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Freitag 28.07.17 16:33 Uhr|Autor: Marc Schüler647
F: Volz

Fußballer wollen Zeichen setzen

Testspiel: Die Spvgg Seeheim-Jugenheim tritt am Sonntag gegen den jüdischen Verein TuS Makkabi an
Wenn am Sonntagnachmittag, 30. Juli, um 15 Uhr die Mannschaften der SpVgg. Seeheim-Jugenheim und der TuS Makkabi Frankfurt aufeinandertreffen, dann ist dies mehr als ein Freundschaftsspiel. Für Vereine und Gemeinde geht es darum, ein Zeichen zu setzen, auch wenn beide Vereine lieber den sportlichen Vergleich und das Miteinander in den Vordergrund rücken.

"Sportlich ist es schon sehr reizvoll, denn wir haben nicht oft die Möglichkeit gegen ein Team aus dem Bezirk Darmstadt zu spielen. Aber es ist viel mehr als das. Für uns als jüdischer Verein, bei dem Spieler aus allen Kulturen und Religionen spielen können, ist es wichtig, ein positives Zeichen zu setzen. Vereinzelt werden wir leider immer noch angefeindet, auch wenn das weniger geworden ist. Darum war es für uns auch gar keine Frage, zuzusagen als die Anfrage aus Seeheim-Jugenheim kam", erklärte der sportliche Leiter der TuS Makkabi Frankfurt.

Er sieht das Spiel als positives Zeichen der sportlichen, freundschaftlichen Verständigung. Inspiriert wurde der symbolische Gedanke dieses Spiels vom Dokumentarfilm „Liga Terezin“, der sich mit den Fußballmannschaften und Fußball-Ligen der Insassen des Konzentrationslagers Theresienstadt beschäftigt. "Ich habe am 26. Januar im Rahmen einer Holocaust-Gedenkveranstaltung den Film von Oded Breda gesehen und war beeindruckt. Er selber begann seine Suche als er seinen Onkel in einem 30 Jahre alten Film darüber entdeckte und war an der Geschichte dahinter interessiert", berichtet der Pressesprecher der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, Karsten Paetzold. So entstand an diesem Abend die Idee, selber ein Fußballspiel zu veranstalten, das symbolisch aufzeigt, dass Sport weder Grenzen, noch Kulturen oder Religionen kennt. Da sowohl Vertreter der SpVgg Seeheim-Jugenheim, als auch von Makkabi Frankfurt bei dieser Veranstaltung anwesend waren, war ein Freundschaftsspiel schnell verabredet.

"Auch für uns ist es sportlich ein neuer Gegner. Wir haben die Vertreter von Makkabi schon am Holocaust-Gedenktag kennengelernt und freuen uns nun darauf gegen sie zu spielen", erklärt der Vorsitzende der SpVgg Seeheim-Jugenheim, Thomas Stöhr. Für ihn ist das Spiel gegen die TuS Makkabi Frankfurt ein Spiel wie jedes andere Vorbereitungsspiel auch. "Im Fußball ist es egal, wer der Gegner ist oder woher er kommt. Fußball verbindet. Und vielleicht können wir auch mit unseren Jugendmannschaften regelmäßig gegeneinander antreten", freut sich Stöhr auf die Partie.

 
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