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Montag 03.07.17 07:43 Uhr |Autor: MOZ.de / Hagen Bernard 40

Oberlindow gewinnt den 24. Ortsvergleich

Unterlegene Unterlindower halten das Spiel eine Stunde offen.

Das Oberlindower Fußball-Team hat zum 24. Mal den Ortsteilvergleich gegen Unterlindow gewonnen. Die von Henry Krüger und Dirk Rarisch betreute Mannschaft setzte sich auf dem Sportplatz am Knappenweg mit 6:2 (3:2) durch. Unterlindow hat sich in diesem Vergleich zwölfmal durchgesetzt.



Zum ersten Mal integriert war dieser Ortsteilvergleich in das traditionelle Sommersportfest des SV Blau-Weiß Groß Lindow. Hier dominierte erwartungsgemäß der Fußballsport. So verglichen sich die F-Junioren des Gastgebers mit Blau-Weiss Markendorf und setzten sich mit 6:3 durch. Kurz darauf waren die C-Junioren an der Reihe, die als Spielgemeinschaft Müllroser SV/Blau-Weiß Groß Lindow (FSG Schlaubetal) gegen den FC Energie Cottbus mit 0:9 verloren.

Dennoch hatten dabei auch drei Spieler aus der Groß Lindower Region gewonnen. Das waren der Müllroser Justin Rusko (1 Tor), der Groß Lindower Theo Harz (2) und der Finkenheerder Jonas Böhmert (1), die seit geraumer Zeit für die Lausitzer spielen.

Eingebettet war der Sport in ein volksfestähnliches Fluidum mit Hüpfburg, Basteln und Schminken. Gekommen waren auch die Frauen der allgemeinen Sportgruppe. Es sind 36 in der Regel über 60-jährige Seniorinnen, die sich dienstags um 19 Uhr in der Sporthalle zur Gymnastik einfinden. Wie Gudrun Milutzki berichtet, hatten sie 15 Kuchen mitgebracht. Das meiste davon wurde verzehrt. Nebenan gab es Softeis, Deftiges war an der Gulaschkanone mit Erbsensuppe und Bockwurst sowie am Grillstand erhältlich. Sportlich gute Kost zeigte auch die Tischtennisspieler, die je nach Leistungen Urkunden mit den Prädikaten "Weltklasse", "Talent" oder "gut" erhielten.

Bereits seit dem Vormittag schaute auch der 88-jährige Ehrenpräsident Kurt Lieske zu. "Alle machen gut mit, auch wenn das Spiel bereits entschieden ist. Es ist eines ohne Haken und Ösen, schön fair, es macht Spaß zuzuschauen. Dabei hat auch noch das Wetter mitgespielt, wunderbar", lobte der Träger des Sportadlers, der höchsten Auszeichnung des Landessportbundes. Übrigens verfolgte Lieske, der den Verein vier Jahrzehnte geführt hatte, das meiste von der Tribüne aus im Stehen. "Das Sportfest und den Ortsteilvergleich lasse ich mir doch nicht entgehen."

Dabei brauchte sowohl Lieske als auch die durchgehend gut 300 restlichen Zuschauer nicht unbedingt angestrengt auf den Rasen zu schauen. Schließlich hielt Stadionsprecher Manfred Machnow das Publikum auf dem Laufenden. "Das hatten wir schon lange nicht mehr. Die Spieler gehen respektvoll mit einander um", urteilte er. Das kann auch daran gelegen haben, wie ein Unterlindower Spieler monierte, "fast die Hälfte der Oberlindower Mannschaft nicht aus Oberlindow kommt." In der Tat sprach deren Betreuer Henry Krüger von einigen Fehlenden, sagte aber auch "wir hatten die besseren Spieler. Wie immer wurde dieser Vergleich recht hart bestritten."

Nachdem der Vorjahressieger schnell mit 3:0 geführt hatte, kämpften sich die von Andreas Walter betreuten Unterlindower per Elfmeter und kurz darauf mit dem Anschlusstreffer jeweils durch Florian Musick wieder heran. Bis knapp eine Stunde Spielzeit hielt das Abwehr-Bollwerk, dann setzten die feldüberlegenen Oberlindower um den überragenden A-Junioren Nicklas Weddemar vom 1. FC Frankfurt sich noch deutlich durch. Beim 4:2 hatte Florian Krause einen Freistoß direkt verwandelt.

"Wir hatte keinen richtigen Torwart. Daher waren wir in der missliche Lage, mehr defensiv zu spielen. Das hat jedoch nicht funktioniert. Wir haben zu viele einfache Tore kassiert. Insgesamt war es ein schönes Spiel für die Zuschauer, es ging recht fair zu. Auch Schiedsrichter Jens Assmann hat eine gute Leistung gezeigt", fand Andreas Walter. Trösten konnte er sich anschließend recht bald beim geselligen Zusammensein, denn traditionell lud der Sieger das unterlegene Team zum gemeinsamen Biertrinken ein. Die Gesamtbilanz für Oberlindow lautet nun 24:12.

Oberlindow: Tom Matzk - Dennis Mauer, Michael Arndt, Mike Partenheimer, Florian Krause, Willi Haufe, Daniel Tretiag, Niclas Weddemar, Christian Knüpfer, Felix Hacke, Tilo Krause, Steffen Mienack, Martin Fricke, Ronny Kieschke, Aaron Eichhorn, Paul Fischer - Betreuer: Henry Krüger, Dirk Rarisch

Unterlindow: Norman Raschke - Marian Raths, Franz Just, Ivo Schuster, Nick Murrach, Patrick Schmoll, Maik Nix, Tobias Krahe, Ronny Kleinsorge, Florian Musick, Nico Jhar, Max Staats, Gerald Kutz - Betreuer: Andreas Walter

Tore: 1:0 Niclas Weddemar (12.), 2:0 Florian Krause (13.), 3:0 Florian Krause (18.), 3:1 Florian Musick (20./Foulelfmeter), 3:2 Florian Musick (25.), 4:2 Florian Krause (58.), 5:2 Nicclas Weddemar (70.), 6:2 Nicklas Weddemar (86.) - Schiedsrichter: Jens Assmann (Rießen) - Zuschauer: 310

Ober- gegen Unterlindow: Franz Just (U), Felix Hackel (O), Yvo Schuster (U) und Niclas Weddemar (O/von links) sind vier der Protagonisten.

Zeigt eine perfekte Angabe: Tischtennisspieler Danilo Michalek am Rande des Fußballgeschehens

Seit Februar Vereins-Präsident: Jörg Fiedler Fotos (4): Michael Benk

Steht unter Dauer-Druck: die Abwehr der FSG Schlaubetal (weiße Hemden) im Spiel der C-Junioren gegen Energie Cottbus (0:9)

Oberlindow gewinnt den Ortsteilvergleich mit 6:2 / Fußballspiel ist zum ersten Mal in das allgemeine Groß Lindower Sportfest eingebettet / Sieger liegt mit 24:12 vorn

 
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