2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Trier zittert sich über die Ziellinie

Die Eintracht muss beim 2:1-Sieg gegen Engers am Schluss um die drei Punkte bangen.

von Mirko Blahak · 04.05.2018, 21:25 Uhr · 0 Leser

So schnell geht’s im Fußball: Nachdem Eintracht-Torwart Johannes München dank stoischer Ruhe im Eins-gegen-eins den Ausgleich durch Björn Kremer verhindert hatte, nutzte Jan Brandscheid im direkten Gegenzug ein Missverständnis zwischen Engers-Torwart Andreas Pütz und Christof Fink zum 2:0 (19.).

Die Trierer Führung zu diesem Zeitpunkt: hochverdient. Schon nach sieben Minuten hatte Alexander Biedermann nach Zuspiel von Kevin Heinz aus kurzer Distanz zum 1:0 getroffen.

Die Moselaner hatten den Laden im Griff – pennten aber bei einer Ecke. So kam Engers durch einen Kopfball von Kremer wieder ran (2:1, 32.). Das Trierer Übergewicht war weg, auch wenn Biedermann nach Pass von Heinz das mögliche 3:1 aus zehn Metern vergab (41.)

Dem Eintracht-Stürmer gehörte auch die erste gute Offensivaktion nach dem Seitenwechsel, doch er belohnte sich nach einem guten Antritt nicht mit seinem zweiten Tor an diesem Abend (51.). Trier arbeitete auch in der Folge daran, für klare Verhältnisse zu sorgen, doch Felix Fischer, Brandscheid und Tim Garnier vergaben Torgelegenheiten. Trier machte es im Gästestrafraum zu kompliziert.

So blieb’s bei einer Partie auf des Messers Schneide. Der FV Engers, der den Klassenerhalt noch nicht endgültig sicher hat, zeigte sich immer wieder mal vor dem Trierer Tor, ohne jedoch zunächst gefährlich zu werden. Trier machte nicht den Deckel drauf - Ömer Kahyaoglu vergab gleich zwei weitere gute Chancen (76.).

Die Eintracht machte sich das Leben weiter schwer. Leoluca Diefenbach, gerade mal sechs Minuten auf dem Feld, sah nach einem harten Einsteigen gegen Daniel Fiege glatt Rot (83.). Für Trier wurden die letzten Minuten zur Zitterpartie. Andzanga Loulouga hatte für Engers den Ausgleich auf dem Kopf, verzog aber knapp (87.).

Die Eintracht rettete die drei Punkte und ist somit seit sechs Partien ungeschlagen. Nächste Woche Samstag gastiert der SVE beim SV Morlautern.

Eintracht Trier: München – Bouzid, Maurer, Cinar, Heinz – Brandscheid (83. Jakob), Fischer, Kinscher (66. Mabouba), Kahyaoglu – Garnier (76. Diefenbach), Biedermann

FV Engers: Pütz – Freisberg, Splettstößer, Eberhardt, Fink – Fiege, Peifer (80. Grzobic), Finkenbusch, Kremer (60. Aziz) – Naric, Wiersch (63. Loulouga)

Tore: 1:0 Biedermann (7.), 2:0 Brandscheid (19.), 2:1 Kremer (32.)

Schiedsrichter: Michel Lehmann

Zuschauer: 744

Rote Karte: Diefenbach (83., grobes Foulspiel)

Stimmen zum Spiel:

Daniel Paulus, Trainer Eintracht Trier: Wir haben es versäumt, frühzeitig alles klar zu machen. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben uns insgesamt eine Vielzahl an Torchancen herausgespielt. Engers hat sich nie aufgegeben. Wir haben unsere Konter schlecht ausgespielt, das war zu viel schnicki-schnacki.

Sascha Watzlawik, Trainer FV Engers: Es war ein sehr emotionales Spiel. Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. Nach dem 0:2 dachte ich, dass meine Mannschaft eingeschüchtert war. Aber ein Riesenkomplment an meine Mannschaft, wie sie sich da rausgezogen hat. Wir haben versucht, mitzuspielen und machen das 1:2. Wir haben an einen Punkt geglaubt. Wir hatten aber auch Glück, dass Trier seine Konterchancen nicht sauber ausspielte. Ein Punkt wäre für unsere Moral lebenswichtig gewesen. Ich bin dennoch angetan von der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben nicht wie ein Absteiger gespielt. Wir werden den einen nötigen Sieg noch holen.