Kaum Leutzscher Torgefahr – 0:0 in Sandersdorf
Dienstag 21.01.20 00:09 Uhr|Autor: Tom Rietzschel 186
Der Leutzscher Florian Kirstein (20) in Lauerstellung. Dahinter Union-Akteur Tim Jonietz – Foto: Christian Donner

Kaum Leutzscher Torgefahr – 0:0 in Sandersdorf

Oberligist aus Sandersdorf verdiente sich das Remis durch engagierte Vorstellung
Spiel zwischen den Strafräumen – Ergebnis geht in Ordnung


Regionalliga Nordost    – Testspiel –

SG Union Sandersdorf – BSG Chemie Leipzig 0:0

Sandersdorf: T. Hermann (ab 46. Hanf) – Mustapha (ab 46. Günther), Schnabel (ab 46. Zentrich), Fritzsch (ab 46. Ronneburg), Gängel – M. Hermann (ab 46. Schlegel) – Böhme (ab 46. Goutal), Raßmann, Hommel (ab 46. Böhler), Jonietz (ab 46. Feldmer) – Stelmak – Trainer: Sawetzki
BSG Chemie: Latendresse-Levesque (ab 46. Bellot) – Boltze (ab 46. Schubert), Pribanovic, B. Schmidt (ab 65. Berg), Wajer (ab 46. Krahl) – Kromat (ab 46. F. Schmidt), Wendschuch (ab 46. Karau), Nikolajewski (ab 83. Felgenträger), Bury (ab 46. Keßler) – Kirstein (ab 68. Bekker), Kind (ab 46. Heinze) – Trainer: Jagatic
Schiedsrichter: Schipke (Halle) – Schiedsrichter-Assistenten: Weisbach (Leuna), Schwermer (Magdeburg) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: keiner – keiner – Zuschauer: 73 im Sport- und Freizeitzentrum (Kunstrasen) zu Sandersdorf

Sandersdorf. Nach dem 8:1 (3:1)-Auftaktsieg in Delitzsch und einem Vizerang beim 8. Glück-Auf-Hallenturnier in Borna musste Regionalligist BSG Chemie Leipzig beim zweiten Testspiel den vorherigen harten Trainingseinheiten etwas Tribut zollen. Beim Oberligisten SG Union Sandersdorf kamen die Leutzscher nicht über ein torloses 0:0-Unentschieden hinaus und konnten dabei im Offensivbereich kaum Akzente setzen. Über die gesamten 90 Minuten agierten die Grün-Weißen im Vorwärtsgang mit viel zu wenig Tempo, so dass man vor dem gegnerischen Tor kaum gefährlich wurde. Sandersdorf blieb über die komplette Spielzeit absolut auf Augenhöhe und verdiente sich das Resultat durch ein engagiertes Auftreten. So spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab, letztlich ging das Resultat demzufolge in Ordnung. Für die Chemiker geht es bereits am Freitagabend wieder zur Sache, wenn man im Rahmen des viertägigen Trainingslagers um 19.00 Uhr im thüringischen Teistungen (Sportanlage „Am Klosterholz“) auf den den TSV Havelse, trifft. Der Kick gegen den Tabellen-Neunten der Regionalliga Nord ist schon das letzte Testmatch, bevor es am kommenden Sonntag (26.01.2020) wieder um Punkte in der Meisterschaft geht. Dann gastiert um 13.30 Uhr der DDR-Rekordmeister Berliner FC Dynamo zum Nachholspiel im Alfred-Kunze-Sportpark.
Auf dem Sandersdorfer Kunstrasen entwickelte sich eine erste Halbzeit, in der Höhepunkte an einer Hand abzuzählen waren. Die Gastgeber, bei denen mit Branden Stelmak, Max Hermann, Stefan Ronneburg und Paul Johannes Günther immerhin vier ehemalige Leutzscher im Kader standen, machten dem Regionalligisten frühzeitig das Leben schwer, so dass sich der Favorit kaum entfalten konnte. Zwar setzte Alexander Bury mit einem Freistoß das erste Achtungszeichen, doch stellte dies für Union-Keeper Tom Niclas Hermann kein großes Problem dar (9.). Zwar hatten die Leutzscher leichte Feldvorteile zu verzeichnen, doch gelang es den Gästen in der Folgezeit kaum, sich im letzten Drittel entscheidend in Szene zu setzen. Grund dafür waren ein zu langsames Tempo sowie ein viel zu unsauberes Passspiel. So hatten die Platzherren in der Defensive keine Probleme sich immer wieder zu formieren und selbst eigene Gegenangriffe zu starten. So setzte Tim Jonietz einen Schuss knapp über das Gehäuse (30.), drei Minuten später scheiterte Georg Böhme am gut positionierten Julien Latendresse-Levesque im Leipziger Tor (33.). Auf der Gegenseite blieben die Probleme im Offensivbereich der Chemiker bestehen, auch weil oftmals der letzte Pass nicht ankam. Gefährlich wurde es einzig, als Florian Kirstein über die Stationen Andy Wendschuch und Testspieler Louis Kromat (TSV Mariendorf) in Schussposition kam, die Kugel jedoch weit über den Querbalken zischte (39.).
Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich am BSG-Spiel recht wenig. Auch durch die zahlreichen Wechsel kam im Chemie-Spiel nie der gewünschte Schwung auf, so dass auch weiterhin vieles Stückwerk blieb. Kurz nach Wiederanpfiff hätten die Leutzscher sogar in Rückstand geraten können, als Branden Stelmak aus Nahdistanz nur den Pfosten traf (46.). Den Jagatic-Schützlingen war indes jegliches Bemühen nicht abzustreiten, doch agierte man im letzten Drittel einfach nicht zielstrebig genug. So strich ein Kirstein-Schuss nach vorheriger Flanke von Denny Krahl knapp über den Kasten (53.), bei einem Freistoß von Daniel Heinze machte der nun das Union-Tor hütende Christopher Hanf rechtzeitig die Torwartecke dicht (59.). Am gefährlichsten wurde der Regionalligist als Testspieler Stefan Pribanovic (zuletzt Wacker Innsbruck II) nach einem Eckball nur den Pfosten traf (55.). BSG-Trainer Miroslav Jagatic experimentierte auch im zweiten Durchgang weiter munter durch, doch fehlte es seiner Mannschaft weiterhin an der notwendigen Durchschlagskraft im Angriff. So hatte Hanf bei einem Heinze-Schuss keine Mühe (78.), kurz vor Schluss verpasste Max Keßler hauchzart eine Eingabe des ebenfalls eingewechselten Leo Felgenträger (90.+1). So wurde Sandersdorf in der Endphase mutiger, doch konnten auch die Gastgeber nicht die gewünschte Torgefahr ausstrahlen. Bei einem Distanzschuss von Mathis Böhler brauchte Chemie-Keeper Benjamin Bellot nicht eingreifen (drüber, 76.), kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit vergab Florian Goutal nach klasse Zuspiel von Erik Schlegel viel zu überhastet (90.).
So blieb es letztlich beim torlosen Remis in einer Begegnung, welche sich arm an Höhepunkten gestalten sollte. Doch auch diese Partie gab dem Leutzscher Trainerteam durchaus einige Aufschlüsse, welche in der Zukunft absolut nützlich sein können. Im Trainingslager gilt es nun weiterhin fokussiert zu arbeiten – gegen Havelse können die Grün-Weißen am Freitagabend unter Beweis stellen, dass sie es im Vergleich zum Sandersdorf-Spiel viel besser können.



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