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Mittwoch 13.09.17 18:00 Uhr|Autor: Jürgen Scharf557
Platzwunde? Kein Problem! Benedikt Gimber (rechts) macht dann eben – wie hier im Testspiel gegen Aalen – mit Verband weiter. Foto: Nickl

Jahn: Gimber geht dahin, wo es weh tut

Der junge Verteidiger der Regensburger hat sich mit großem Einsatz ins Team gespielt – und mit ihm in der Startelf läuft es.

Benedikt Gimber zeigt in seinen ersten paar Minuten, die er für den SSV Jahn in der 2. Liga auf dem Platz steht, gleich mal Kante. In der 88. Minute wird er beim Saisonauftakt in Bielefeld eingewechselt. Kurz danach ist die Partie vorbei – und Gimber hat bereits die erste gelbe Karte auf seinem Konto. Kaum auf dem Platz, „opfert“ er sich für die Mannschaft und stoppt einen gefährlichen Bielefelder Konter mit einem Foul. Eine klare Ansage des 20-jährigen Verteidigers: Hier ist kein ängstlicher Jugendspieler nach Regensburg gekommen, sondern einer, der auch dahin geht, wo es wehtut, wenn es denn sein muss.



Für eine Saison hat der SSV Jahn Gimber von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Am dritten Spieltag, beim Sieg in Ingolstadt, stand er erstmals in der Startelf. Dass er eine kurze Anlaufzeit gebraucht hat, um sich ins Team zu kämpfen, hat Gimber nach eigener Aussage nicht überrascht. Unterm Strich sei „alles nach Plan“ gelaufen, findet er: „Man kann auch nicht erwarten, dass man auf Anhieb in der ersten Elf steht, wenn man als Neuzugang zu einem funktionierenden und erfolgreichen Team kommt.“

Hundertprozentige Erfolgsquote

Nun will er seinen Teil dazu beitragen, dass der Jahn weiter erfolgreich ist und den Klassenerhalt schafft. Geht es alleine nach der Statistik, müsste er in den Planungen von Trainer Achim Beierlorzer ein absoluter Fixpunkt sein. Beide Spiele in der Liga, in denen Gimber von Anfang an auflief, gewannen die Regensburger. Die anderen drei, in denen er zunächst auf der Bank saß, gingen alle verloren.

Gimber ist in Regensburg voll angekommen. Er mag die Stadt: „Sie ist wirklich wunderschön. Ich war total positiv überrascht, da können nicht viele Städte mithalten.“ Und er mag die Mannschaft, erzählt von einem tollen Zusammenhalt in der Truppe. Am meisten Zeit verbringt er dabei mit Joshua Mees, seinem alten Kumpel, mit dem er bereits gemeinsam in Hoffenheim gespielt hat. Beide sind nun nach Regensburg ausgeliehen worden.

Gimber gilt als eines der ganz großen Innenverteidiger-Talente in Deutschland. Bis zur U20 spielte er für alle deutschen Jugend-Nationalmannschaften, lange auch als Kapitän. Nun ist er altersbedingt in die U21 aufgerückt, wurde zuletzt aber nicht eingeladen. Enttäuscht sei er deswegen überhaupt nicht, meint er. In der U21 gebe es in der Abwehr ein großes Angebot von Spielern, die bereits in der ersten Liga spielen. Die Konkurrenz sei also riesig. Große Gedanken über die Nationalelf mache er sich derzeit ohnehin nicht: „Meine Ziele liegen einzig und allein beim Jahn.“

„Wir sind voll im Soll“

Beim Erreichen der Ziele als Mannschaft sieht er sein Team auf einem guten Weg. „Wir sind voll im Soll“, meint er zu den sechs Punkten aus fünf Partien, „und auch die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, ist so, wie wir es uns vorgestellt haben“.

Um sich voll auf seine Arbeit beim Jahn konzentrieren zu können, will Gimber in Regensburg richtig heimisch werden. Noch lebt er in einem Appartement, sucht aber eine Wohnung, in die er demnächst mit seiner Freundin ziehen will. Es scheint auch nicht ausgeschlossen, dass er in dieser vielleicht sogar länger bleibt, als nur bis zum kommenden Sommer. Sein Vertrag in Hoffenheim läuft bis 2020, nach aktuellem Stand muss er nach der Saison zurück. Gedanken, wo und wie es für ihn in den kommenden Jahren weitergeht, macht sich Gimber nach eigener Aussage aber nicht: „Als Fußballer so langfristig zu denken funktioniert nicht, weil so viele Faktoren eine Rolle spielen.“

Noch bis vor wenigen Monaten hatte Gimber ausschließlich bei Vereinen in seiner Heimat Baden-Württemberg Fußball gespielt. Bereits in der Jugend wechselte er zur TSG Hoffenheim, später, im Profi-Bereich, wurde er nach Sandhausen und Karlsruhe ausgeliehen. Nun ging es für ihn erstmals in ein anderes Bundesland. Schwierigkeiten, sich einzugewöhnen, habe er aber nicht gehabt. Das Leben in Bayern sei für ihn alles andere als ein Kulturschock, sagt er mit einem Lächeln. Von der Mentalität sei da zu den Baden-Württembergern gar kein so großer Unterschied: „Da ähneln wir uns.“

 
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