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Samstag 12.08.17 15:30 Uhr|Autor: Frank Steinseifer236
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Der 19-jährige Luigi Valido (rechts/hier im Testspiel gegen die TSG Wieseck) gehört zu den jungen Wilden im Kader der Sportfreunde Siegen. Foto: fst

Von Fohlen, Küken und anderen Jungtieren

Sportfreunde mit blutjunger Mannschaft – Start bei Meisterschaftsanwärter Hammer SpVg

Hammer SpVg - Sportfreunde Siegen (So 15:00)

Wenn der Begriff der „Fohlenelf“ fällt, dann weiß der informierte Fußballfan gleich, was Sache ist. Der Spitzname „Fohlenelf“ entstand vor über 50 Jahren, als der damalige Trainer von Borussia Mönchengladbach, Jupp Heynckes, seine Regionalliga-Mannschaft in der zweithöchsten Spielklasse mit vielen Jugendspielern bestückte und der Profikader mit einem Durchschnittsalter von 21,5 Jahren das geringste aller Regionalliga-Mannschaften aufwies. Letztlich stieg die Borussia in die Bundesliga auf und der Mythos „Fohlenelf“ war geboren.

Noch ein Stück weit jünger ist der Mannschaftskader der Sportfreunde Siegen, der am morgigen Sonntag bei der Hammer Spielvereinigung (Anstoß 15 Uhr, Evora Arena Hamm) in die Oberliga-Saison 2017/18 startet. Mit Eichelhäher Magolves als Maskottchen, müsste man bei den „Freunden“ nun aber eher von der „Kükenelf“ sprechen. Das Durchschnittsalter der Spieler liegt bei unter 21 Jahren. Damit geht vermutlich die jüngste erste Mannschaft der Vereinsgeschichte der Sportfreunde Siegen in die Saison.

Den Altersschnitt der „Jugend-forscht-Mannschaft“ „vermasseln“ Ersatztorhüter Thorsten Schmidt mit 26 Jahren, die beiden Abwehrspieler Marco Beier (22) und Fuad Dodic (23) sowie die drei neuen Japaner Rio Sato (24), Satoshi Horie (26) und der Senior im Team, der 28-jährige Rio Kaminishi. Das „Küken“ im Nest ist der aus der eigenen Jugend stammende Jannik Krämer, Sohn von Sportvorstand Andreas Krämer, der erst vor wenigen Wochen seinen 18. Geburtstag gefeiert hat.

Dass die Siegener mit einer so jungen Mannschaft das Unternehmen Klassenerhalt starten, ist natürlich keine ganz freiwillige Entscheidung. Der im Insolvenzverfahren steckende Club muss kräftig sparen, da ist für erfahrene Fußballer, die andernorts mehr verdienen können, kein Geld mehr vorhanden. Somit setzt der Verein beim Neustart auf Nachwuchsspieler, die zumeist aus der eigenen A-Jugend stammen. Sieben Wochen lang hat das neue Trainergespann die Mannschaft nun auf die kommende Saison vorbereitet.

Cheftrainer Dapprich: „Ich bin begeistert von der jungen Mannschaft. Es macht richtig Spaß mit den Jungs zu arbeiten. Ryo Kaminishi macht für die anderen Japaner den Dolmetscher und die Kommunikation wird immer besser. Wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet. Wir mussten den Kader ja von Null auf Hundert zusammenstellen und für unsere Rahmenbedingungen ist uns das auch ganz gut gelungen. Auch wenn man die Testspiele nicht überbewerten darf, so fällt mein Fazit doch positiv aus. Sehr gut gefallen haben mir die Leistungen gegen Steinbach, Bergisch Gladbach, gegen Wieseck und auch gegen den TuS Erndtebrück. Richtig schlecht waren wir nur im Spiel gegen Olpe (2:4).“

Am morgigen Sonntag haben die Sportfreunde mit dem Vorjahresdritten Hammer Spielvereinigung gleich zum Auftakt einen dicken Brocken vor der Brust. „Uns erwartet in Hamm eine unglaublich schwere Aufgabe. Hamm hat sich im Sommer und jetzt zuletzt noch mit regionalligaerfahrenen Spielern verstärkt. Für mich gehören Hamm, Schalke, Herne, Haltern, Lippstadt und der ASC Dortmund als Wundertüte zu den Favoriten. Wenn ich jedoch lese, dass Siegen mit zum Favoritenkreis zählt, dann muss ich ernsthaft am Fußball-Sachverstand einiger Journalisten zweifeln“, so Dapprich.

„Für uns geht es nach dem Regionalliga-Abstieg, nach einem schweren Umbruch und mit dieser jungen und unerfahrenen Mannschaft reinweg nur um den Klassenerhalt. In Hamm wollen wir uns gut präsentieren und unsere Stärken auf den Platz bringen. Wenn wir in der Rolle des klaren Außenseiters einen Punkt holen könnten, wäre es ein gelungener Auftakt. Jedenfalls fahren wir nicht nach Hamm, um uns das Stadion anzugucken“, erklärt Dapprich, der auf den langzeitverletzten Marco Beier (Kreuz- und Innenbandriss) sowie auf Tobias Filipzik (Kapselriss im Fuß) und Ryo Sato (Innenbandverletzung im Knie) verzichten muss.


Schiedsrichter: Philip Holzenkämpfer



 
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