingen zählt für Thömmes nur ein Sieg: „Ansonsten ist der Zug endgültig abgefahren. Wir müssen in den letzten Partien auch nicht mehr schön, sondern ausschließlich ergebnisorientiert spielen. Wenn wie gegen Watzenborn der Siegtreffer in der 90. Minute fällt, ist mir das auch recht.“

Michael Blum und Tobias Henneböle haben ihre Gelbsperren abgesessen – Henneböle plagten unter der Woche allerdings Knieprobleme. Wieder besser in Schuss sein soll Stürmer Sebastian Szimayer, den Corrochano aus Leistungsgründen zuletzt nicht mehr berücksichtigt hatte. Thömmes: „Sebastian hatte sich zwischenzeitlich hängen lassen, weshalb er zu Recht nicht im Kader stand. Zuletzt hat er aber wieder sehr gut gearbeitet und gegen Watzenborn das Tor vorbereitet. Er hat den Gong gehört.“

Wir berichten hier per Liveticker aus dem Panoramastadion.

 
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