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Samstag 12.08.17 20:48 Uhr|Autor: Jürgen Scharf1.525
Marc Lais traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: Nickl

Jahn kegelt Darmstadt aus dem Pokal

Nach einem 0:1-Rückstand meldet sich der Regensburger Zweitligist im Duell gegen den Ligakonkurrenten beeindruckend zurück.
Der SSV Jahn Regensburg ist im DFB-Pokal weiter dabei. In der ersten Runde siegten die Oberpfälzer am Samstagabend mit 3:1 (1:1) gegen den SV Darmstadt 98. Vor 8919 Zuschauern entschieden Jonas Nietfeld und Marco Grüttner kurz vor Schluss das Duell der beiden Fußball-Zweitligisten zugunsten der Regensburger.

Jahn-Trainer Achim Beierlorzer hatte seine Startelf im Vergleich zur letzten Partie in der Liga gegen den 1. FC Nürnberg nicht verändert. Auf der Ersatzbank gab es allerdings ein neues Gesicht. Erstmals in dieser Saison stand Albion Vrenezi im Kader der Regensburger. Dieser hatte bislang noch keine Spielgenehmigung für den Jahn, weil er auch beim SV Sandhausen einen Vertrag unterschrieben hatte. Im Laufe dieser Woche kam es nun zu einer Einigung zwischen beiden Vereinen.

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Weltmeister zu Gast in Regensburg

Auf dem Platz standen die Regensburger etlichen prominenten Gegenspielern gegenüber. So liefen beim SV Darmstadt unter anderem Weltmeister Kevin Großkreutz und Ex-Bayern-Star Hamit Altintop auf. Das alles dürfte aber keine Rolle gespielt haben, als Andy Geipl nach zehn Minuten die große Chance zur Führung für den Jahn hatte. Grüttner war nach einem Eckball im Strafraum umgefallen. Schiedsrichter Martin Petersen entschied auf Elfmeter. Geipl trat an – und jagte den Ball weit übers Tor.

Zehn Minuten später schienen sich die Regensburger zwar von diesem Rückschlag gut erholt zu haben, es gab aber schon den nächsten. Abwehrchef Marvin Knoll musste verletzt ausgewechselt werden. Doch auch davon ließ sich der Jahn nicht unterkriegen. Ganz im Gegenteil schienen die Oberpfälzer richtig Lust aufs Fußballspielen zu haben, während die Gäste zunächst vor allem auf Sicherheit bedacht waren.

Diese Spielfreude des Jahn wäre nach einer halben Stunde ein zweites Mal fast belohnt worden. Nach einer tollen Kombination lief Jann George frei aufs Tor zu. Weil der Winkel etwas spitz war, probierte er einen Lupfer. Der war gekonnt, nur reagierte SV-Keeper Daniel Heuer Fernandes überragend, fuhr blitzschnell den Arm aus und schnappte sich den Ball.

Kurz danach hatte der Jahn sogar noch eine dritte große Chance. Sargis Adamyan donnerte den Ball nach einer Vorlage von Joshua Mees aus vollem Lauf aufs Tor, doch wieder kam Heuer Fernandes mit einer starken Reaktion heran.

Drei tolle Chancen gehabt, keine genutzt – das sollte sich rächen. Die Darmstädter machten es ganz anders. Sie hatten fünf Minuten vor der Pause ihre erste große Möglichkeit und nutzten diese sofort eiskalt aus. Zuvor ging im Mittelfeld der Gäste plötzlich die Post ab. Ein, zwei Pässe genügten, um Tobias Kempe auf dem linken Flügel auf die Reise zu schicken. Er bediente am Ende Artur Sobiech mit einer präzisen Vorlage, die der zum 0:1 ins Tor stocherte.

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Lais macht es besser als Geipl

Sollte es wirklich mit diesem nicht gerechten Ergebnis in die Pause gehen? Nein, denn der Jahn hatte direkt vor dem Halbzeitpfiff seine vierte Riesenchance. Dieses Mal nutzte er sie auch. Sargis Adamyan war nach einem schönen Dribbling im Strafraum nur mit einem Foul zu stoppen. Wieder gab es Elfmeter. Nun trat Marc Lais an und verwandelte sicher zum Ausgleich.

Nach der Pause blieb der Jahn zunächst am Drücker. Joshua Mees hatte auch gleich eine gute Chance. Bei seinem Schuss reagierte Heuer Fernandes wieder prächtig. Als eine Stunde gespielt war, schalteten die Darmstädter zwar einen Gang hoch, die besseren Chancen hatte aber weiter der Jahn. Jann George kam an der Strafraumkante zum Schuss, zielte aber zu ungenau (65.). Und kurz danach hielt Alexander Nandzik bei einem Freistoß voll drauf, vom Pfosten prallte der Ball jedoch nicht ins Tor, sondern ins Aus.

In der 80. Minute wurden die Darmstädter gefährlich. Der Kopfball von Roman Bezjak ging aber übers Tor. Ein Kopfball war es dann auch, der das Spiel entscheiden sollte. Dieses Mal setzte ihn ein Regensburger ab. Jonas Nietfeld behielt in einem Getümmel im Strafraum die Übersicht und traf zum 2:1– der verdiente Lohn für den großen Einsatz, den der Jahn auch in der zweiten Halbzeit gezeigt hatte. In der Nachspielzeit gelang Marco Grüttner sogar noch der dritte Treffer für den Jahn. Die Regensburger Fans feierten ihre Lieblinge, die verdient in die zweite Runde des Pokals einzogen.

 
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