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Montag 11.09.17 17:10 Uhr|Autor: Tageblatt / Von Tim-Julius Berchtold753
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Trio erweckt den Fußball in Burweg zum Leben

Riesenumbruch beim SV Burweg
BURWEG. Acht Neuzugänge, drei Teamverantwortliche an der Seitenlinie und ein Team, dass nach seiner sportlichen Talfahrt der letzten Saison wieder angreifen will. Bei den Fußballern des SV Burweg hat in der Sommerpause ein riesiger Umbruch stattgefunden.

Am vergangenen Sonntag traten die Burweger gegen einen der Mitaufstiegsfavoriten der zweiten Kreisklasse, den Dollerner SC, an. Und das erfolgreich.

Lars Jarck bekommt den Ball auf halblinker Position zugespielt und dringt in den Dollerner Strafraum ein. Er geht bis zur Grundlinie durch und wird beim Versuch, in die Mitte zu flanken, unsanft von den Beinen geholt. Folgerichtig entscheidet der Schiedsrichter auf Elfmeter. Timo Borchers tritt an und verwandelt souverän links unten. Es sollte nicht sein letzter Versuch vom Elfmeterpunkt geblieben sein.

Der 20-jährige Borchers ist eins von vielen Gesichtern des Neuanfangs beim SV Burweg. Vor der Saison kam der defensive Mittelfeldspieler zusammen mit fünf Teamkollegen vom FC Oste/Oldendorf. Für fast alle Neuzugänge bedeutete der Wechsel nach Burweg die Rückkehr zum Heimatverein. Im Zuge der Neustrukturierung des Sportvereins formierte sich ein Dreiergespann von Offiziellen, die ein klares Ziel formulierten. Trainer Uwe Roch, sein Assistent Thomas Borchers und Obmann Heiko Meyer wollten die in Burweg lebenden Fußballer von anderen Vereinen zurück an ihre alte Wirkungsstätte holen. Im Sommer gingen sie auf Timo Borchers und seine Teamkollegen zu und stellten ihnen das herausgearbeitete Konzept für die anstehende Saison vor.

Unmittelbar nach dem 1:0 in der achten Spielminute schickt Burwegs Torhüter Torsten Schulz seinen Angreifer Daniel Wessels per langem Pass über die Abwehrreihe. Der 35-Jährige nutzt sein Tempo aus, überläuft die Dollerner Abwehrspieler und überwindet den gegnerischen Torwart per Flachschuss. Nach einem sehenswerten Distanzschuss von Abwehrchef Marvin Völkner gehen die Burweger mit einer komfortablen 3:0-Führung in die Halbzeit. "Natürlich hatten wir die Dollerner stärker erwartet. Wir sind aber perfekt in die Partie gestartet und haben als Mannschaft über die gesamte Spielzeit geschlossen agiert", sagt Trainer Roch nach dem Spiel.




Dass bereits zu diesem Zeitpunkt der Saison so vieles richtig läuft, ist keine Selbstverständlichkeit. Nach fünf Spieltagen steht der SV Burweg mit neun Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der zweiten Kreisklasse. Zum Vergleich: In der gesamten letzten Saison holte die Mannschaft lediglich magere drei Punkte. Fußballobmann Meyer erklärt sich den Wandel vor allem durch die vollkommene Identifikation der Spieler mit dem Verein. "Viele der Jungs wohnen schon ihr ganzes Leben hier. Durch die Rückkehr einiger Leistungsträger ist auch nochmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen." Timo Borchers und die anderen Rückkehrer haben bewusst einen vermeintlichen, sportlichen Abstieg in Kauf genommen, um den Fußball in Burweg wieder aufzubauen und konkurrenzfähig zu machen. Bei Borchers‘ persönlicher Entscheidung spielte zudem das familiäre Umfeld eine wichtige Rolle. Vater Thomas als Co-Trainer und Bruder Fabian als Spieler sind ebenfalls beim SV Burweg aktiv.

Uwe Roch übernahm die Mannschaft bereits zwei Monate vor Ende der vergangenen Saison. Nachdem er das erste Spiel gleich gewann, gelang es ihm jedoch auch nicht, die erhoffte Kehrtwende herbeizuführen. Sportlich stieg Burweg ab, nur aufgrund der neuen Ligeneinteilung im Kreis blieb die Mannschaft in der zweiten Kreisklasse. "Wenn der Umbruch im Sommer nicht stattgefunden hätte, wäre der Fußball bei uns zugrunde gegangen. Nun sind wir sehr froh, dass auch die Ergebnisse so früh bereits stimmen", sagt Roch. Als Saisonziel habe er einen gesicherten Mittelfeldplatz fixiert.Nach zwei weiteren Treffern von Timo Borchers und einem unglücklichen Freistoßgegentor endet das Aufeinandertreffen mit dem Dollerner SC 5:1 für den SV Burweg. Kurioserweise gelingt Borchers sein Hattrick mithilfe von drei Elfmetertoren. Nach diesem erfolgreichen Einstand beim neuen Verein hofft der angehende Strukturmechaniker auf viele weitere erfolgreiche Spielzeiten mit den neuen, zum großen Teil aber bekannten Mitspielern.

 
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