
Irgendwie läuft es einfach beim SSV Jahn. In der Winterpause gab es sogar noch Unterstützung von ganz oben. Weil die Regensburger auf ein Trainingslager im Süden verzichteten, hoffte Trainer Achim Beierlorzer inständig, dass es daheim in Deutschland keinen allzu strengen Winter geben würde – „und wir in Schneemassen versinken“. Und es kam wie gewünscht. „Alles war wunderbar, wir konnten jede Trainingseinheit so durchführen, wie wir wollten“, zieht Beierlorzer nun einen Schlussstrich unter eine wie er sagt „vollauf gelungene“ Vorbereitung auf die Restrückrunde, die am kommenden Dienstag mit dem Spiel beim 1. FC Nürnberg startet.
Die Winterpause war dieses Jahr so kurz wie selten zuvor. Nur zweieinhalb Wochen standen Beierlorzer seit dem Trainingsstart am 3. Januar bis zur Generalprobe am Freitag beim FC Lieferung zur Verfügung. Insgesamt vier Testspiele mussten in dieser Zeit untergebracht werden.
Nach der Pause aufgedrehtDer Test in Liefering dürfte der letzte Mosaikstein bei Beierlorzers Überlegungen gewesen sein, wen er denn am Dienstag auf den Platz schickt. Im alten Jahr hatte sich zum Ende der Vorrunde eine eingespielte Stammelf gebildet. Wenn der Trainer von den vergangenen Trainingswochen erzählt, wird aber deutlich, dass sich etliche Spieler neu angeboten haben dürften. So habe etwa Albion Vrenezi, der in der Vorrunde über die Rolle des Jokers kaum hinauskam, zuletzt einen tollen Eindruck hinterlassen. Überhaupt seien mehrere Spieler näher an die Mannschaft herangerückt, wie sich Beierlorzer ausdrückt. Er nennt da Außenverteidiger Marcel Hofrath und Innenverteidiger Markus Palions – und auch Sebastian Freis. Letzter hatte zuletzt gar keine Rolle mehr gespielt. Nun gibt es bei ihm Beierlorzer zufolge eine „klare Tendenz nach oben“. Der Konkurrenzkampf in der Offensive werde auch dadurch immer größer.
Hein ist bald wieder zurückMit Al Ghaddioui hat Beierlorzer zumindest im Sturmzentrum eine Option mehr. Der 27-Jährige habe sich bisher sehr gut präsentiert, lobt der Coach: „Wir haben ja ohnehin darauf geachtet, dass er zu hundert Prozent zu uns passt.“ In den Testspielen konnte der Deutsch-Marokkaner auf sich aufmerksam machen und erzielte insgesamt drei Treffer. Der Spielweise der Mannschaft müsse sich Al Ghaddioui allerdings noch weiter etwas anpassen, sagt Beierlorzer. Um vollständig drin zu sein, sei die Zeit in der Mini-Winterpause dann doch zu kurz gewesen.