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Montag 19.06.17 10:00 Uhr|Autor: Nico Brunetti1.389
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"Alle wünschen sich so ein Kind. Er war immer der Ruhige und der Brave", sagt Alfred Schumann (oben) über seinen Sohn Marcel. Archivfoto/Foto: Photoagenten/Axel Schmitz

Ein Herz und eine Seele

VATER-SOHN-BEZIEHUNG Alfred und Marcel Schumann verbindet mehr als nur der Fußball

Alzey. Sie sind ein Herz und eine Seele. Ja, die Schumanns können wirklich als Paradebeispiel für eine funktionierende Vater-Sohn-Beziehung herhalten. Das bekräftigt Vater Alfred (45). Und das sagt auch Sohn Marcel (21). „Wir sind immer gut miteinander ausgekommen. Es ist ein großes Plus, dass wir immer ehrlich miteinander gesprochen haben.“ Einen Hauch von Stress hätte es lediglich in einer Situation gegeben. „Da habe ich mehrere Fragen hintereinander gestellt und dann sagte Marcel irgendwann zu mir: Vater es reicht jetzt“, erinnert sich der Maler. Aber das war es auch schon.



Ansonsten sind Reibereien zwischen den Beiden nahezu komplett ausgeblieben. Eine Tatsache, die auch dem Charakter der beiden zuzuschreiben ist. In erster Linie ist es sicher Sohn Marcel, der gar keinen Konflikt zuließ und es dem Vater auch einfach machte. „Alle wünschen sich so ein Kind. Er war immer der Ruhige und der Brave. Er war immer zuvorkommend und was Eltern natürlich immer gefällt: Marcel war auch in der Schule immer fleißig und sie nie geschwänzt“, erzählt der 45-Jährige und bekommt dabei das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Auch das Funkeln in den Augen verrät: Da ist jemand richtig stolz auf seinen Sohn.

Vor allem schätzt er das Helfer-Gen des 21-Jährigen. Beispiel: „Marcel ist allerorts der Liebling, weil er immer sehr hilfsbereit ist. Den kannst du anrufen und sagen: Ich stecke mit dem Auto fest. Dann ist er in einer halben Stunde da.“ Diese Einstellung lebt er auch auf dem Fußballplatz. Der Spieler vom Landesliga-Meister RWO Alzey präsentiert sich stets als Teamplayer und opfert sich gerne für die Mannschaft auf. Das verdeutlicht ein Beispiel aus dieser Saison, als er seinen Urlaub am Bostalsee unterbrach, um ein Spiel am Freitagabend zu bestreiten. „Er hasst es, jemanden im Stich lassen. Was er macht, macht er richtig oder er lässt es.“ So ist es auch nicht überraschend, dass er auch im Abstiegskampf der zweiten Alzeyer Mannschaft die Initiative ergriff und am letzten Spieltag aus Eigenantrieb unterstützte.

Manchmal aber treibt er es damit auch auf die Spitze. Demnach vernachlässigte Schumann auch mal ärztlichen Anordnungen und spielte trotz schwerwiegender Verletzung weiter Fußball. Eine Entscheidung, die fatal hätte enden können. „Für uns war das ganz schlimm. Er hatte einen Rippenbruch und hätte auf dem Platz sterben können“, so sein Vater.

Der Fußball ist natürlich etwas, was im Verhältnis der beiden stets eine große Rolle gespielt hat. Denn der Vater gehörte auch zum größten Unterstützer des eigenen Sohnes. „Das ist mein Sohn und den will ich in allen Lebenssituationen begleiten. Jedes Spiel, das ich gucken kann, bin ich dabei.“ Gleichzeitig gehört er natürlich auch zum größten Kritiker. Um jemanden weiterzubringen, ist es eben vonnöten, ihm nicht nur Honig ums Maul zu schmieren – so sein Credo. Der Sohn nahm das auch immer ernst. „Das ist mein Vater und wenn er etwas sagt, dann ist es schon etwas Anderes. Da liegt man manchmal später im Bett und denkt nochmal darüber nach.“ Kein Wunder, dass der Konstruktionsmechaniker in Absprache mit seinem Coach bei RWO Alzey, Tino Häuser, beim Training des von seinem Vater trainierten B-Ligisten TV Lonsheim mitmischte, um sich mit seinen Methoden weiterzuentwickeln. Mit solchen Maßnahmen möchte er sich für Duelle mit den „Besten“ wappnen – etwas, was ihm sein Vater immer ans Herz legte. Grundsätzlich ist der 45-Jährige auch vom Fußballer Marcel begeistert. „Es ist nicht alltäglich mit 21 Jahren eine Führungsperson zu sein und ich bin überzeugt davon, dass er kann auch noch höher spielen kann.“

Dem Vater den Junggesellenabschied geplant

Es ist aber nicht nur der Fußball, der beide miteinander verbindet. Auch privat war es bei den Schumanns wichtig immer wieder mal etwas zu unternehmen. „Wir haben auch einfach mal unsere Sachen gepackt und sind ins Disney Land gefahren“, berichtet der Alzeyer Fußballer und war selbst ebenso für eine große Überraschung gut. Denn den Junggesellenabschied seines Vaters plante er im Hintergrund. Die Idee, ihn abzuholen und mit über zehn Mann auf dem Zeltplatz zu feiern, kam auch an. „Das war ein Highlight“, strahlt der Vater auch heute noch, wenn er sich daran erinnert, und zückt aus Stolz gar sein Handy, um die Bilder zu zeigen.

Grundsätzlich ähnelt der Sohn auch dem Vater. So als ob einige Charaktermerkmale genetisch bedingt wären. Die Ruhe oder den Ehrgeiz sind nämlich auch Eigenschaften, die der Sohn nennt, wenn er über seinen Vater spricht. Das ist sicher auch etwas, was die Beziehung zueinander fördert. Und selbst, wenn er nicht mehr zuhause wohnt, er ist immer noch oft beim Vater zu Gast. Es passt einfach zwischen Alfred und Marcel – zwischen Vater und Sohn, die einander einfach sympathisch finden.



 
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