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SV Buckenhofen sucht neuen Vorsitzenden

Vereinschef Edmund Knauer erklärte auf Jahresversammlung Rücktritt +++ Zwei Kandidaten lehnen ab

von len (NN Forchheim) · 30.11.2013, 08:00 Uhr · 0 Leser
Edmund Knauer (ganz links) ist bei der Jahreshauptversammlung des SV Buckenhofen als Vorsitzender zurückgetreten (F.: Knauer).
Edmund Knauer (ganz links) ist bei der Jahreshauptversammlung des SV Buckenhofen als Vorsitzender zurückgetreten (F.: Knauer).

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Dass der langjährige Fußballabteilungsleiter Harald Neudecker ersetzt werden muss, war schon vor der Jahresversammlung des SV Buckenhofen klar, die auch deswegen erst im November stattfand. Doch nun ging mit dem Vorsitzenden Edmund Knauer überraschend die nächste Führungskraft von Bord. Obwohl es geeignete Kandidaten gab, konnte noch kein Nachfolger gefunden werden.

Angespannt lehnt Edmund Knauer an einem Spätsommertag am Spielfeldrand an der Bande. Sorgen bereiten dem Buckenhofener Vereinsvorsitzenden nicht nur die Fußballer der 1. Mannschaft, die in der Landesliga vom ersten Spieltag an Probleme haben. Knauer muss bei den Heimspielen der Männer als Stadionsprecher aushelfen, nachdem sich Abteilungsleiter Harald Neudecker zurückgezogen hat. „Einen Tausendsassa wie ihn, der so viele Aufgaben geschultert hat, können wir nur schwer ersetzen“, ahnte Knauer — und behält Recht.

Donnerstag, Sportheim, Buckenhofen: Edmund Knauer ist wieder angespannt. Mehr als 50 Mitglieder haben sich zur Jahresversammlung eingefunden. Wie sich herausstellt, um nicht nur eine Lösung für den vakanten Posten des Abteilungsleiters zu suchen. Auch der Vorsitzende hört auf. Der selbstständige Landschaftsgärtner erklärt: „Ich muss aus zeitlichen Gründen zurücktreten. Ich kann nicht zeitgleich einen eigenen Betrieb und den Sportverein führen.“ Der stellvertretende Vorsitzende Stefan Pfister sowie Kassenwart Peter Gruß wurden als Nachfolger vorgeschlagen. Trotz Interesse lehnen beide erstmal ab, betonen, dass sie sich in ihren momentanen Posten wohl fühlen. So bleibt das Amt des Fußballabteilungsleiters vorerst unbesetzt. Intern soll diskutiert werden, wie eine Tandemlösung aus zwei Personen aussehen könne. Und Knauer leitet die Vereinsgeschicke kommissarisch vorerst weiter. 13 Mitglieder, die in den Vereinsausschuss gewählt werden, lassen Knauer „hoffen, dass es an Engagement für den Verein auch in Zukunft nicht mangeln wird“. Außersportliche Veranstaltungen wie der Orientierungslauf und das Johannisfeuer seien gute Beispiele für funktionierende Teamarbeit.

Finanziell belasteten den SVB im vergangenen Jahr vor allem die Sanierung der Kabinen, auch weil man sich in den Kosten verschätzte. Statt kalkulierter 38.000 Euro wurden es trotz vieler Stunden ehrenamtlicher Arbeit über 60.000 Euro. Finanzielle Unterstützung durch Sponsoren gibt es kaum. Als erste Reaktion stellte der Verein beispielsweise sein Konzept im Seniorenfußball um und will mehr Jugendspieler aus dem eigenen Verein integrieren. Konträr zu den personellen und finanziellen Schwierigkeiten blüht die Jugendarbeit in allen Abteilungen. In der vergangenen Saison konnten Fußballmannschaften in allen Altersklassen gestellt werden. Die Teams spielten in ihren Ligen allesamt in der oberen Tabellenhälfte mit, die A-Jugend schaffte glatt den Durchmarsch in die Bezirksoberliga und mischt dort ebenfalls gut mit.

Auch vom Handball-Nachwuchs gibt es Positives zu berichten. Erstmals seit der Gründung des HC Forchheim im Jahr 2011 stellt die Abteilung wieder sieben Mannschaften von den Minis bis zur D-Jugend. Auch eine Bambini-Gruppe hat sich bereits etabliert. Ob dieses Erfolges kämpft der einstimmig bestätigte Abteilungsleiter Günther Lauterbach an einer anderen Front: „Gemeinsam mit allen Vereinen müssten endlich Kriterien für die Vergabe von Hallenzeiten ausgearbeitet werden.“ Lauterbach spricht von „lange ausgebuchten Hallen“ und wünscht sich „mehr Berücksichtigung“. Dem schließt sich Gymnastikabteilungsleiterin Martina Roth an: „Die Buckenhofener Halle ist unser Sorgenkind. Sie ist im schlechten Zustand und bietet wenig Kapazität. Wir bräuchten eigentlich noch mehr Stunden.“ Trendsportarten wie Zumba oder Hip-Hop für Kinder erfreuten sich ebenso großer Beliebtheit, wie Präventions- und Seniorenkurse. Der Gymnastikbereich zählt 400 Mitglieder. len