Albaum/Heinsberg krönt sich zum Meister
Donnerstag 30.05.19 21:16 Uhr|Autor: klug1.521
Nach dem Sieg im Entscheidungsspiel gegen Vatanspor Meggen ist die SG Albaum/Heinsberg im Meisterziel. Fotos (3): Klug

Albaum/Heinsberg krönt sich zum Meister

Im Entscheidungsspiel um den Titel in der Olper C1-Liga hat Vatanspor Meggen das Nachsehen – Torwart-Patzer entscheiden umkämpftes Duell

Christi Himmelfahrt wird bei der SG Albaum/Heinsberg wortwörtlich zum Feiertag. Denn im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft am Sportplatz in Saalhausen hatte Vatanspor Meggen das Nachsehen – auch weil deren Torhüter Kadir Kiymaz zweimal patzte. Damit spielt die Elf von Trainer Bernd Beckmann in der kommenden Saison eine Liga höher. Die Meggener hingegen greifen in einem Relegationspiel gegen den Vizemeister der anderen C-Liga nach dem letzten Strohhalm. Das Duell mit der SpVg. Olpe II steigt am Sonntagnachmittag in Rahrbachtal (15 Uhr).




„Das war heute das beste Saisonspiel von der gesamten Mannschaft. Wir haben von Anfang an den Fußball gespielt, den wir spielen wollten“, freute sich Meistertrainer Beckmann und schilderte: „Vatanspor hat im Vorfeld immer wieder zur Motivation angestachelt und sich selbst zum Favoriten ernannt. Die haben heute eine sehr raue Spielweise an den Tag gelegt, aber wir haben sie gut in Schach gehalten, sind dabei ruhig geblieben und haben unseren Stiefel runtergezogen.“ Sein Gegenüber, Vatanspors Spielertrainer Burhan Peci zollte den Albaumern Tribut: „Die Albaumer haben sich den Titel verdient. Sie waren kämpferisch sehr stark und durch Standards sehr gefährlich.“

Vor der überragenden Kulisse mit knapp 800 Zuschauern, die den Weg nach Saalhausen gefunden hatten, hatte Albaum in der Anfangsphase ein paar Halbchancen. Vatanspor kämpfte sich wiederum ins Spiel rein und erzwang so die Führung. Nach einem Zweikampf an der Strafraumkante entschied Schiedsrichter Christian Buschmann, der die hitzige Partie souverän leitete, auf den Punkt. Akinuami Ajewole verwandelte den Elfmeter sicher und schoss die Meggener in Front (34.). Im weiteren Verlauf der Partie kamen die Albaumer aber immer besser mit der harten Gangart Vatanspors klar.

Und so gelang der Ausgleich noch vor der Pause. Marvin Büdenbender schoss einen 20-Meter-Freistoß in die Mauer, der Ball schlug aber abgefälscht im Vatanspor-Kasten ein (43.). Hierbei machte Meggens Torhüter Kadir Kiymaz schon keine glückliche Figur. Nach dem Seitenwechsel sah der Keeper aber ganz schlecht aus: Büdenbender warf einen langen Einwurf direkt vors Tor, Kiymaz verschätzte sich, war aber mit der Hand noch dran – und lenkte die Kugel ins eigene Tor (49.). Die Meggener versuchten, dem Rückstand hinterher zu laufen. Spielertrainer Peci tankte sich durch, zog jedoch im Fallen am Kasten vorbei (52.), ansonsten war Vatanspor nach vorne zu harmlos. Nachdem Ajewole im Zweikampf den Ellbogen ausfuhr und dafür mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde (57.), musste die Peci-Elf Peci zudem in Unterzahl hinterherlaufen. Auf der Gegenseite machte Kiymaz eine Ecke nochmal scharf, als er einen Ball unglücklich abtropfen ließ. Das wusste Tobias Arndt zu nutzen und schoss zur Vorentscheidung ein (68.).

Die Meggener agierten nun noch ruppiger, auf der anderen Seite waren die Albaumer offensiv nachlässig. Büdenbender setzte das Leder aus aussichtsreicher Position drüber (83.), Patrick Schauerte scheiterte an Kiymaz (91.) und schließlich kratzten die Meggener die Kugel von der Linie (93.). Doch der Vorsprung reichte aus, weil Ismail Baser mit einem Freistoß nur die Latte traf (90.).

Damit gelang den Albaumern der Sprung in die B-Liga im zweiten Anlauf: In der Spielzeit 17/18 reichte es für die SG Albaum/Heinsberg (hinter Brachthausen/Wirme) nur zur Vizemeisterschaft und im Anschluss scheiterten die Albaumer in der Relegation im Elfmeterschießen am SV Dahl-Friedrichsthal. Dementsprechend glücklich war SG-Coach Beckmann, der die Albaumer im Sommer von Besian Gerguri übernommen hatte: „Letztes Jahr haben wir in der Relegation verloren. Daher haben wir uns in diesem Jahr darauf eingeschworen, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Ich bin da richtig stolz drauf, dass die Jungs sich für eine geile Saison belohnt haben. Jeder Trainer wäre glücklich, so eine Mannschaft trainieren zu können.“ In dieser Saison lieferte sich die SG mit Vatanspor Meggen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Teams kassierten nur eine Niederlage und hielten ihre Weste sonst unbefleckt. Die Albaumer gewannen das Hinspiel und Vatanspor siegte im Rückspiel und zwang die Albaumer so ins Entscheidungsspiel.

Nach der dortigen Niederlage geht es für Vatanspor bereits am Sonntag mit der Aufstiegs-Relegation gegen die Olper Reserve weiter. In Rahrbachtal müssen die Meggener allerdings nach dem Platzverweis von Ajewole auf ihren besten Torjäger verzichten. „Da müssen wir jetzt durch, wir können jeden Spieler ersetzen, auch Aki“, motivierte Peci und fügte an: „Mit 69 Punkten nicht aufzusteigen, wäre sehr schade, daher brauchen wir jetzt gegen die Olper einen Sieg. Da führt jetzt kein Weg mehr dran vorbei.“

FOTOS Vatanspor Meggen - SG Albaum/Heinsberg

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