
Es war ein Vorgeschmack auf ein neues Niveau. Viele Zuschauer waren nicht da: Die Augenzeugen allerdings, die da waren, sahen einen höchst interessanten Futsalvergleich. Mit positivem Ausgang für den SSV Jahn 1889: Zehn Tage vor den drei Spielen am 23., 24. und 26. August in Schweden in der Champions League besiegte der deutsche Meister den Schweizer Meister Minerva aus Bern mit 4:3.
Minerva ist gleichzeitig als Gastgeber ebenfalls im Uefa-Futsal-Cup dabei und spielt gegen Teams aus London, Dublin und Gibraltar. Ohne die Brasilianer Alemao, Marquinhos und Andre Caro, den verletzten Florian Fromholzer und dem beim Nationalmannschafts-Lehrgang befindlichen Luca Piga hatte der Regensburger Startblock mit Lucas Kruel, Andre Perez und Halison sowie dem ungeheuer flinken Neuzugang Gui Fonseca, der davor in Minsk spielte, in den ersten 20 Minuten durch Halisons Tor (4:09) einen 1:0-Vorsprung herausgeschossen. Für die Schweizer rettete in der intensiven Partie je einmal der Pfosten (Perez) sowie die Latte (Halison) genauso wie für den SSV Jahn 1889 einmal der Pfosten ein Tor verhinderte.
Nach der Pause sah es so aus, als würde der SSV Jahn 1889 durch einen Doppelschlag in 22 Sekunden klar Oberwasser gewinnen. Erst verwertete Gui Fonseca einen eigenen Versuch im Nachschuss (24:48), dann bereitete er mit einem Musterpass auf Lucas Kruel desssen 3:1 vor (25:10). Als Perez mit seinem überlegten Lupfer das 4:1 nachlegte (33:48), schien alles klar. Doch im Futsal ist auch ein solcher Vorsprung schnell aufzuholen. Minerva, das einen Partnerverein im Futsal-Land des WM-Vierten in Portugal hat, nahm wie im Eishockey den Torhüter vom Feld und agierte erfolgreich mit fliegendem Torwart. Innerhalb von 52 Sekunden gestaltete Tiago Machado mit seinen beiden das Spiel wieder offen (35:44/36:36), der Jahn gewann trotzdem.
Übrigens: Wer Lust und Laune hat, die Futsaler vor ihrer Abreise nach Schweden hautnah zu erleben, kann das am Samstag ab 17 Uhr bei einer kleinen Teampräsentation im Kneitinger am Galgenberg tun.