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Donnerstag 19.10.17 21:00 Uhr|Autor: Jürg Schmidt (BZ)1.631
Jubel in Untermünstertal. Die Ligaspitze ist nicht mehr weit.| Foto: Horst Frommherz

Spvgg. Untermünstertal: Früher Sandkasten – bald Landesliga?

Untermünstertal ist in der Bezirksliga auf Platz zwei geklettert +++ Coach Falko Weis hält sich in Sachen Aufstieg aber zurück
Es war die bisher torreichste Begegnung der Saison und der höchste Sieg für die Spvgg. Untermünstertal: Der 8:2-Auswärtserfolg in Kenzingen bescherte den Tälern eine hervorragende Tordifferenz und hievte sie an den punktgleichen Bahlingern vorbei auf den zweiten Platz der Bezirksliga.

Eine Momentaufnahme, befinden Trainer Falko Weis und Reiner Pfefferle, Leiter der Fußball-Abteilung, unisono. „Ich werde mich hüten zu sagen, wie es weitergeht“, sagt Falko Weis. „In meinen Augen macht nur Sinn, von Spiel zu Spiel zu denken. Denn man wundert sich mitunter über die Ergebnisse. Das spricht für die extreme Leistungsdichte in der Liga.“ Reiner Pfefferle meint, dass die „schweren Gegner“ erst kommen: „Da wird sich zeigen, wohin unser Weg geht.“ Solcherlei Skepsis scheint den Ergebnissen zufolge nicht unangebracht: Bisher hat Untermünstertal erst zwei Partien gegen sogenannte Spitzenteams bestritten, und sowohl gegen Bahlingen II als auch gegen Merzhausen unterlagen die Täler.

Nichtsdestotrotz ist Falko Weis mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Zumal er erst seit dieser Spielzeit die Geschicke der Mannschaft leitet. Auf ihn aufmerksam wurden die Verantwortlichen in der Vorsaison bei Testspielen gegen seinen damaligen Klub, den A-Kreisligisten SV Burkheim. „Der engagierte Trainer ist uns sofort aufgefallen“, erzählt Pfefferle. Arnold Brunner, damals Cheftrainer der Täler, konnte der Vereinsleitung Weis nur empfehlen. Brunner selbst musste das Traineramt berufsbedingt abgeben; auch Co-Trainer René Pfefferle, der ihn häufig an der Seitenlinie vertrat, wollte aus familiären Gründen kürzertreten. Über Brunner, Pfefferle und Bertram Burgert kam der Kontakt  zustande.

„Für mich war das ein Superangebot“, sagt Falko Weis. „Ich habe eine funktionierende Mannschaft übernommen, deren Spielweise meiner Auffassung von Fußball entspricht.“ Dass Abgänge wie der von Luca Weik oder Verletzungsausfälle wie jener von Kapitän Gerrit Stiefvater, der in einem Testspiel einen Kreuzbandriss erlitt, kompensiert wurden, erklärt Weis mit dem „Super-Teamgeist“.

Der Spirit fordere aber auch ihn als Trainer: „Wenn man mit Leuten zusammenarbeitet, die sich quasi seit dem Sandkasten kennen, muss man seinen eigenen Draht zur Mannschaft finden.“ Die intensive Vorbereitung sei ihm zupass gekommen, so Weis. Dennoch war der Saisonstart ein wenig holprig: „Ich will nicht sagen, dass unser Motor anfangs gestottert hat, aber wir haben bei der unglücklichen Niederlage gegen Bahlingen und dem Remis gegen Wasser-Kollmarsreute Punkte gelassen.“ Weitere Anlaufschwierigkeiten waren, dass  Fabian Gutmann eine alte Oberschenkelverletzung wieder zu schaffen machte und Gaspar Memdy, den Weis aus Burkheim mitbrachte, erst seinen Platz im Team finden musste.

Nun läuft es aber – auch weil die Mannschaft die Zweikämpfe besser annimmt. „In der Liga wird hohes Tempo gespielt, daher spielt die Physis eine große Rolle, wenn es darum geht, in Ballbesitz zu bleiben“, erläutert Weis. „Daran arbeiten wir.“ Mit Erfolg: Die vorigen fünf Spiele entschied Untermünstertal klar für sich. In Sachen Aufstiegsrennen halten sich Trainer und Abteilungsleiter dennoch bedeckt. „Natürlich ist der Aufstieg immer ein Thema“, sagt Reiner Pfefferle. „Aber da gehört viel dazu: Man  muss immer an die Grenzen gehen – Glück gehört natürlich dazu – und man muss von Verletzungen verschont bleiben.“ Wegen Letzterem sei der große Kader ein Pfund, mit dem Untermünstertal wuchern kann. „Wir sind in der Breite besser aufgestellt und wollen vorne mitspielen, unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Drei“, stellt Pfefferle klar. Bestätigung erhält er von der hervorragenden Trainingsbeteiligung der ambitionierten Mannschaft.

„Untermünstertal hat eine lange Tradition in der Landesliga“, sagt Falko Weis. Insgesamt neunzehn Jahre – von 1993 bis 2008 und von 2011 bis 2015 – waren die Täler eine feste Größe in der Staffel II der Landesliga. „Dass das irgendwann wieder der Fall sein soll, ist klar“, so Weis. „Aber in den meisten Vereinen ist es oft schwierig, denn Spieler kommen und gehen.“

Auf Untermünstertal träfe das indes nicht zu, die Mannschaft besteht fast ausschließlich aus Eigengewächsen der eigenen Jugendarbeit, die sich mit dem Klub voll identifizieren. Und auch die Fans goutierten das Engagement, findet Weis: „Bei uns herrscht immer eine tolle Atmosphäre, mit sehr vielen Zuschauern. Das macht immer wieder Bock auf das Spiel.“

 
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