FuPa Medizincheck: Der Tennisellenbogen
Donnerstag 26.07.18 13:00 Uhr|Autor: Dr. Simeon Geronikolakis6.287
Der FuPa-Medizincheck mit Dr. Simeon Geronikolakis. Foto: FuPa Stuttgart

FuPa Medizincheck: Der Tennisellenbogen

FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport
Im FuPa-Medizincheck erklärt Dr. Simeon Geronikolakis dieses Mal wie ein Tennisellenbogen entsteht, diagnostiziert und behandelt werden kann. Übrigens: Wer eine Frage an ihn hat, kann jene ganz einfach via E-Mail stellen!


Was ist der Tennisellenbogen?
Beim Tennisellenbogen bzw. Tennisarm, medizinisch auch „Epicondylitis humeri radialis“ genannt, handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze der Streckermuskulatur des Unterarmes an der Außenseite des Ellenbogens.

Wie entsteht ein Tennisellenbogen?
Durch eine länger andauernde Überbeanspruchung der an einem Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellenbogens ansetzenden Unterarmmuskeln, die das Handgelenk und die Finger strecken, kann es zur typischen Symptomatik eines Tennisellenbogens kommen.
Da eine Überlastung der Streckermuskulatur am Unterarm mit darauf folgender Reizung ihrer Sehnenansätze am Ellenbogen oft bei Tennisspieler mit einer ungünstigen Griff- und Schlagtechnik beobachtet wurde, erhielt das Krankheitsbild im Volksmund die Bezeichnung des Tennisarmes oder Tennisellenbogens. Doch nicht nur durch das Tennisspielen kann das Krankheitsbild hervorgerufen werden, sondern zum Beispiel auch durch vermehrtes Arbeiten am Computer oder durch handwerkliche Tätigkeiten.

Welche Symptome treten bei einem Tennisellenbogen auf?
Typische Symptome sind überwiegend belastungsabhängig auftretende Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, wo auch eine lokale Druckempfindlichkeit besteht.

Wie wird ein Tennisellenbogen diagnostiziert?
Die Diagnose kann meistens schon anhand der Befragung und der körperlichen Untersuchung des Betroffenen relativ sicher gestellt werden. Weitergehende bildgebende Untersuchungen, wie zum Beispiel eine Ultraschall- und Röntgenuntersuchung oder eine Kernspintomographie (MRT) dienen vielmehr der Sicherung der Diagnose und dem Ausschluss anderweitiger Erkrankungen.

Wie wird der Tennisellenbogen behandelt?
Zur Behandlung des Tennisellenbogens ist primär eine konservative, also nicht operative, Therapie angezeigt und meistens auch ausreichend. Neben der Schonung des Ellenbogens und Vermeiden der auslösenden Belastung kann der Heilungsprozess noch durch viele weitere, unterschiedlich ansetzende, therapeutische Maßnahmen beschleunigt werden. Dabei kommen abhängig vom Erkrankungsausmaß und der individuellen Situation des Patienten, in der insbesondere die Belastung und die Ansprüche im Beruf und Sport berücksichtigt werden, physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen, Eigenübungen, Medikamente, Salben, Bandagen, Tapes, eine Stoßwellentherapie und auch Spritzen oder ein Dry needling zum Einsatz.
Hierdurch kann in den meisten Fällen eine Beschwerdebesserung und Ausheilung der Erkrankung erzielt werden, so dass eine operative Versorgung, die nur in letzter Instanz bei ausgeschöpfter und erfolgloser konservativer Behandlung in Erwägung zu ziehen wäre, nicht notwendig wird.


Der in Ludwigsburg praktizierende Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist insbesondere in Fußballerkreisen sehr bekannt. Als Sportarzt kümmert er sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten, vor allem von mehreren Fußballmannschaften sowie einzelnen Amateur- und Profifußballern. Im Rahmen seiner Tätigkeit als DFB-Arzt betreut er seit Anfang 2013 zusätzlich die Junioren-Fußball-Nationalmannschaften und ist Teamarzt der deutschen U19-Nationalmannschaft.

In den letzten Jahren wirkte Dr. Geronikolakis unter anderem auch als Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart, betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Team-Arzt der deutschen Fußball-Amateur-Nationalmannschaft (mit dreimaliger EM-Quali- und zweimaliger EM-Endrunden-Teilnahme), Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er auch schon die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Handball-WM 2007, Turn-WM 2007, Turn-Weltcups jährlich 2007-2014, Turn-Bundesliga 2008, Turn-Deutschland-Cup 2008, 6-Tage-Rennen 2008, Judo-WM 2009, Wasserball-Junioren-EM 2010, Bahnrad-WM 2011, U19-Damen-Fußball-EM-Eliterunde 2013, Weltcup der rhythmischen Sportgymnastik 2014, Weltmeisterschaft der rhythmischen Sportgymnastik 2015, UEFA Regions' Cups 2010-2015).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de Eine Terminvereinbarung ist für unsere FuPa-Leser unter mail@dr-geronikolakis.de möglich. Leser können ihre Fragen via medizincheck-stuttgart@fupa.net an ihn richten.



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