
Trainer Thomas Hölzgen zieht ein positives Fazit des ersten Saisonteils. Dazu hat er auch allen Grund, besiegte seine Mannschaft am letzten Spieltag des Jahres doch den Vierten Hertha Walheim locker mit 7:0. Doch der Coach würde seinem Ruf, stets das Maximale zu fordern, nicht gerecht, wenn er nicht mit den negativen Höhepunkten beim Blick auf die Hinrunde beginnen würde: „Beim 3:6 gegen die Viktoria aus Köln haben wir deutlich zu viele Gegentore kassiert. Das 0:2 beim SC West war einfach nur dämlich. Doch auf dem Weg nach oben gilt es, solche Rückschläge zu verkraften.“
Hätten die Bergischen beim SC West gewonnen, würden sie als Spitzenreiter überwintern. Doch auch so ist Hölzgen von der Punkteausbeute seiner Mannschaft angetan. Seit zweieinhalb Jahren hält er das Zepter beim Aushängeschild des Gladbacher Nachwuchsbereiches. Noch nie zuvor hatte die A-Jugend zum Jahreswechsel so viele Zähler auf dem Konto wie jetzt. Vor zwölf Monaten waren es gerade einmal 18: „Wir haben auf jeden Fall einen Schritt nach vorn gemacht. Doch unsere gute Hinserie müssen wir im Jahr 2018 auch bestätigen.“
Seine Truppe überraschte das ein oder andere Mal. Zum Auftakt gab es zwar nur ein 1:1 beim FC Hennef. Doch es folgten Siege über JFV Siebengebirge (3:2), beim Euskirchener THC (3:0), gegen den FC Pesch (5:2), Düren-Niederau (4:1), bei Jugendsport Wenau (3:1) und gegen den Bonner SC (3:0). Nach den Pleiten gegen SC West und die Viktoria fand der SV09 schnell wieder zurück in die Erfolgsspur: 3:1 beim SV Schlebusch, 5:0 gegen den FV Wiehl und das 7:0 gegen Walheim. Bleibt noch ein Wiederholungsspiel bei der Alemannia in Aachen, da der Schiedsrichter gegen den Willen von Hölzgen wegen Schneetreibens zur Pause abbrach.
Dass mit Kaan Calskaner der Toptorschütze (20 Treffer) zur U 19 des 1. FC Köln wechselt, findet Hölzgen gar nicht so schlimm. „Er ist zehn Jahre unter dem Radar der Bundesligisten geflogen. Jetzt wollen wir ihm keine Steine in den Weg legen. Sollte er wirklich Profi werden, könnte er eine enorme Ausbildungsentschädigung einbringen. Damit könnten wir die Jugendabteilung vielleicht sogar refinanzieren“, hofft der Coach.