FuPa-Medizincheck: Der Scheibenmeniskus
Donnerstag 31.10.19 09:45 Uhr|Autor: Dr. Simeon Geronikolakis4.361
Der FuPa-Medizincheck mit Dr. Simeon Geronikolakis. Foto: Marco Nägele

FuPa-Medizincheck: Der Scheibenmeniskus

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport
Im FuPa-Medizincheck erklärt Dr. Simeon Geronikolakis dieses Mal wie ein Scheibenmeniskus entsteht und behandelt werden kann. Übrigens: Wer eine Frage an ihn hat, kann jene ganz einfach via E-Mail stellen.


Was ist der Meniskus und welche Funktion hat er?
In jedem Knie gibt es zwei Menisken, einen Innen- und einen Aussenmeniskus. Die elastischen, aus Faserknorpel bestehenden, halbmondförmigen Menisken liegen zwischen den Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkels und haben mehrere Funktionen. Hauptsächlich dienen sie als Lastverteiler und Stoßdämpfer. Zusätzlich haben sie zusammen mit dem Bandapparat die Aufgabe das Kniegelenk zu führen und zu stabilisieren.


Was ist ein Scheibenmeniskus und wie häufig kommt er vor?
Der Scheibenmeniskus ist eine seltene anatomische Variante eines Meniskus, die in den meisten Fällen den Aussenmeniskus betrifft. Hierbei hat der Meniskus nicht wie gewöhnlich eine halbmondförmige Form, sondern eine Scheibenform. Er ist damit größer und reicht bis an den Rand des Schienbeinknochens.

Da der Scheibenmeniskus oft keine oder erst sehr spät Beschwerden verursacht, ist es schwer abzuschätzen wie viele Menschen betroffen sind. Man geht jedoch von einer Häufigkeit von insgesamt 0,4% bis 17% aus, mit auffällig höherem Vorkommen in asiatischen Ländern, vor allem in Japan.


Wie entsteht ein Scheibenmeniskus?
Die Ursachen für das Entstehen eines Scheibenmeniskus sind noch nicht endgültig geklärt. Neueste Untersuchungen entkräften die Annahme, dass diese Normvariante angeboren ist und man geht mittlerweile von einer mechanischen Fehlbelastung als Hauptursache aus.



Welche Symptome treten auf?
Wie bereits erwähnt, bleibt ein Scheibenmeniskus oft asymptomatisch. Wird der zentrale Bereich zwischen Schienbeinkopf und Oberschenkelrolle eingeklemmt, kann es zu Schmerzen und typischerweise auch zu einem klassischen Schnapp-Phänomen kommen. Viele Betroffene berichten aber auch nur über belastungsabhängige unspezifische Beschwerden. Schwellungen treten nur sehr selten auf.


Wie wird ein Scheibenmeniskus diagnostiziert?
In der körperlichen Untersuchung kann oft dieses Schnappen reproduziert werden, während die Kernspintomographie (MRT-Untersuchung) das Vorliegen eines Scheibenmeniskus nachweisen und anderweitige Pathologien ausschließen kann.


Wie sieht die Therapie aus?
Verursacht ein Scheibenmeniskus keine Beschwerden und wird er nur zufällig festgestellt, so ist eine Behandlung nicht notwendig. Sobald Symptome auftreten, bedarf es jedoch einer operativen Therapie um Folgeschäden zu vermeiden. Mittels einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) wird dabei der überschüssige Anteil im zentralen Bereich des Meniskus entfernt und die halbmondförmige Form wiederhergestellt. Um die Schutzfunktion des Meniskus nicht zu beeinträchtigen sollte die Teilentfernung sehr sparsam erfolgen.





Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in Ludwigsburg praktizierende Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist insbesondere in Fußballerkreisen sehr bekannt. Als Sportarzt kümmert er sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten, vor allem von mehreren Fußballmannschaften sowie einzelnen Amateur- und Profifußballern. Im Rahmen seiner Tätigkeit als DFB-Arzt betreut er seit Anfang 2013 zusätzlich die Junioren-Fußball-Nationalmannschaften und ist Teamarzt der deutschen U20-Nationalmannschaft.

In den letzten Jahren wirkte Dr. Geronikolakis unter anderem auch als Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart, betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Team-Arzt der deutschen Fußball-Amateur-Nationalmannschaft (mit dreimaliger EM-Quali- und zweimaliger EM-Endrunden-Teilnahme), Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er auch schon die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Handball-WM 2007, Turn-WM 2007, Turn-Weltcups jährlich 2007-2014, Turn-Bundesliga 2008, Turn-Deutschland-Cup 2008, 6-Tage-Rennen 2008, Judo-WM 2009, Wasserball-Junioren-EM 2010, Bahnrad-WM 2011, U19-Damen-Fußball-EM-Eliterunde 2013, Weltcup der rhythmischen Sportgymnastik 2014, Weltmeisterschaft der rhythmischen Sportgymnastik 2015, UEFA Regions' Cups 2010-2015).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de Eine Terminvereinbarung ist für unsere FuPa-Leser unter mail@dr-geronikolakis.de möglich. Leser können ihre Fragen via medizincheck-stuttgart@fupa.net an ihn richten.


Tabelle
1. TV Kemnat II 1780 48
2. SV Eintracht 1723 40
3. Mühlhausen II 1636 37
4. TSV Steinenb 1525 32
5. Zazenhausen II 1712 34
6. PSV Stgt II 178 25
7. TSV Münster II 17-9 24
8. Spfr. Stgt II 1712 23
9. 1. FV 1896 17-1 23
10. SSV Z`hausen II 17-24 17
11. ASV Botnang II 16-36 15
12. TSV Uhlbach II 17-18 11
13. FC Stuttgart II (Neu) 16-52 9
14. TV89 Z`hause III (Neu) 17-36 9
15. SG UTrkheim II 15-20 7
Wertung gemäß Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
ausführliche Tabelle anzeigen

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